Posts mit dem Label Soßen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Soßen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 18. Februar 2011

Alle tun es. Ich auch. Aber falsch.

Ich komme jetzt auch dem in den Foodblogs zirkulierenden Trend nach und mache Eier in Senfsauce. Nein, das stimmt nicht. Ich habe Eier und Sauce separat gekocht. Und zwar schon vor 2 Tagen. Die Sauce war eher eine Brühe, soviel Geduld hatte ich nämlich nicht, um einen halben Liter Brühe auf weniger als 200ml einzukochen. Selber schuld, wenn ich mich nach einem Rezept mit ungefähren Angaben richte, oder? Nein, ich guck keinen an. ;)
Schließlich hätte ich nach einem anderen Rezept suchen können.

Genug der Vorrede. Der echte Dilettantismus kommt nämlich erst noch: die Beilage.

Gemäß meiner Kindheitserinnerung - und überhaupt dem guten Ton - hätten es Kartoffeln sein müssen. Aber in meiner Küche herrscht nur selten "guter Ton" und beim Einkaufen gehen Fragen wie "paßt das noch in Kühlschrank/Vorratsschrank?" oder "will bzw. darf ich jetzt wirklich dieses Lebensmittel kaufen?" vor. Den unbefangenen Umgang mit Lebensmitteln, der vor einem Jahr noch hier herrschte, habe ich eingebüßt, der hat sich einfach aus dem Staube gemacht. Und deswegen wird gerade jeder Eintrag wieder zur Überwindung und in der Küche stapelt sich unverarbeitetes Gemüse.

Genug gejammert. Ich habe also zwei Eier gekocht, gute 10 Minuten lang, und abgeschreckt (anscheinend aber nicht gründlich genug). Habe eine Zwiebel geschält und in etwas geschnitten, was an Würfel erinnert. Habe die Zwiebelwürfel in Öl angebraten, mit Weißweinessig abgelöscht und mit Fleischbrühe (sprich: 500ml Wasser und einem Brühwürfel *schäm*) einkochen lassen. Auf etwa 200ml, die auch nach der Zugabe von 3 Teelöffeln süßem Senf noch erschreckend suppig sind. Koste die beim Abgießen von der Sauce getrennten Zwiebelstücke und beschließe, daß sie mit zurück ins Essen dürfen. Lege die Eier auf parallel dazu gekochte Spaghetti und übergieße sie mit der Brühe und ein paar Zwiebelchen. Für's Foto. Zum Essen darf dann die ganze Zwiebelpracht mit auf den Teller.


Fazit: die geschmackliche Richtung stimmt, Eier und Sauce harmonieren gut, Spaghetti sind nicht mal ansatzweise ein adäquater Ersatz für Kartoffeln, da man sie nicht in der Sauce zerdrücken kann.

Daß der Artikel heute so spät erscheint, liegt übrigens daran, daß ich mir nicht sicher war, ob ich das so posten will. Aber zum Kochen fehlte heute mittag auch die Motivation ...

Dienstag, 10. August 2010

Dill-Joghurt-Soße nach lamiacucina

Eigentlich wollte ich dieses Rezept schon letzte Woche nachkochen. Für schnelle Gerichte mit wenigen Zutaten bin ich schließlich immer zu haben. Aber irgendwie war ich dann doch zu faul zum Einkaufen bzw. war das Nähen wichtiger ...

Abweichend von Roberts Rezept habe ich - passend zu den vorhandenen Vorräten - 3 reichliche Eßlöffel Naturjoghurt mit einem reichlichen Teelöffel Honigsenf und einem Eßlöffel Weißweinessig verrührt und anschließend noch die kleingeschnittenen Blätter von 3 Stengeln Dill untergemischt.

Dazu gab es Roastbeef und heute frisch gekauftes Mehrkornbrot.


Da die Soße etwas sauer war, werde ich sie sicher demnächst tatsächlich noch mal zu Kartoffeln essen. Ein Scheibchen Lachs paßt dann bestimmt auch dazu. :)

Dienstag, 15. Juni 2010

It's time for Africa

In der tegut-Kundenzeitschrift, Ausgabe Juni/Juli 2010, stehen afrikanische Rezepte und Kochgewohnheiten im Vordergrund. Das ist ganz nett, weil ich dort auch einen meiner Lieblinge, nämlich Injera-Brot, als Rezept wiedergefunden habe. In Lich bei Gießen gibt es ein afrikanisches Restaurant, wo ich Injera das erste (und bisher einzige) Mal gegessen habe. Seitdem fürchte ich, daß eine Eigenkreation nie so gut werden wird wie das aus dem Restaurant.

Zum Glück sind noch 5 andere Rezepte dabei, unter anderem eine Würzsoße namens Shito. Das richtige für Kochanfänger wie mich.

Die Zutaten:

Ich schneide die Tomaten mehr oder weniger klein, ebenso die Zwiebel. Die Chilischoten werden entkernt und wie üblich sehr klein geschnitten. Alles zusammen sieht dann so aus:


Und weil ich zwischendurch auch mal das Haus verlassen muß für einen Stammtisch, wandert der Topf in dieser Form in den Kühlschrank.

Das Originalrezept sieht vor, daß die Zutaten mit einem großen Mörser gestampft werden. Wie so vieles andere auch sind aber Mörser, egal welcher Größe, Mangelware in meinem Haushalt. Also muß trotz der fortgeschrittenen Uhrzeit der Zauberstab noch mal ran.


Anschließend rühre ich noch etwas Pfeffer unter. Das Ergebnis ist suppig und im Abgang leicht scharf. Es dürfte also - wie auch im Rezept beschrieben - unter Umständen noch eine halbe bis ganze Chilischote mehr sein.

Der Inhalt des Topfes paßt übrigens genau in ein Rote Bete-Glas mit 670 ml Füllmenge.