Samstag, 31. Dezember 2011

Sowas wie ein Jahresrückblick

Weil an anderen Stellen aufs Jahr zurückgeblickt wird, mache ich das jetzt auch mal. Denn obwohl sich hier im Blog weniger getan hat als letztes Jahr (der Wechsel von der Arbeitslosigkeit in ein Beschäftigungsverhältnis hat seine Spuren hinterlassen), ist doch einiges passiert.

Ich hatte das Vergnügen, zweimal in den heiligen Hallen ;) von Arthurs Tochter mitfeiern und -schlemmen zu dürfen. Danke dafür. Danke an Christina, die mit mir dorthin an- und abgereist ist und meinem Drang zum Verirren widerstanden hat. Danke an nata, Jutta, Heike, Suse und Toni inkl. Praktikant, Aniko, Alex, bushcook und Kaosköchin, daß ich Euch kennenlernen durfte. (Wen habe ich vergessen?)

Wo wir schon beim Thema Bloggertreffen sind: es tut mir immer noch sehr leid, daß ich Euch beide, Evi und Noemi, so in Trab gehalten habe mit meinen wechselnden Ansagen "ich komme zum Bloggertreffen" bzw. "ich komme nicht". Zum Glück hattet Ihr auch so sehr viel Spaß, wie ich nachlesen durfte.

Eigene kulinarische Highlights?
Definitiv diese Nudelsession (auch wenn das mit der Ausrollstärke noch besser werden kann), die Dinkel-Johannisbeer-Muffins, Bollis Rhabarberkuchen (der leider doch nicht mit Pflaumen nachgebacken wurde), die nach mehreren Anläufen endlich wirklich gelungenen Lepardschen Dinkelrollen, die ich vor meinem Kollegen retten muß, und dieser Käsekuchen, der immer noch nicht fotografiert worden ist.

Kochbuchkäufe gab's keine, weil sich am finanziellen Engpaß nicht wirklich was geändert hat. "Der große Lafer", das Weihnachtsgeschenk vom letzten Jahr, steht immer noch unbenutzt im Regal; ob die dieses Jahr hinzugekommenen Minikochbücher "Trennkost für 1 Person" aus dem Falken-Verlag und "Expreß-Kochen" von GU dieses Schicksal teilen werden, wird sich zeigen. Mein derzeitiger Favorit für kommende Kochbuchkäufe ist das neue Buch von Lea Linster, seit ich mal kurz reingelesen habe.

Was noch?
Ich nehme mir hiermit vor, hier mal zu renovieren, denn die Suchfunktion funktioniert nicht mehr, die Seitenleiste gefällt mir auch nicht mehr und ich hätte gern eine Rezeptliste.

Sonstige Vorsätze?
Wieder Arbeit finden (leidiges Thema), wieder mehr kochen und backen (falls die Entzündung an meinen Händen mal abflaut - momentan dürfte ich eigentlich nicht mal ohne Handschuhe abwaschen), einen Einkochtopf kaufen, mich mit weiteren Bloggern treffen und noch mehr selbstgemachtes unter die Leute bringen.

Danke, daß Ihr es mit mir aushaltet.

Kommt gut ins neue Jahr, bleibt gesund und in der Küche weiter kreativ!

Sonntag, 18. Dezember 2011

Falsches Risotto mit Bulgur und Zwiebeln

Für eine große oder zwei kleine Portionen:

1. 3 Zwiebeln schälen und in dünne Halbringe schneiden.
2. In einer Pfanne Öl (in meinem Fall Sesamöl) erhitzen und die Zwiebeln darin gute 5 Minuten allein anbraten. Mit Salz und einem Teelöffel Ras el Hanout würzen.
3. 3-4 Eßlöffel Bulgur dazugeben, mit anrösten.
4. Mit etwas Weißwein (gut 100ml) aufgießen, unter Rühren die Flüssigkeit fast komplett einkochen lassen.
5. 500ml Hühnerbrühe dazugießen und ebenfalls einkochen lassen (soweit möglich), immer mal wieder umrühren. Die Hitze reduzieren, wenn etwa die Hälfte der Flüssigkeit eingekocht ist.
6. Nach Geschmack gerebelten Bärlauch oder andere Kräuter unterrühren.
7. Bei ausgeschaltetem Herd noch 2 Minuten quellen lassen, dann in Teller oder Schüsseln geben und genießen.

Guten Appetit!

Da dies wahrscheinlich mein letzter Beitrag für dieses Jahr ist, wünsche ich Euch hiermit schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in das neue Jahr!

Donnerstag, 10. November 2011

Rezept ohne Bild: Zitronen-Kokos-Tarte

Anläßlich eines familiären Ereignisses habe ich am vergangenen Wochenende mal wieder gebacken. Einen Geburtstagskuchen.

Irgendwas mit Zitrone sollte es sein, doch als es soweit war, fiel mir auf, daß mir ein Ausdruck von Ulrikes Zitronenriegeln fehlte. Dabei hatte ich noch groß angegeben, daß ich nichts anderes backen könnte, weil das Geburtstagskind so speziell sei.

Ich wurde dann in einem Backbuch fündig: eine als Zitronenkuchen bezeichnete Tarte hatte es mir angetan.
Nicht alle Zutaten waren im Haus, also schnell einen Einkaufszettel geschrieben. 24 Stunden später stellte sich dann heraus, daß doch eine Zutat fehlte - zum Glück fand sich im gut sortierten Küchenschrank Ersatz.

Aus 250g Mehl, einer Prise Salz, 100g Zucker, einem Eigelb und einem Glas Wasser wurde ein Teig, der leider zu flüssig war und deshalb mit schätzungsweise 100g Mehl aufgestockt wurde. Dieser durfte sich mindestens 30 Minuten im Kühlschrank entspannen.

4 Zitronen wurden heiß abgespült und mit einer Reibe malträtiert. 3 von diesen Zitronen wurden halbiert und ausgepreßt. Zitronenschale und -saft wurden mit etwa 150g Zucker, zwei Eiern und 200g halbfetter Schlagsahne vermischt. Dazu kamen (anstelle gemahlener Mandeln) 200g Kokosflocken. Auch diese Masse stellte ich zur Entspannung beiseite.

Das Rezept sah nun vor, daß der Teig ausgerollt und dann in die Tarteform gelegt werden sollte. Da ich den anwesenden Tarteformen aus DDR-Zeiten nicht traute, nahm ich stattdessen eine Springform, was sich angesichts der Mengen an Teig und Füllung als gute Idee erwies. Der Teig ließ das Ausrollen noch über sich ergehen, aber von der Holzfläche, auf der er ausgerollt war, mochte er sich nicht trennen, sodaß ich ihn noch mal zusammenfaltete, in die Springform legte und dort breitklopfte, bis er die gewünschte Dicke erreicht und sich auch ein bißchen an den Wänden ausgebreitet hatte.

Dieser Teig wurde mit Backpapier sowie trockenen weißen Bohnen bedeckt und in den 190° heißen Ofen geschoben. Dort wurde er 10 Minuten mit und 5 weitere Minuten ohne Backpapier und Bohnen vorgebacken. Anschließend gab ich die Kokos-Zitronen-Schlagsahne-Masse auf den Teig und buk ihn nochmals eine halbe Stunde, die letzten 10 Minuten davon abgedeckt (mit dem Backpapier vom Blindbacken, weil das bereits halbwegs auf die Größe der Form zugeschnitten war).

Nachdem die Stäbchenprobe Messerprobe ergeben hatte, daß die Masse komplett fest geworden war, holte ich den Kuchen aus dem Backofen und ließ ihn abkühlen, bevor er von uns verzehrt wurde.

Das Geburtstagskind lobte den Kuchen sehr, mir hat er auch gefallen (auch wenn ich ihn beim nächsten Mal wirklich mit gemahlenen Mandeln backen sollte). Zitronen gehen eben doch immer. Und ich habe jetzt Lust auf weitere Tartes und mache deshalb gleich eine neue Kategorie auf.

Sonntag, 25. September 2011

... derzeit nicht ...

Okay, nach 2,5 Monaten Funkstille im Blog ist das eigentlich eine überflüssige Mitteilung. Aber mir war danach, mal ein Lebenszeichen von mir zu geben. Weil ja doch einige Leute hier mitlesen, die mir als Kontakte etwas bedeuten.

Also: Hallo, Ihr da draußen, es gibt mich noch! :D

In den vergangenen 3 Monaten ist einiges passiert, das derzeit mein Leben umkrempelt. Nein, das stimmt eigentlich so nicht. Achterbahn gefahren bin ich gefühlsmäßig auch vorher schon eine ganze Weile - was ja auch an diesem Blog nicht spurlos vorbeiging.

Jedenfalls war ich also nicht ohne Grund hier und hier.

Seit Ende Juli werde ich auf ein Medikament eingestellt, das sich bislang nur als Stimmungsstabilisator erweist (immerhin das macht es einigermaßen gut), mir aber am Abend auch die Kondition und Motivation für Hausarbeit raubt. Eine spontan mehrfach aufgekratzte Handfläche tut gelegentlich das ihrige, um zu weiteren Verzögerungen bei nötigen Hausarbeiten beizutragen.

Bei der Teilnahme an Selbsthilfegruppentreffen kommt quasi zwangsläufig auch immer wieder das Thema Überforderung zur Sprache - und die Frage, wieviel und welche Arbeit ideal ist für die eigene Person. Welche Hilfsmittel man nutzen könnte oder sollte, ist dabei derzeit eher ein Reizthema für mich.

Da ich leider auch das ziemlich egoistische Bedürfnis habe, für meine Koch- und Backexperimente gelobt zu werden, allerdings gleichzeitig auch dazu neige, mich bei Mengen grob nach oben hin zu verschätzen (auch nach mehreren Jahren noch) und nach wie vor mit meiner kleinen Küche ebensowenig glücklich bin wie mit der Qualität der meisten meiner Bilder und meiner - nennen wir es mal verhaltenen - Geselligkeit, bleibt es vorerst dabei, daß ich - wenn überhaupt - hinter sozusagen verschlossenen Türen koche. Weil mir der Gedanke an Minderwertigkeit nämlich auch Kraft raubt. Kraft, die ich derzeit an anderer Stelle dringend brauche.

Seid mir bitte nicht böse, wenn ich aus diesen Gründen derzeit auch weniger bei Euch allen mitlese. Ich denke oft an Euch.

Ich bleibe schon am Thema Kochen dran, aber lebe auch gut damit, es wieder auf den Stellenwert der Zeit vor dem Blog zurückgeschraubt zu haben.

Freitag, 8. Juli 2011

Fisch am Freitag

Auf einer neulich gekauften Tüte Bulgur steht hinten ein Rezept drauf, das vom Prinzip her wie ein Risotto funktioniert: Fett in der Pfanne erhitzen, Getreide hinein, kurz anrösten, dann Fleischbrühe dazu und solange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist.
Klar, daß ich das ausprobieren mußte. :)

Ich habe also vier kleine Möhren geschält und in Scheiben geschnitten. Während diese und der Bulgur in der Pfanne warm wurden, habe ich eine vorgekochte Rote Bete in kleine Würfel geschnitten. An den Bulgur und die Möhren habe ich etwas Wein gegossen und ihn einkochen lassen, während ich Seelachsfilet in Würfel schnitt. Als der Wein komplett "verdunstet" war, habe ich Wasser und einen Brühwürfel hinzugegeben und mehrfach umgerührt. Und die Pfanne mit allem erstmal 10 Minuten stehen lassen, bevor ich die Fischwürfel hineingab.
Zum Abschluß kamen noch ein paar Dillspitzen dazu.


Wieder mal ein nicht so schönes Foto, aber es hat geschmeckt, und ich wollte ja die Zubereitungsmethode mal vorstellen. Da ich noch ziemlich viel Bulgur habe, wird sie in der nächsten Zeit noch öfter zum Einsatz kommen.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Spinat-Bohnen-Risotto mit Tomaten

Erinnert sich noch jemand an das nette Care-Paket von der lieben Päm?

Vor ein paar Tagen habe ich die restlichen Bohnen gekocht und zwei Tage später zu einem Risotto verarbeitet. Mitgespielt haben außerdem Tiefkühlspinat, Kirschtomaten und ein guter rheinhessischer Riesling.
Und weil ich die schöne Farbkombination fotografisch festhalten wollte, gibt es diesmal ein Foto mit Pfanne. :)


Die Zubereitung ging so einfach wie schnell: Bohnen und Reis anschwitzen lassen, mit etwas Wein aufgießen, einkochen lassen, Spinat und Gemüsebrühe hinzufügen, alles bei geringerer Hitze einkochen lassen, würzen, Tomaten halbieren und bei ausgeschaltetem Herd noch kurz mitkochen lassen. Abschmecken und ab auf den Teller damit! Guten Appetit!

Apropos Farbkombination: Weil ich gestern bei Robert auf Zorras neuen Event aufmerksam geworden bin, muß ich mit diesem Gericht unbedingt mitmachen. ;)


Blog-Event LXIX - Farbenfrohe Gerichte (Einsendeschluss 15. Juli 2011)

Sonntag, 19. Juni 2011

Sonntagsspargel mit Sonntagsei

Bei meinem Vorhaben, mir nach Möglichkeit nur noch selbstgekochtes Essen ins Büro mitzunehmen, entwickelt sich langsam Routine. Auf einmal ist es gar nicht so schwer, morgens vor dem Losgehen noch etwas Gemüse in den Topf oder in die Pfanne zu schnippeln, kurz kochen zu lassen, abkühlen zu lassen und dann in der Plastikdose mitzunehmen. Stars dabei sind Auberginen, Paprika, Tomaten - und aktuell auch Spargel.
Ich habe allerdings auch die wunderbare Situation, daß ich morgens relativ viel Zeit habe und der Weg zum Büro kurz ist (jedenfalls mit dem Fahrrad ;)).
Und bevor die nächsten 3 Tage eine angekündigte, durch eine Deadline bedingte Hektik anbricht und ich nicht mehr zum Kochen, Bloggen und Nähen komme, stelle ich noch schnell einen Spargelsalat vor, der mir sehr viel Spaß gemacht hat und deshalb heute abend noch mal nachgekocht werden mußte.


Für einen hungrigen oder zwei nicht so hungrige Esser:
- 2 Eier hartkochen
- je einen halben Bund weißen und grünen Spargel von den unteren Enden befreien und schälen
- Spargel in mundgerechte Stücke schneiden (ca. 3-4 cm)
- Spargelstücke in kochendem Wasser 10 Minuten garen, Köpfe nach der Hälfte der Kochzeit dazugeben
- abgeschreckte Eier pellen, in Scheiben schneiden und noch mal halbieren
- etwas Schnittlauch oder Dill kleinschneiden
- abgegossenen, leicht abgekühlten Spargel auf dem Teller oder in der Transportbox mit Ei und Kräutern mischen
- zusammen mit Salz und Pfeffer noch zwei Eßlöffel Walnußöl unterheben
- kurz ziehen lassen und dann genießen


Tip: unbedingt Brot zum Auftunken der Soße bereithalten!

Die Inspiration dafür kam übrigens von Päm; daß es nicht der Ottolenghi-Spargel geworden ist, liegt und lag nur daran, daß mir am Samstag vor einer Woche einfach keine Kapern in den Einkaufskorb hüpfen wollten. Vermutlich, weil ich damit sonst auch nicht koche und sich somit der Kauf u.U. gar nicht gelohnt hätte.

Dienstag, 14. Juni 2011

Vom Herbst in den Sommer: Rhabarberröster

Unlängst hatte bei einem Treffen, bei dem es sich gar nicht primär um's Essen drehte, eine Bekannte erwähnt, daß Zimt gut zu Rhabarber passe. Als großer Fan beider Zutaten wollte ich die Idee gern aufgreifen - aber wie?

Und dann kam mir wieder der Zwetschgenröster von Frau Eßkultur ein.

Gedacht, getan. Ein gutes Kilo Rhabarber wurde gekauft, von den Enden befreit, halbiert, geschält, in mundgerechte Stücke geschnitten ...


... in einer Mischung aus Erdbeersaft, dem Saft einer Zitrone (insgesamt etwa 250ml Flüssigkeit, so wie bei Ulrike) und etwas Weißwein sowie einem gestrichenen Eßlöffel Zimtpulver gegart, in Gläser gefüllt ...



... und 2 Tage später mit ein paar Quarkbällchen gegessen:


Für Rhabarberfans ein echtes Muß zum Nachmachen. Wer keinen Zimt mag, läßt ihn weg, dann kommt der Erdbeergeschmack schön raus.

Und da dieses Kompott sich in kleinen Einmachgläschen wie auf dem 2. Bild rechts auch gut zum Mitnehmen auf eine Party eignet, reiche ich das Rezept beim Event Geschenke aus der Küche von Zorra und Klärchen Kompott aus dem Gourmetbüdchen ein.

Blog-Event LXVIII - Geschenke aus der Küche

Montag, 13. Juni 2011

Sorgenpilze

Zu den Highlights eines samstäglichen Besuchs auf dem Darmstädter Wochenmarkt gehört ein Besuch bei dem Pilzstand, der seit dem Frühjahr am Markt teilnimmt. Es gibt dort diverse Pilzsorten aus Eigenzucht, u.a. Champignons in weiß und braun, Shiitake, Austernpilze, Kräuterseitlinge, Portobellos - und auch Limonen- und Rosenseitlinge. Dazu Pilzpfanne (ein Geruch, mit dem man mich immer locken kann), Pilzmaultaschen und neuerdings auch noch 2 andere Leckereien sowie getrocknete Pilze.


Die Limonenseitlinge sind sehr lecker, die Rosenseitlinge habe ich vorgestern zum ersten Mal mitgenommen. Und gestern abend mit Champignons in der reichlich gebutterten Pfanne angebraten.


Dabei haben diese "Spezialpilze" ihre Farbe verloren, aber nicht ihre Konsistenz. Sie blieben oder wurden sehr zäh und waren somit schwer zu kauen. Die Champignons und das Ei haben das ein wenig herausgeholt, so daß es letzendlich trotzdem lecker war.


Daß die Rosenseitlinge mir dann nicht schwer im Magen gelegen haben, erstaunt mich etwas. Ich glaube, ich kaufe diese Pilze trotzdem nicht noch einmal.

Sonntag, 12. Juni 2011

Es ist wieder Zeit

Es ist wieder Zeit für Orsis Erdbeer-Gurken-Salat. Das haben Milliways und Steph schon ganz richtig erkannt.

Und darum gibt es diesen leckeren Salat auch bei mir dieses Jahr wieder, mit demselben Dressing wie hier: auf 500g Erdbeeren einen "gehäuften" Eßlöffel halbflüssigen Honig, je 2 Eßlöffel Weißweinessig und Walnußessig, Pfeffer nach Gefühl.


Ich wünsche Euch ein schönes Rest-Pfingsten!

Montag, 6. Juni 2011

Saisonales Backen: Dinkel-Johannisbeer-Muffins

Im elterlichen Garten stehen seit vielen Jahren 2 Johannisbeersträucher. Und seit ich vor 9 Jahren wieder nach Hessen gezogen bin, freue ich mich jedes Jahr auf die Zeit, wenn die Beeren geerntet werden können. Es sind etwa 4 Wochen, in denen wir die Beeren sozusagen von der Hand in den Mund essen: zum Frühstück in den Joghurt, als Nachtisch mit Eis, ... haltbar gemacht haben wir sie (im Gegensatz zu Erdbeeren, die meine Eltern teilweise auch vom Selbstpflückerfeld holen) noch nie. Gebacken auch nicht, das muß wohl daran liegen, daß das auch mal eine Art der Haltbarmachung war (hat Doro gesagt, sie muß es wissen :)). Dabei haben Erdbeerkuchen bei uns wirklich Tradition. Ich durfte am Wochenende auch einen solchen genießen - manchmal sind Wochenenden mit meinem Vater echte Genießerwochenenden ...

Ich bin ja ein großer Fan von allem, was nach Käsekuchen aussieht oder daran angelehnt ist. Am Freitagabend hat mich daher der Joghurt-Johannisbeerkuchen in Würfelform bei Robert angelacht. Die fehlenden Zutaten waren rasch besorgt. Dann habe ich die Idee für dieses Wochenende wieder verworfen. Und dann machte mir ein Häufchen von gut 250g Dinkelvollkornmehl, das vom Backen von Ulrikes Dinkel-Leinsaat-Rollen übrig blieb, einen Strich durch die Rechnung. Ich hatte keine Lust, es bis zum nächsten Mal in 3 Wochen stehenzulassen, also mußte das Rezept für die Muffins mit Schokosplittern mal wieder für eine Variation herhalten. Energiefreundlicherweise habe ich dafür die Resthitze vom Backen der Dinkelrollen ausnutzen können.


Das Originalrezept und meine Variationen:
- 260g Dinkelvollkornmehl statt 200g Weizenmehl + 75g Speisestärke
- reichlich Johannisbeeren statt Schokolade

Die Johannisbeeren habe ich nicht abgemessen, es dürften etwa 200g gewesen sein.


Da die Johannisbeeren beim Backen teilweise platzten und so weitere Flüssigkeit in den Teig brachten, brauchen die Muffins 30 Minuten bei 160° Ober-/Unterhitze, bis sie durchgebacken sind. Danach sind sie sehr säuerlich lecker. (Wer nicht so auf Saures steht, sollte also die Zuckermenge anpassen.)

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche.

Donnerstag, 2. Juni 2011

Tomaten, nicht roh!

Ganz schlicht und einfach in der Pfanne gebraten, mit Oregano, dem üblichen Salz und Pfeffer sowie etwas Lammleber und gutem Weißwein.


Achso, ja, der Schnittlauch ist doch roh. *zugeb*

Ich habe erst die Leber in Stücke geschnitten, gewürzt, portionsweise in Öl bei mittlerer Hitze angebraten, herausgenommen, Cocktailtomaten halbiert, in das Öl gegeben, gerebelten Oregano dazu, mehrmals durchgerührt, dann 3-4 Eßlöffel Weißwein dazu und die Leberstücke noch mal zum warmwerden. Während sich so eine Soße bildete, habe ich den Schnittlauch gewaschen, abgetrocknet und geschnitten.

Wer etwas zum Auftunken der Soße haben will, ißt Baguettebrot oder Reis oder Couscous bzw. Bulgur dazu. Ich habe mangels Platz darauf verzichtet.

Und wenn Ihr lieb zu Eurer Spülmaschine seid, nimmt sie Euch auch den Abwasch nach dem Essen ab. ;)

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 1. Juni 2011

Wir basteln uns ein Mittagessen: Süßkartoffelnudeln mit Pfannengemüse

Heute morgen fiel mir ein, daß ich noch gar nichts über einen weiteren Fund im Asia-Laden geschrieben habe: Süßkartoffel-Nudeln. Deshalb hole ich das hiermit schnell nach, bevor sie aufgegessen sind. *g*

Dazu gibt es heute Pfannengemüse, genauer: Auberginen, Möhren und TK-Erbsen mit leicht asiatischer Note. (Leider ist es mir heute morgen nicht gegeben, unverwackelte Bilder zu machen.)


Die Süßkartoffelnudeln in roher Form ...


... und nach dem Kochen (ca. 10 Minuten) und Abkühlen:



Ich wünsche Euch einen schönen Tag!

Montag, 30. Mai 2011

Wenn aus einem Kuchenrezept ein Blogevent wird ...

Feinschmeckerle ist schuld. Der Blog Bolli's Kitchen gehört nicht zu meiner normalen Lektüre (warum eigentlich nicht? *grübel*), deshalb wäre ich ohne Feinschmeckerles Tweet über Bollis Rhabarberkuchen gar nicht auf selbigen aufmerksam geworden.


Dabei hätte der Zeitpunkt nicht günstiger sein können; ich war nämlich eh auf der Suche nach einem weiteren Rhabarberkuchenrezept. Und hatte meiner Oma, die derzeit bei meinen Eltern zu Gast ist, einen verspäteten Geburtstagskuchen versprochen.

Die Mitesser waren begeistert (und das, obwohl mein Vater noch über den letzten Rhabarberkuchen geschimpft hatte) und haben gut zugegriffen. :)


Und ich habe festgestellt, daß das Rezept auch auf einen Notizzettel paßt. Auf den Puderzucker haben wir verzichtet, die Süße stimmte auch so.

Viel Spaß beim Nachbacken, ich kann diesen Kuchen wirklich empfehlen.

Donnerstag, 28. April 2011

Dieser Blog macht Ferien

Eigentlich sollte jetzt hier ein Bild von bunten Buchstabennudeln zu sehen sein. Aber meine Kamera mag keine kleinen Buchstabennudeln scharf fotografieren. Oder ich bin unfähig, sie entsprechend zu bedienen.

Da ich es zur Zeit kaum schaffe, Arbeit und Kochen und Bloggen zeitlich unter einen Hut zu bringen, schicke ich meinen Blog mal wieder auf unbestimmte Zeit in die Ferien. Ich könnte mich zwar auch auf sehr seltenes unregelmäßiges Posten einlassen, aber das will ich hier eher nicht.

Den Bloggerkollegen bleibe ich sehr wahrscheinlich als Mitleserin und hin und wieder als Nachkocherin erhalten, aber davon erfahren werdet Ihr vermutlich eher durch meine Kommentare oder ggf. durch Mails.

Danke für's Lesen, ich hoffe, Ihr hattet ein wenig Spaß dabei.

Mittwoch, 27. April 2011

Mein erstes Mal: gefüllte Hähnchenbrust

In der Kantine des neuen Brötchengebers gab es vor etwa 2 Wochen mal Hähnchenbrustfilet mit Frischkäsefüllung. Eines von den besseren Gerichten dort, muß ich sagen ... und habe trotzdem gedacht, das bekomme ich auch hin. Ich müßte nur in die Kräuterfrischkäse-Produktion einsteigen ...

Vom Metzger habe ich mir eine Hühnerbrust geben lassen, diese halbiert und in beide Hälften recht stümperhaft eine Tasche geschnitten. Stümperhaft, weil die Täschchen an ein, zwei Stellen nicht dicht waren. Mit einem Frühstücksmesser und einem Teelöffel habe ich etwas Frischkäse in die Taschen bugsiert. (Wenn ich jetzt Zahnstocher oder Küchengarn zur Hand gehabt hätte, hätte ich auch professionell zunähen können. Im Zweifelsfall geht es auch ohne ...) Dann habe ich die beiden Hälften beidseitig gesalzen und gepfeffert und mit mehrmaligem Wenden in Öl angebraten.

Dazu gab es Kartoffeln:


Anblick von innen:


Fazit: gar nicht so schlecht, die Kombination Kräuterfrischkäse und Hühnerfleisch gefällt mir. Das mit der Tasche könnte mir aber gern noch mal jemand zeigen, der es besser beherrscht. Ich hab nämlich nur den dicken Teil der Brust eingeschnitten.

Dienstag, 26. April 2011

Nachgemacht: Bärlauchpesto mit Mandeln

Ich habe vor ein paar Wochen schon mal gedacht, man müßte öfter aus den Archiven anderer Kochblogs kochen. Vor allem aus Archiven von Kochblogs wie Buntcooking, Low Budget Cooking - da gibt es sicher noch das eine oder andere Schätzchen.

Wie ich letzte Woche gemerkt habe, lohnt aber auch der Blick in ältere aktive Kochblogs. Die Kategorie Bärlauch bei Robert ist so ein Fall. (Und falls das nicht Eure Wunschkategorie ist: es gibt noch gefühlte 200 andere. :))

Meine regelmäßigen Leser wissen: ich stapele gern tief. Je weniger und/oder je gewöhnlicher die Zutaten, umso besser. Da kam mir dann das Bärlauchpesto mit Mandeln gerade recht. Ich mußte nur noch Mandeln kaufen, alles andere war da. Okay, mit dem Olivenöl war ich erzwungermaßen dann doch etwas sparsam. Und auf den Zitronensaft habe ich verzichtet, weil ich mit dem Geschmack auch ohne zufrieden war.


Aus 100g Bärlauch und entsprechend angepaßten Mengen an Mandeln und Käse sind etwa 400g Bärlauchpesto geworden.

Da Robert mit diesem Gericht an Zorras Blogevent Mandeln teilgenommen hat, schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe und reiche das Rezept für das Jubiläumskochevent anläßlich von 6 Jahren Kochtopf-Blogevents ein.


Jubiläums-Blog-Event LXVII - Kochen aus dem Archiv (Einsendeschluss 15. Mai 2011)

Tja, und jetzt habe ich ein Problem. Auf der Seite zum aktuellen Event ist von 1-2 Gerichten die Rede. Wie soll ich das schaffen, wenn mich schon fast die gesamte Mandelkategorie anlacht?

Donnerstag, 21. April 2011

Grünes am Gründonnerstag: Grüne-Soße-Frischkäsecreme

So einfach wie schnell:
Ich habe den Inhalt eines Kräuterpäckchens für Grüne Soße (sowie zusätzlich einen halben Bund Dill und einen Bund Schnittlauch) gewaschen, geschleudert und an den Klingen meines Zauberstabes vorbeigejagt. Dazu kamen noch 200g Frischkäse, die ich ebenfalls mit dem Zauberstab untergemischt habe, und Salz und Pfeffer.

Einen Teil davon habe ich zum Frühstück auf Brot gegessen:


Die anderen 300g warten im Kühlschrank auf ihre Verwertung. :)

Ich wünsche Euch ein frohes Osterfest!

Mittwoch, 20. April 2011

Bananen-Kokos-Muffins

Als nach dem Backen dieser Muffins noch zwei Eier übrig waren (und einige Bananen, wie hier schon erwähnt), kam ich auf die Idee, das Rezept für die Muffins mit Schokosplittern etwas zu variieren.

Anstelle von 2 Eiern habe ich zwei Bananen zerdrückt und in den Teig gerührt, dann noch 4 Teelöffel Kokosraspel untergerührt. Alle anderen Zutaten wurden wie im Ursprungsrezept verwendet (mit einer Ausnahme: Dinkel- statt Weizenmehl). Auf die Schokosplitter habe ich der Unterscheidbarkeit zuliebe verzichtet. Beide Teige habe ich 25 Minuten bei etwa 170 Grad Ober-/Unterhitze gebacken.

Leider waren am Montag, als ich die Muffins mit auf die Arbeit nahm, nicht alle Kollegen da, daher wurden die Muffins nicht alle. Glück für mich, so konnte ich noch ein Bild auf meiner Terasse machen:


Viel Spaß beim Nachbacken!

Dienstag, 19. April 2011

Milchwoche: Nudeln mit Fenchelsahne und Schafskäse

Ich bin mir gestern bewußt geworden, daß ich mich entschuldigen sollte. Bei all denen, die hier mit Ziegen- oder Schafsmilch und/oder -käse gerechnet haben. Ich bin leider gar kein Fan von Ziegenkäse. Dafür mag ich Schafskäse umso mehr. Zeit, ihn mal wieder in ein Rezept einzustreuen.

Von einer recht großen Fenchel habe ich die Hälfte in etwa würfelförmige Stücke geschnitten.
Diese habe ich in Öl angebraten, mit Salz, Ingwerpulver und Pfeffer gewürzt, mit Wein abgelöscht. Als der Wein eingekocht war, kamen vorgekochte Nudeln dazu, die ebenfalls noch angebraten wurden. Ca. 70ml Sahne und etwas kleingehackten Dill untergerührt, den Pfanneninhalt mit etwas Kräuterschafskäse angerichtet:


Damit erkläre ich meine Milchwoche nun schweren Herzens für abgeschlossen, obwohl ich noch Ideen habe. So ganz milchprodukte-frei wird es in den nächsten Tagen also nicht.

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag.

Montag, 18. April 2011

Milchwoche: Bananenmilch

Nachdem mir am Donnerstag und Freitag ein stromleerer Akku das Bloggen vermieste (was angesichts der eingeschränkten optischen Schönheit der Gerichte eigentlich gar nicht so schlimm war), hole ich die fehlenden zwei Einträge heute und morgen nach. Oder ich mache drei daraus. Aus dem elterlichen Haushalt fielen nämlich zwei Bananen ab, die mich ein wenig aus dem Konzept bringen. ;)

Eine davon habe ich heute morgen in Stücke gebrochen, in einer meiner großen Tassen mit der Gabel zerdrückt, mit ca. 150 ml Milch übergossen und mit dem Zauberstab noch kurz zusammengemixt.


Ich wünsche Euch einen guten Wochenstart!

Mittwoch, 13. April 2011

Milchwoche: Erdbeer-Lassi

Noch ein langgehegter Traum von mir: Lassi selbst machen. Ich ging davon aus, daß das den BloggerkollegInnen ähnlich gehen müßte und war deshalb erstaunt, beim Suchen in meiner Blogroll gar nicht so viele Rezepte vorzufinden.
Aber: selbst ist die Frau. :D

Ich habe also TK-Erdbeeren über Nacht auftauen lassen, dann Erdbeeren und Joghurt zu gleichen Teilen mit dem Zauberstab gemeinsam püriert, Zucker dazugegeben und zwei Blättchen frische Minze als Deko:


Für zwei Gläser:
- 350g TK-Erdbeeren über Nacht auftauen lassen
- Erdbeeren mit derselben Menge Joghurt pürieren (evtl. 2-3 schöne Exemplare als Deko zurückbehalten)
- mit 1-2 Eßlöffel Zucker abschmecken
- mit frischer Minze garnieren

Ein Getränk, das Lust auf den Sommer macht!

Dienstag, 12. April 2011

Milchwoche: Bärlauchbutter

Einer meiner lang gehegten Wünsche ist (bis zum vergangenen Wochenende) die Herstellung eigener Kräuterbutter gewesen. Rezepte dafür habe ich bestimmt 2 oder 3, etwas davon umgesetzt nie. Der elterliche Garten hat durchaus Stellen, an denen Bärlauch wächst, aber meinerseitigen Initiativen, diesen zu Butter oder Pesto zu verarbeiten, stand man ablehnend gegenüber ("das ißt doch hier keiner"). In diesem Zusammenhang kann man es erstaunlich nennen, daß ich mein regelmäßiges Backen dort durchgesetzt habe.

Nur, wie fotografiert man eine Bärlauchbutter, die man nur für's Foto aus dem Tiefkühlfach geholt hat? Ich habe mich entschlossen, sie in der Frischhaltefolie zu lassen. Appetitmachende Fotografie ist etwas anderes, ich gebe es zu ... das hier ist lediglich ein Beweisfoto.


Ich habe mich an den Rezepten von Barbaras Spielwiese und der Hüttenhilfe orientiert.
Der Bärlauch (genau 100g) wurde von den Stengeln befreit, gewaschen, die quer halbierten Blätter geschleudert und mit dem Zauberstab zermüllert. Letzteres ist bequem, aber auf Dauer vermutlich nicht nett für die Armmuskulatur. Ich weiß jedenfalls nicht mehr, was mehr durchgeschüttelt wurde: die Kräuter oder mein Arm?
Trotzdem habe ich auch die Butter (in kleine Würfel geschnitten, insgesamt ca. 300g) mit dem Zauberstab unter die Kräuter gemischt. Anschließend noch etwas Salz und Pfeffer dazu, die Butter eingewickelt (in Frischhalte- und Alufolie) und ab in den Kühlschrank.

Montag, 11. April 2011

Milchwoche: Himbeerquark

Nachdem ich die turbulenten letzten 3 Wochen dazu genutzt habe, mich nicht an meine eigenen Vorgaben (kein Schweinefleisch essen, 3 Suppen pro Woche posten) zu halten, habe ich gestern beschlossen, eine neue Themenwoche zu veranstalten. Das zur Zeit sommerliche Wetter hat daran nicht unwesentlichen Anteil.

Die Entscheidung für eine Woche mit Milchprodukten fiel dann ziemlich leicht. :)


Für eine Wochenportion ;) Himbeerquark habe ich 1kg Quark in einer Schüssel mit dem Inhalt von 2 Tüten Vanillezucker glattgerührt und dann frei Hand ca. 200g aufgetaute TK-Himbeeren untergerührt.
(Leider geben sich die aufgetauten Himbeeren nicht viel Mühe, fotogen zu sein.)

Wer mag, gibt vor dem Essen noch etwas Zucker (oder das Süßungsmittel seiner Wahl) hinzu.

Donnerstag, 7. April 2011

Nudeln mit Pfannengemüse, die x-te

Einfache Gerichte haben auch Tücken. Zum Beispiel die, daß man zu jeder sich bietenden Gelegenheit darauf zurückkommen kann. Du wolltest Krautfleckerl machen? Prima, schnell mal Nudeln kaufen gehen! Der dafür vorgesehene Kohl hat einen Fluß im Nahen Osten überquert? Kein Problem, es ist ja noch anderes Gemüse da!
Oh, Du wolltest eigentlich mal nur noch selbstgemachte Nudeln essen? Und hast es verworfen, weil es viel bequemer ist, die Küche nach dem Kochen nicht komplett aufzuräumen? Es paßt ja auch nicht mehr alles in den Vorratsschrank, sodaß Du Mehle, Zucker, Hülsenfrüchte und Reis in einen Korb ausgelagert hast in der Hoffnung, sie dort besser überblicken und schneller verbrauchen zu können.
Alles Sense! Funktioniert nicht! Du hast das mit dem Korb nämlich vor einem halben Jahr schon mal probiert! Und dann doch alles wieder in den Vorratsschrank geräumt, um später festzustellen, daß Du nicht mehr weißt, was darin alles untergebracht ist ...
Wie heißt es so schön: weniger ist mehr?

Die andere Tücke einfacher Gerichte: sie nehmen einem die Zeit, anderes auszuprobieren. Ade, schöner Traum von leckeren Hühnerbeinchen aus der Pfanne, die nicht nur mal eben in Öl gebadet haben. Ade, liebe Rouladen und Involtini. Ade, schöner Traum, endlich Kochen zu lernen. Ihr müßt leider alle weiterhin warten ...

Die Sache mit dem gästetauglichen Kochen ist offenbar ein Henne-Ei-Problem. Ohne Mitesser kein Bedarf für aufwendiges Essen und wechselnde Gerichte, aber auch: keine Mitesser, wenn nicht ein gewisser Standard eingehalten wird. Im Zweifelsfall der, den man in der eigenen Familie kennengelernt hat. Dort habe ich allerdings in der Schulzeit nie mitgekocht. (Behaupte ich jetzt, ohne Gewähr. Tütensuppen und Aufgußterrinen zählen nicht.)

Zwei befreundete Nähbloggerinnen haben in den letzten Tagen unabhängig voneinander (und mit unterschiedlicher Intention) Bilder einiger z.T. älterer Werke online gestellt:
Snowlady
tuahadedana

Ich behaupte ja, ich könnte nähen (genauso wie ich behaupte, ich könnte kochen), aber an meinem Qualitätsbewußtsein könnte man wohl noch drehen. Gerade denke ich nämlich mal wieder, daß ich - um mal eine Metapher zu bemühen - lieber nach einem Drittel des Weges stehenbleibe, anstatt zu schauen, wie die Aussicht von ganz oben ist.

Zurück zu den Nudeln:
In aller Einfachheit werden dann also 3 Zwiebeln, eine halbe Aubergine und eine halbe Paprika kleingeschnitten, während die Nudeln im heißen Wasser bereits kochen. Die Gemüsewürfel werden in heißem Öl gebraten, gewürzt, es wird mehr Öl nachgegossen, der Frischkäse aus dem Kühlschrank geholt, 3 Teelöffel davon unter das Gemüse gerührt, die eine Hälfte Nudeln auf einem Teller angerichtet, die andere separat mit Pesto vermischt. Schnell ein Foto gemacht:


Dann den Rest des Pfanneninhaltes auf die Nudeln geschaufelt, gegessen, das Verlosungsvideo angeschaut, halbgesättigt zurück in die Küche geschlichen und schließlich noch über die Portion Nudeln mit Pesto hergefallen, die eigentlich für ein bento-ähnliches Mittagessen gedacht waren.

Ob ich mich wohl morgen früh aufraffe, wenigstens noch ein bißchen Gemüse zum Mitnehmen vorzubereiten?

Dienstag, 5. April 2011

Abendgemüse aus der Pfanne

Wenn abends der kleine Hunger lacht ... dann hüpfen schon mal eine Paprika (in Würfel geschnitten) und zwei Zwiebeln (in Viertelringen) ins heiße Olivenöl, um sich von allen Seiten zu bräunen, werden mit Salz und Cayennepfeffer abgeschmeckt und 5 Blätter Chinakohl (in Streifen geschnitten) dürfen sich auch noch in der Pfanne aufwärmen, bevor angerichtet und schnabuliert wird.


Schön schnell und unkompliziert.

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Donnerstag, 31. März 2011

Studentenküche statt Suppenfreude

Ich gestehe: ich hatte die letzten 3 Tage keine Lust auf Kochen am Abend.
Und habe mich heute auch nur in die Küche bewegt, weil der Kühlschrank mal wieder überfüllt ist - ich habe am Wochenende diverses Gemüse geerbt.
Nein, diese beiden Sätze machen zusammen wenig Sinn. *zugeb*

Im Rahmen der also notwendigen "Reste"verwertung wurde eine Sellerieknolle geschält, in Würfel geschnitten, in Olivenöl angebraten, mit Curry und Cayennepfeffer gewürzt. Vier Pellets TK-Spinat kamen noch dazu, während die Beilage (wieder einmal die Spinatnudeln) ebenfalls kochte (allerdings in Salzwasser).


Ja, ich glaube, ich kann mit Fug und Recht behaupten, daß die Kombination von Nudeln oder Reis mit Pfannengemüse bei mir einen ähnlichen Stellenwert hat wie der Gemüseauflauf bei Päm.

Morgen gibt es dann wieder Suppe - vielleicht ... ;)

Montag, 28. März 2011

Roastbeef-Röllchen mit Rohkost

Was schnelles roh-köstliches zwischendurch.


In 5 dünne Scheiben Roastbeef habe ich je einen Streifen Gurke und einen Streifen Paprika eingerollt. Der Rest des rohen Gemüses durfte daneben liegenbleiben. :)

Freitag, 25. März 2011

Grüne Suppe am Freitag

Noch so eine Idee, die mir schon eine Weile durch den Kopf ging: asiatisch angehauchte Suppe mit Chinakohl kochen.

Chinakohl scheint so langsam "out" zu sein, also keine Saisonware mehr, denn es gab nur noch kleine Köpfe. Dafür tummelt sich beim Gemüsehändler schon der erste Bürstädter Spargel, sowohl in grün als auch in weiß, richtig gut gewachsene Stangen sind das, und das im März!

Unbedingt mit in die Suppe sollten Spinat, Erbsen, Zuckerschoten - und neben Nudeln auch Tofu. Auf die Zuckerschoten habe ich dann allerdings aus Platzgründen doch verzichtet.



In einem knappen Liter Gemüsebrühe durften sich also TK-Spinat, TK-Erbsen, Streifen vom Chinakohl, Tofuwürfel und Nudeln aufwärmen. Anstelle von Reisnudeln habe ich auf einen Zufallsfund aus dem Chinaladen zurückgegriffen: Spinatnudeln.


Wieviel Spinat dort tatsächlich drin ist, darf sich jetzt gern fragen, wer will; mir war es egal. :) Ich habe mich deshalb gegen Glasnudeln entschieden, weil ich für diese kaum Verwendung habe. 200g Nudeln kaufen, wenn man nur 20-30g braucht, ist mir einfach zu doof.

Wie man auf dem oberen Bild sieht, ist der Chinakohl ein wenig zu lange in der Brühe gewesen. Man sollte ihn wirklich nur für 2-3 Minuten in die Suppe geben, damit er Form und Farbe behält.

Mittwoch, 23. März 2011

Die Sache mit der Schokolade und den Spenden

Das Gourmet-Büdchen hat mir einen Gutschein vermacht für die Spendenaktion für Japan bei My Swiss Chocolate.

Ich möchte mich hiermit ganz herzlich dafür bedanken, aber auch um Verständnis dafür bitten, daß ich nicht weiterverteile.

indisch angehaucht: Nudeln, Spinat und Tofu

Dieses Gericht erinnert mich an meine Ausbildungszeit. Die Firma hatte ihr Büro in einem Gewerbegebiet und es war für mich eine neue Erfahrung, daß es in Gewerbegebieten (oft) keine Supermärkte geschweige denn Restaurants gibt.

Eine indische Familie hatte (vermutlich) ein paar Monate nach meinem Arbeitsbeginn dort angefangen, gekochtes Essen aus einem alten Campingwagen zu verkaufen, der für diesen Zweck umgebaut worden war. Es gab ungefähr 5 Gerichte - an Linsengemüse, Spinat mit Kartoffeln, Spinat mit Frischkäse, ein Fleischgericht, Biryani mit Lamm oder Gemüse erinnere ich mich noch. Mein Favorit war der Spinat mit Frischkäse - der indische Frischkäse namens Paneer hat eine ähnliche Konsistenz wie Tofu - und auch wenn ich sicher an der Würzung noch etwas ändern könnte, kam das gestern gekochte dem indischen "Palak Paneer" schon ziemlich nahe, trotz Nudeln statt Reis.


Ich habe sieben Pellets TK-Spinat in Olivenöl erhitzt, mit Curry, Cayennepfeffer, Salz gewürzt, etwas Tofu in Würfel geschnitten, diese auch noch kurz anbraten lassen, Kokosmilch angegossen, abgeschmeckt und den Pfanneninhalt auf den Nudeln angerichtet.

Ein schönes leichtes Gericht, finde ich.

Dienstag, 22. März 2011

Fruchtige Sauerkrautsuppe

Ich habe ja, seit es diesen Blog gibt, noch nie mit Sauerkraut gekocht. Und nun ist der Winter, die klassische Saison für Sauerkrautgerichte, ja eigentlich schon vorbei. Zumindest möchte man das meinen, so kraftvoll, wie die Sonne gestern schien.

Auf einem Bummel in der Innenstadt kam mir gestern daher die Idee, daß ich das mit dem Sauerkraut dringend nachholen müßte. Nach deftigen Gerichten stand mir allerdings überhaupt nicht der Sinn, deshalb wollte ich es mal mit einer fruchtigen Variante probieren.



Ich habe den Inhalt einer 550g-Dose Sauerkraut in seinem eigenen Saft und etwa 300 ml Apfelsaft zum Kochen gebracht. Bevor es soweit war, habe ich eine Dose Ananas (Inhalt: 8-9 Ringe) geöffnet und den enthaltenen Saft ebenfalls zum Sauerkraut gegossen. 4 Scheiben habe ich mundgerechte Stücke geschnitten und zu dem Sauerkraut gegeben. Innerhalb der nächsten 10-15 Minuten kamen noch Stücke von einer Mango, 2 gehäufte und 2 gestrichene Eßlöffel Zucker und ca. 100 ml weiterer Apfelsaft hinzu.

Das "Experiment" ergab 3 Portionen ;) und der Geschmack war relativ gut zwischen sauer und süß balanciert.

Montag, 21. März 2011

Nudeln mit Hackfleischbrät

Ich kehre zu alten Kochgewohnheiten zurück und koche Beilagen vor, Nudeln und Reis, um genauer zu sein. Das schränkt dann zwar die Verwendung etwas ein, da dann eigentlich nur noch Pfannengerichte machbar sind, aber es scheint, als wäre die Zeit, als ich mittags kochen konnte, bald vorbei. :)

Ich habe also eine halbe Packung Nudeln auf einmal ins heiße Salzwasser geworfen. :)

Als die Nudeln fertig waren, habe ich Öl in einer Pfanne erhitzt, 3 kleingewürfelte Zwiebeln anbraten lassen, Hackfleisch dazugegeben und ebenfalls anbraten lassen, mit dem letzten vorhandenen Schlückchen Wein abgelöscht, mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abgeschmeckt, Frischkäse und gerebelten Bärlauch untergerührt und anschließend das Brät auf den Nudeln angerichtet.


Durch den Käse war das ganze etwas gehaltvoll, Sahne oder Joghurt hätten sicher für eine soßigere Konsistenz gesorgt, waren aber am Sonntagabend nicht zu bekommen. ;)

Und weil es so schön schnell ging, reiche ich dieses "Rezept" beim Dauer-Blogevent Cucina Rapida ein.


Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Freitag, 18. März 2011

Möhrencreme(suppe)

Noch was schnelles am Freitagabend, schließlich habe ich Euch drei Suppen pro Woche versprochen.


Die Anregung fand ich bei der lieben Wolkenfee, ich habe mir aber etwas Aufwand gespart.

Ich habe einen halben Liter Wasser erhitzt und wieder einmal zwei Brühwürfel darin aufgelöst. 4 dicke Möhren (siehe Bild) geschält, von den Enden befreit, in Scheiben geschnitten und die Scheibchen mit etwas Ingwer (ebenfalls geschält und in dünne Scheiben geschnitten) 50 Minuten kochen lassen. (Das gleichzeitige Schreiben an der Blogsoap war so fesselnd. ;))


Die Möhren wurden abgegossen, püriert, mit etwas Curry und einem Schuß Wein abgeschmeckt und mit 3 Eßlöffeln Frischkäse "gestreckt". Als Garnierung kam etwas Dill oben drauf.


Da ich darauf verzichtet habe, einen Teil der Brühe den Möhren wieder hinzuzufügen, war das Ergebnis eher eine Creme und von einem Brotaufstrich nicht weit entfernt. Die Brühe war mir allerdings auch zu schade zum Weggießen, also habe ich sie im Anschluß auch noch gelöffelt. :)

Ich warne an dieser Stelle schon mal davor, daß dies ganz sicher nicht der einzige Cremesuppen-Versuch bleiben wird ... ;)

Nudeln und Fisch ohne Kontrast

Noch eine selbsterfundene Fastenregel: Freitags gibt es Fisch. Das klingt jetzt sicher nicht so besonders, wie es für mich ist. Wie schon gesagt, ich bin (fast) fernab kirchlicher Traditionen aufgewachsen ...

Solange Claus offline des Bloggens nicht mächtig ist, nutze ich die Zeit, blättere auf seiner Startseite und vermenge zwei Rezepte von ihm zu einem.


Ein paar Nudelnester dürfen in einem kleinen Whirlpool (auch als Kochtopf bezeichnet) baden, während Frischkäse, Milch und Senf sowie Salz und Pfeffer zu einer soßigen Creme cremigen Soße verrührt werden. Ein bißchen Dill wird auch noch gehackt.

In einer Pfanne wird währenddessen Olivenöl heiß, in das ich nach 5 Minuten in Würfel geschnittenes Kabeljau-Filet gebe. Der Fisch darf beidseitig kurz anbraten, dann kommt die Senfsoße hinzu sowie 4-5 Eßlöffel Nudelkochwasser und die Temperatur wird hinuntergedreht. Nun muß immer wieder gerührt werden, damit die Soße nicht anbäckt. Ich gebe noch ein wenig mehr Nudelwasser in die Soße, bevor ich die Nudeln abgieße.

Zum Schluß rühre ich die gehackten Dillspitzen unter und ganz zum Schluß auch noch die Nudeln, damit sie sich ein wenig mit der Soße verbinden.

Und da ich oben schon das fertige Ergebnis gezeigt habe, gibt es jetzt nur noch ein Bild vom Teller "danach" - hoffentlich zur Freude von Jim und George:


P.S.: Sorry Ihr zwei, das hier habe ich eben beim Schreiben erst gesehen.

Donnerstag, 17. März 2011

Gemüsesuppe mit Graupen und Fisch

Wieder mit heißer Nadel gestrickt. Deswegen mache ich auch gar nicht viele Worte darum und zeige lieber schnell das Bild.


Ich wünsche Euch einen schönen Tag!

Dienstag, 15. März 2011

Eine neue Leserin - und ein Award

Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Das Gourmet-Büdchen hat nicht nur heute meinen Blog abonniert (willkommen, neue Leserin!), sondern mir auch gleich einen Award verliehen.


Ich fühle mich sehr geehrt und finde es gut, daß mit dem Award keine Verpflichtungen verbunden sind. :)

Ich weiß nicht, ob ich ihn jetzt an KochbloggerInnen weitergeben sollte. Mir fallen einige ein, aber irgendwie ist es schwer, sich zu entscheiden. Ich mag (fast) alle Blogs, alle haben ihre individuelle Note, die sie liebenswert macht. Und eigentlich hatten wir das Schneeballsystem doch erst ...

Nein, ich bedenke ausdrücklich zwei Blogs, die nicht in meiner Blogroll hier stehen. Vorstellen möchte zwei Personen, die mir mit einem Projekt, an dem ich in den letzten Wochen und Monaten mitgewirkt habe, viel Spaß und nette Momente beschert haben:
Danke an Chefarzt für die Bereitstellung des Webspaces für die Blogsoap rund um das virtuelle Städtchen Defihausen und für viele andere kurzweilige Beiträge.
Dann wäre da auch noch Federkiel (Petra Vennekohl), der hoffentlich nie die Ideen für ihre Geschichten ausgehen. :)

Und bevor ich jetzt sentimental werde, schicke ich diesen Post lieber ab. Bis morgen!

Montag, 14. März 2011

Von der Schwere gescheiter Foodfotografie

Eigentlich sollte hier stehen: ich habe mich entschieden. Für ein Motto für die Fastenzeit.
Oder besser zwei solche.

1. Ich verzichte auf Schweinefleisch (also auch: Leberwurst, Blutwurst, Schinken, sofern sie nicht ohne Schweinefleisch gemacht sind).
2. Ich poste mindestens 3 Suppen pro Woche.

Das Ganze gilt natürlich erst ab heute, weil: gestern hab ich noch Leberwurst gegessen.
(Hab ich eigentlich schon erwähnt, daß ich atheistisch erzogen wurde?)

Los geht's mit einer Suppe, die sich gar nicht so einfach fotografieren ließ.
Das heißt, der Erfinderin der Klaren Suppe mit Spinat und Tofu ist das schon gelungen. Aber wo bekommt man um halb neun noch chinesisches Geschirr her, wenn nicht aus dem eigenen Schrank?


Ich habe es mit der Lieblingstasse und einem weißen Suppenteller versucht. Mit Blitz und ohne Blitz. In dieser Reihenfolge. Beide fassen nicht gleich viel Suppe. Und ich war dann tatsächlich zu faul, vor dem Fotografieren im Teller die gesamte überstehende Brühe abzulöffeln.


Zum Glück hat das fürchterliche Aussehen der Suppe aus ca. einem halben Liter Wasser, zwei Brühwürfeln, zwei walnußgroßen Pellets TK-Spinat, vier kleinen braunen Champignons (in Scheiben geschnitten) sowie gewürfelten 120g Tofu deren Geschmack nicht beeinträchtigt.

Und chinesisches Suppen-Geschirr will ich eh irgendwann kaufen ... es kann sich also nur um Monate handeln, bis ich bessere Fotos hinbekomme. ;)

Da es zeitlich gerade noch paßt, reiche ich diesen Beitrag bei dem von Julia betreuten Event Verzicht mit Genuß ein.

Blog-Event LXV - Verzicht mit Genuss - Kulinarisch durch die Fastenzeit (Einsendeschluss 15. März 2011)