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Sonntag, 18. August 2013

Sonntagssüß: Käsekuchen mit Löffelbiskuitboden

Das Sonntagssüß ist eigentlich ein Samstagssüß. Gebacken und probiert wurde der Käsekuchen mit Löffelbiskuitboden, den ich bei der Dinkelhexe entdeckt habe, nämlich schon gestern - und verkostet auch. Da die Initiative Sonntagssüß aber nur noch auf Facebook sammelt, macht das aber bestimmt nichts.

Für eine große Springform (26 cm) habe ich 500g Magerquark mit 4 Eigelben, einer Packung Vanillepuddingpulver und 100g Zucker verrührt. Die vier Eiweiße wurden mit 80g Zucker geschlagen. (Da ich leider den letzten Weißzucker zur Quarkmischung gab, habe ich die Eiweiße mit braunem Zucker geschlagen. Das Ergebnis war bräunlich und kein richtiger Schnee - also bitte nicht nachmachen!)

Die Quarkmasse wurde, nachdem ich den Eischnee, der keiner war, untergerührt hatte, in die mit Löffelbiskuits ausgelegte Form gegeben und durfte noch etwas entspannen, bevor es in den Ofen ging. (Jaa, das Einfetten hab ich vergessen.)

Bei etwa 180 Grad hat der Kuchen etwa 40-45 Minuten gebacken. Genauere Zahlen hab ich nicht für Euch, ich bin da ein wenig "frei Schnauze" vorgegangen. Ist ja nicht mein erster Käsekuchen und auch der Ofen ist schon lange nicht mehr "neu". (Der Backofen hat am Einstellrad übrigens Markierungen für 50 - 250 Grad in 25er-Schritten.)

Der Geruch hat dann leider Wespen in die Küche gelockt, sodass ich den Kuchen bald in den Kühlschrank getan habe. Da sich seit gestern ein zunehmendes Unwohlsein in meinem Bauch breitmacht, gibt es wohl heute kein Stück vom leckeren Kuchen. Weiterempfehlen möchte ich das Rezept trotzdem. Nachbacken, husch, husch! ;-)

Sonntag, 19. Februar 2012

Nachgebacken: Schneller Schokokuchen

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und manchmal muß man dann Rezepte vorher testen. Genau das habe ich am Samstag mit diesem schnellen Schokokuchen getan. (Und weil ich manchmal etwas ungeschickt bin Scherben Glück bringen sollen, habe ich für das Wasserbad erst eine Glasschüssel genommen. Experimentalphysik mal anders. *g* Die Schüssel ist glatt mittig gesprungen ... und meine Eltern haben jetzt eine Glasschüssel weniger. *schäm*


Der Kuchen ist sensationell schokoladig und wurde deshalb mehrmals von meinem Vater gelobt. Sehr überrascht war ich, als er dann auch noch nach dem Rezept fragte. Sein bisheriges Standardrezept für Schokokuchen (aus dem Hause Oliver) hat dann wohl ausgedient ...

Von meinem Vater kam dann auch noch der Vorschlag, am großen Tag dazu Obst und Schlagsahne zu servieren. Als ich vorhin auf dem Bahnhof in der aktuellen e&t blätterte, fiel mir dort ein Rezept für Schokoküchlein mit Physalis-Kompott auf. Dieses paßt sicher auch zu diesem Kuchen. Vollkommen abweichend von meiner sonstigen Neigung hatte ich diesmal aber keinen Drang, das Heft zu kaufen. Mal sehen, ob sich das vor dem Erscheinen des nächsten Heftes noch ändert.


P.S.: Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß auch ich zwei Eßlöffel Mehl verwendet habe. ;) Und daß mir der Kuchen beim Aus-der-Form-Holen leicht angebrochen ist.

Sonntag, 5. Februar 2012

Endlich wieder backen: Käsekuchen nach New Yorker Art

Eigentlich hatte es diesen Kuchen schon vor einer Woche geben sollen. Aber da habe ich den "Kampf" um Küchenzeit mit meiner Mutter verloren, weil diesmal nicht drei Mäuler zu versorgen waren, sondern viereinhalb, wobei Nr. 4 und Nr. 5 ziemlich spezielle Esser sind. Entsprechend viel Zeit wurde in die Vorbereitungen der Mahlzeiten gesteckt.

So habe ich dann das Backen eines nachgeschobenen Geburstagskuchens auf das vergangene Wochenende verschoben. Da sowieso gerade Frischkäse vom vorigen Wochenende übriggeblieben war, fiel die Entscheidung für Käsekuchen sehr leicht.


Das Rezept stammt aus dem Buch "New York Deli Basics" (erschienen 2002 bei Gräfe&Unzer, ISBN 3-7742-3247-4).

New York Cheesecake

Zutaten für eine Springform (12 Stücke):
1/2 halbe unbehandelte Zitrone
150g Mehl
350g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
100g Butter
1 Vanilleschote
6 Eier
800g Frischkäse
150g Sauerrahm
150ml Milch
2 EL Puderzucker

Zubereitung:

1. Die Zitrone mit heißem Wasser gründlich waschen. Die Schale sehr fein abreiben und den Saft auspressen. Schale und Saft mit Mehl, 50g Zucker und Vanillezucker vermengen. 100g Butter in kleinen Stücken und ein Ei zugeben und unterhacken. Alles rasch zu einem Teig verkneten und eine Stunde im Kühlschrank kaltstellen.

2. Den Backofen auf 200° C vorheizen. Eine Springform (Durchmesser: 28cm) mit ein wenig Butter ausfetten. Den Teig dünn ausrollen und den Boden der Form damit auslegen. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen und im Ofen (Mitte) 8 Minuten backen. Inzwischen die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und mit Frischkäse, Sauerrahm, Milch, restlichem Zucker und übrigen Eiern verrühren.

3. Die Form aus dem Ofen nehmen, die Temperatur auf 220° C erhöhen. Die Frischkäsemasse in die Form auf den vorgebackenen Boden geben und wieder zurück in den Ofen stellen. Nach etwa 10 Minuten, wenn der Kuchen eine leicht goldbraune Oberfläche bekommen hat, die Hitze auf 150° C verringern und den Cake noch eine Stunde weiterbacken.

4. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, mit einem Messer vom Springformrand lösen, auskühlen lassen und das Blech der Springform entfernen. Jetzt nur noch den New York Cheesecake mit dem Puderzucker überstäuben - und schmecken lassen.


In meinem Fall bestand die Masse diesmal aus 3x 175g Philadelphia, 200g (oder 250g?) Quark, einem Päckchen Vanillezucker, den 5 Eiern sowie den gewünschten 300g Zucker (200g hätten es auch getan). In den Teig kam nur die Schale einer Zitrone, nicht der Saft derselben.

Unter normalen Umständen hätte ich den Kuchen im Backofen auskühlen lassen (dann wäre er vermutlich nicht so zusammengefallen), aber die Mitesser warteten schon sehr gierig auf den Kuchen; er wurde auch sofort angeschnitten und probiert. Auf den Puderzucker wurde wie üblich verzichtet.

Da "New York Deli Basics" auch sonst einige nette Rezepte enthält, nehme ich hiermit am Dauer-Event Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen von Foodfreak teil.



Nachtrag: das Buch stammt aus dem elterlichen Bestand. Es ist ihnen irgendwann als Nachwirkung ihrer New York-Reise im Jahre 2001 (vor dem Fall der Türme!) geschenkt worden, weil sie so von den New Yorker Delis geschwärmt haben. Es ist dort eins meiner Lieblingskochbücher.

Donnerstag, 10. November 2011

Rezept ohne Bild: Zitronen-Kokos-Tarte

Anläßlich eines familiären Ereignisses habe ich am vergangenen Wochenende mal wieder gebacken. Einen Geburtstagskuchen.

Irgendwas mit Zitrone sollte es sein, doch als es soweit war, fiel mir auf, daß mir ein Ausdruck von Ulrikes Zitronenriegeln fehlte. Dabei hatte ich noch groß angegeben, daß ich nichts anderes backen könnte, weil das Geburtstagskind so speziell sei.

Ich wurde dann in einem Backbuch fündig: eine als Zitronenkuchen bezeichnete Tarte hatte es mir angetan.
Nicht alle Zutaten waren im Haus, also schnell einen Einkaufszettel geschrieben. 24 Stunden später stellte sich dann heraus, daß doch eine Zutat fehlte - zum Glück fand sich im gut sortierten Küchenschrank Ersatz.

Aus 250g Mehl, einer Prise Salz, 100g Zucker, einem Eigelb und einem Glas Wasser wurde ein Teig, der leider zu flüssig war und deshalb mit schätzungsweise 100g Mehl aufgestockt wurde. Dieser durfte sich mindestens 30 Minuten im Kühlschrank entspannen.

4 Zitronen wurden heiß abgespült und mit einer Reibe malträtiert. 3 von diesen Zitronen wurden halbiert und ausgepreßt. Zitronenschale und -saft wurden mit etwa 150g Zucker, zwei Eiern und 200g halbfetter Schlagsahne vermischt. Dazu kamen (anstelle gemahlener Mandeln) 200g Kokosflocken. Auch diese Masse stellte ich zur Entspannung beiseite.

Das Rezept sah nun vor, daß der Teig ausgerollt und dann in die Tarteform gelegt werden sollte. Da ich den anwesenden Tarteformen aus DDR-Zeiten nicht traute, nahm ich stattdessen eine Springform, was sich angesichts der Mengen an Teig und Füllung als gute Idee erwies. Der Teig ließ das Ausrollen noch über sich ergehen, aber von der Holzfläche, auf der er ausgerollt war, mochte er sich nicht trennen, sodaß ich ihn noch mal zusammenfaltete, in die Springform legte und dort breitklopfte, bis er die gewünschte Dicke erreicht und sich auch ein bißchen an den Wänden ausgebreitet hatte.

Dieser Teig wurde mit Backpapier sowie trockenen weißen Bohnen bedeckt und in den 190° heißen Ofen geschoben. Dort wurde er 10 Minuten mit und 5 weitere Minuten ohne Backpapier und Bohnen vorgebacken. Anschließend gab ich die Kokos-Zitronen-Schlagsahne-Masse auf den Teig und buk ihn nochmals eine halbe Stunde, die letzten 10 Minuten davon abgedeckt (mit dem Backpapier vom Blindbacken, weil das bereits halbwegs auf die Größe der Form zugeschnitten war).

Nachdem die Stäbchenprobe Messerprobe ergeben hatte, daß die Masse komplett fest geworden war, holte ich den Kuchen aus dem Backofen und ließ ihn abkühlen, bevor er von uns verzehrt wurde.

Das Geburtstagskind lobte den Kuchen sehr, mir hat er auch gefallen (auch wenn ich ihn beim nächsten Mal wirklich mit gemahlenen Mandeln backen sollte). Zitronen gehen eben doch immer. Und ich habe jetzt Lust auf weitere Tartes und mache deshalb gleich eine neue Kategorie auf.

Montag, 30. Mai 2011

Wenn aus einem Kuchenrezept ein Blogevent wird ...

Feinschmeckerle ist schuld. Der Blog Bolli's Kitchen gehört nicht zu meiner normalen Lektüre (warum eigentlich nicht? *grübel*), deshalb wäre ich ohne Feinschmeckerles Tweet über Bollis Rhabarberkuchen gar nicht auf selbigen aufmerksam geworden.


Dabei hätte der Zeitpunkt nicht günstiger sein können; ich war nämlich eh auf der Suche nach einem weiteren Rhabarberkuchenrezept. Und hatte meiner Oma, die derzeit bei meinen Eltern zu Gast ist, einen verspäteten Geburtstagskuchen versprochen.

Die Mitesser waren begeistert (und das, obwohl mein Vater noch über den letzten Rhabarberkuchen geschimpft hatte) und haben gut zugegriffen. :)


Und ich habe festgestellt, daß das Rezept auch auf einen Notizzettel paßt. Auf den Puderzucker haben wir verzichtet, die Süße stimmte auch so.

Viel Spaß beim Nachbacken, ich kann diesen Kuchen wirklich empfehlen.

Donnerstag, 4. März 2010

Quark-Napfkuchen-Testlauf

Es gibt Backformen, da kann das Backen zur Geduldsprobe werden.
Meine Eltern besitzen eine solche, noch aus DDR-Zeiten. Einfaches Blech (glaube ich), kastenförmig zusammengefaltet.
Ich verschweige nicht, daß es einer gewissen Experimentierfreudigkeit bedarf, um Napfkuchen in einer Kastenform backen zu wollen.

Besagte Kastenform ist die mittlere von drei vorhandenen.
Die größte (und aktuellste) faßt gefühlsmäßig das doppelte an Teig wie die mittlere.
Hin und her überlegt, beide Formen eingesaut und dann doch die kleinere genommen.

Das Ergebnis ist auch nach zehn Minuten zusätzlicher Backzeit nicht durchgebacken (hätte ich mir denken müssen, das Problem hatte ich vor genau einem Jahr schon mal!) und löst sich nach etwas Friemelei auch nicht im Ganzen aus der Form. Grr.


Eigentlich hatte ich zwei Kuchen backen wollen; da es aber inzwischen auf zehn Uhr abends zugeht, ist mir die Lust auf Äpfel-Schälen und -Kleinschneiden vergangen, außerdem sind nur 6 Eier da, an die ich eigentlich nicht ran soll, Rezept Nr. 2 verlangt aber 4 davon ...
Also rühre ich den Teig für Rezept 1 noch einmal an, gebe diesmal Vanillepuddingpulver hinzu, lege eine Muffinform mit Papierförmchen aus und fülle den Teig in die Förmchen. Die streßfreiere Version. Schade, daß mir das nicht vorher eingefallen ist.


Meine Kollegen haben trotzdem zugelangt, also werde ich wohl für den Sonntag einfach noch mal dasselbe backen (wieder als Muffins, die gingen auch letztes Jahr besser weg) und diesen Eintrag ausnahmsweise nicht als "mißlungen" taggen.