Im Frühjahr des vergangenen Jahres habe ich in frohem Optimismus Nudel- und Mürbeteige (letztere in süß und unsüß) produziert und eingefroren. Ohne Beschriftung. Irgendwie würde ich sie schon auseinanderhalten, dachte ich.
Gestern nun holte ich einen der zwei vor zwei Tagen aufgetauten aus dem Kühlschrank. Grießmehl (der "Wiener Griessler" von Rosenmehl, mit dem ich auch schon Nudelteig gemacht hatte) stand bereit und ich habe erstmal gefühlt viel (2 Eßlöffel) davon hinzufügen müssen.
Ja, und dann konnte ich nicht mehr sagen, was für ein Teig das war.
Durch das Grieß war er fast unendlich ausziehbar. Aber keine Gemeinsamkeiten mit dem frischen Nudelteig. Ich konnte mir daher auch nicht vorstellen, ihn im Wasser zu garen.
Also blieb nur backen. 40 % der beiden Teige (je ein halbes Kilo) habe ich in vier Teilen ausgerollt, je drei Scheiben Cervelatwurst (aus der im letzten Post erwähnten Foodsharing-Abholung) auf einen Teigfladen gelegt, den Teig an den Seiten umgeklappt und dann zu einem Röllchen aufgerollt. Mit Eigelb-Wasser-Mischung bestrichen und gut 20 Minuten im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen gebacken.
Das Ergebnis?
Roch erstmal nach Fisch O.o, war außen knusprig und innen auch fast durchgebacken. ;))
Gegessen habe ich dazu in Butter gedünstete TK-Erbsen.
Eine Variante des Fastfoods, die mir nicht so zusagt.
In der parallel angeschauten ersten Folge der Sendereihe "Die Ernährungsdocs" erfuhr ich dann übrigens auch, daß das so ungefähr das Essen ist, um das ich einen großen Bogen machen sollte. Doch dazu später mehr.
Wenn ich den Rest des Teiges verarbeitet habe, kann ich vermutlich keine Strudel mehr sehen.
Donnerstag, 4. Februar 2016
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