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Montag, 21. März 2011

Nudeln mit Hackfleischbrät

Ich kehre zu alten Kochgewohnheiten zurück und koche Beilagen vor, Nudeln und Reis, um genauer zu sein. Das schränkt dann zwar die Verwendung etwas ein, da dann eigentlich nur noch Pfannengerichte machbar sind, aber es scheint, als wäre die Zeit, als ich mittags kochen konnte, bald vorbei. :)

Ich habe also eine halbe Packung Nudeln auf einmal ins heiße Salzwasser geworfen. :)

Als die Nudeln fertig waren, habe ich Öl in einer Pfanne erhitzt, 3 kleingewürfelte Zwiebeln anbraten lassen, Hackfleisch dazugegeben und ebenfalls anbraten lassen, mit dem letzten vorhandenen Schlückchen Wein abgelöscht, mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abgeschmeckt, Frischkäse und gerebelten Bärlauch untergerührt und anschließend das Brät auf den Nudeln angerichtet.


Durch den Käse war das ganze etwas gehaltvoll, Sahne oder Joghurt hätten sicher für eine soßigere Konsistenz gesorgt, waren aber am Sonntagabend nicht zu bekommen. ;)

Und weil es so schön schnell ging, reiche ich dieses "Rezept" beim Dauer-Blogevent Cucina Rapida ein.


Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Dienstag, 22. Februar 2011

Rindfleisch und Graupen, fast als Suppe

Eigentlich sollte es heute eine Suppe geben.
Dafür hatte ich eine Beinscheibe vom Rind gekauft und eine Tüte Gerstengraupen.

Das Rezept dafür stammt von einer Rezeptkarte, die irgendwann einmal den Weg in den elterlichen Haushalt gefunden hat und dann von mir einkassiert wurde. ;)

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Graupensuppe mit Wurzeln und Lamm
Zutaten:
1 Liter Lammfond
250 g Lammfilet
2 EL Öl
80g Perlgraupen
3 Karotten
1 Lauchstange
2 Pastinaken
rote Zwiebeln
glatte Petersilie
Salz
grober Pfeffer

Zubereitung:
Die Perlgraupen werden in dem Lammfond aufgekocht und abgeschäumt.
Karotten, Lauch und Pastinaken in feine Scheiben schneiden und zusammen mit den Graupen etwa 30 Minuten im Fond köcheln lassen.
Mit gehackter Petersilie, Pfeffer und Salz würzen.
Das Lammfilet wird in kleine Würfel geschnitten und in heißem Öl kräftig angebraten.
Anschließend das Fleisch in die Suppe geben und kurz garziehen lassen.

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Ich habe stattdessen die Beinscheibe in etwa einem halben Liter Wasser eine halbe Stunde kochen lassen, dann herausgenommen, Möhrenscheiben, Graupen und etwas gewürfelten Fenchel in der verbliebenen Brühe kochen lassen, das Fleisch vom Knochen gelöst und kleingeschnitten und dann noch kurz in der Suppe (oder dem, was davon übrig blieb) erwärmt, bevor ich alles auf den Teller gab.


Wer nicht hören kann, muß eben fühlen. ;)

Montag, 21. Februar 2011

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen

Ich komme noch mal auf ein Thema zurück, das mich vor einem Jahr beschäftigt hat.
Damals hingen gerade überall die Filmplakate für das Werk Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen, einen Animationsfilm aus dem Hause Sony Picture Animation, für den sogar die Domain fleischbaellchen.de reserviert wurde. Von den Filmgrafiken ist dort allerdings kaum noch etwas zu sehen.

Die Kombination von Spaghetti mit Fleischbällchen würde ich jetzt nicht gerade als deutsches Gericht bezeichnen, aber im englischen Sprachraum oder speziell in den USA scheint sie sehr beliebt zu sein, da man sie auch in anderen Filmen zu sehen bekommen kann (z.B. "Hancock" oder "Susi und Strolch").

Auf den Gedanken, das Thema noch einmal aufzugreifen, bin ich letzte Woche beim Stöbern auf Küchenlatein gekommen. Dort wurde ich auf das internationale Blogevent Presto Pasta Nights aufmerksam. Ulrike hat dieses Event auch einmal betreut, scheint aber irgendwann in den letzten zweieinhalb Jahren ausgestiegen zu sein. Das finde ich schade, auch wenn ich natürlich nicht in Abrede stellen möchte, daß man nicht jede Woche oder jeden Monat ein neues eigenes Nudelgericht erfinden kann.

Jedenfalls waren bei der von Ulrike betreuten Ausgabe auch einmal Nudeln mit Fleischbällchen dabei. Der Blog, auf dem das Rezept damals veröffentlicht wurde, existiert nicht mehr, die Betreiberin scheint aber unter einer anderen Adresse weiterzubloggen.

Leider habe ich etwas zu lang mit der Verwertung des - eigentlich für eine Suppe bestimmten - Rinderhackfleisches gewartet und es am Freitag dann doch weggeschmissen. *grummel* *schäm*
Daß die Portion ohnehin zu groß gewesen wäre für eine Person, tröstet mich da nur wenig.

Also habe ich heute mittag frisches Hackfleisch gekauft und verarbeitet: mit Salz, Pfeffer und Ingwerpulver vermengt, zu kleinen Bällchen geformt, diese in Olivenöl angebraten und wieder aus der Pfanne genommen. Zwei Zwiebeln und eine Möhre standen schon, in kleine Würfel geschnitten, bereit und wurden nun ebenfalls angebraten. Nach ca. 5 Minuten habe ich mit etwas Weißwein abgelöscht, die Flüssigkeit einkochen lassen und dann 500ml Tomatenmark hinzugegossen. Mit etwas Salz und Pfeffer habe ich abgeschmeckt und dann die Fleischbällchen noch einmal kurz zum Erwärmen in die Tomatensauce gegeben.

Dazu gab es wieder einmal Dinkel-Vollkorn-Spaghetti.


Eine kleine Schätzfrage zum Schluß: wieviele Fleischbällchen sind auf dem Foto zu sehen?

Sonntag, 19. Dezember 2010

Fast Food für Kranke: Hühner-Kokossuppe mit Ingwer

Meine am Donnerstagabend eingefangene Erkältung nötigt mir heiße scharfe Suppen auf.
Das stört mich überhaupt nicht, denn im Kühlschrank warteten eh noch kleine und große Hühnerschenkel sowie eine große Knolle Ingwer auf die Verarbeitung.

Zu diesem Zweck habe ich heute zwei große und drei kleine Schenkel in etwa einem Liter Wasser mit etwas Salz ausgekocht, dann (nach 30 bzw. 50 Minuten) aus der Brühe geholt und abkühlen lassen. In der Brühe machte es sich inzwischen der Inhalt einer Dose Kokosmilch (ca. 400ml) gemütlich, dazu kamen noch zwei Möhren (geschält, in Scheiben geschnitten) und 4cm Ingwer (geschält, kleingewürfelt) sowie ein ordentlich gehäufter Teelöffel Currypulver.

Zum Abschluß kam das kleingerupfte Fleisch noch für etwa zehn Minuten zurück in den Topf, ich habe abgeschmeckt und die Suppe für eßbar befunden.


Im Original ist die Suppe gar nicht so strahlend gelb, aber ohne Blitz zu fotografieren ist abends kaum noch möglich.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Borschtsch (in der Freestyle-Version)

Auch bei mir geht jetzt die Suppensaison richtig los.


2 Päckchen passierte Tomaten (je 500 ml) wurden mit etwa 500 ml Wasser ausgespült und der Inhalt mit dem Wasser und zwei Fleisch-Brühwürfeln aufgekocht.
Der Reihe nach wanderten Streifen vom Weißkohl (der vorher geviertelt und vom Strunk befreit wurde; verwendet habe ich nur zwei Drittel eines kleinen Kopfes), ca. 1cm große Würfel vom Roastbeef (gute 100g), eine geschälte und geriebene Möhre, zwei vorgekochte Kugeln Rote Bete (in kleine Würfel geschnitten) und zwei Kartoffeln (ebenfalls in kleine Würfel geschnitten) mit in die Suppe.
Gekocht hat das Ganze ca. 40 Minuten, bis alle Bestandteile durchgegart waren.

Zum Servieren habe ich zwei Teelöffel Joghurt dazugegeben.

Die Menge reicht für 2-3 hungrige Esser.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Außer Konkurrenz, Teil 2: Schweinegeschnetzeltes mit Kartoffelpüree, Kartoffelchips und Feldsalatpesto

Dieses Gericht ist wohl am nächsten an den Vorgaben bei NKOFM.

Die Idee mit dem Feldsalatpesto habe ich wieder bei Päm geklaut (nur ist meines nicht so fein geworden, da hatte der Einsatz des Mixstabes einfach Grenzen). Da ich keine Kartoffelchips kaufen wollte, habe ich einfach je eine gelbe, eine rote und eine blaue Kartoffel in Scheiben geschnitten und kräftig in Öl angebraten.

Als die Kartoffelscheiben durchgebraten waren, habe ich das mit Salz und Pfeffer gewürzte Schweinefleisch, das ich bereits kleingeschnitten beim Metzger bekam, ebenfalls noch kurz in der Pfanne angebraten.


Ich gebe zu, es sieht wieder einmal nicht besonders schön aus, war aber eine nette Spielerei, die mir viel Spaß gemacht hat.

Freitag, 12. November 2010

Leber und Kartoffelbrei

Seit einigen Wochen neide ich Claus sein Blog-Suchfeld.
Irgendwann vor kurzem hatte ich darüber ein Rezept für Kartoffelpuffer und Apfelmus gefunden. Den Apfelmus habe ich sogar zubereitet ... und dann doch vergessen, welcher Blog das war. Chili und Ciabatta? Küchenlatein? Kuriositätenladen?
Meine Bookmarks sind inzwischen auch so unübersichtlich, daß einige der dort geparkten Rezepte dringend in die Nachkochliste umziehen müßten. Will sagen: dort fand ich den entsprechenden Blogeintrag auf die Schnelle auch nicht wieder.

Jedenfalls habe ich dann gestern abend festgestellt, daß man sich ja auch bei dieser Blogsoftware ein Suchfeld an eine gewünschte Stelle einbauen lassen kann. Bei mir ist das zwischen den Links und dem Archiv (Ihr müßt also ein wenig scrollen). Falls also noch jemand ganz spontan ein Rezept für Bagels sucht oder wissen will, was man mit Reismehl machen kann ... ;)

Heute mittag sollte es Leber geben. Ja, die Resteverwertung geht weiter.
Beim Bürokochblog habe ich ein schönes Rezept gefunden: Leber mit Kartoffelbrei und Zwiebeln.

Ich habe (für dieses und noch ein anderes Gericht) zwei Handvoll Kartoffeln geschält, in Stücke von halbwegs gleicher Größe geschnitten und ca. 10-15 Minuten in heißem Salzwasser gekocht. Zeitgleich habe ich eine Gurke für ein anderes Gericht geschält, die Leberstücke abgespült, dann waren edie Kartoffeln auch schn bereit zum Abgießen. Die Hälfte davon habe ich mit der Gabel zerdrückt und mit ca. 5 Eßlöffeln Milch glattgerührt. Abschmecken mit Salz und Pfeffer - fertig war der Kartoffelbrei. (Nächstes Mal kommt auch Muskatnuß dran. Frau muß sich ja steigern dürfen.)

Die Leberstücke habe ich in der Pfanne angebraten (leider etwas zu heiß), mit dem Kartoffelbrei angerichtet und anschließend noch schnell in derselben Pfanne Halbringe von zwei Zwiebeln mit Butter gebräunt. Für das Aroma gebratener Zwiebeln könnte ich nämlich sterben ...


Auf dem Bild ist übrigens nur die Hälfte der Zwiebeln zu sehen. Wenigstens der Kartoffelbrei sollte erkennbar bleiben ...

Mittwoch, 3. November 2010

Asiatische Rindfleischpfanne für Anfänger

Ich hatte am vergangenen Samstag beim Metzger Rindergeschnetzeltes gesehen. Ein verlockendes Angebot, da mußte ich gleich zugreifen.

Gestern abend habe ich die etwa 100g Rindfleischstreifen dann verarbeitet.

Dafür habe ich einen Bund Frühlingszwiebeln in etwa 3 cm lange Stücke geschnitten und eine rote Zwiebel in Würfel. Das Rindfleisch habe ich abgespült und in die erhitzte Pfanne mit Öl gegeben. Als es fast gar war, kamen Zwiebelwürfel und die Frühlingszwiebelstücke hinzu. Dazu noch ein wenig Pfeffer und Sojasauce und nach 5 Minuten weiterer Garzeit war das Essen fertig.



Guten Appetit!

Dienstag, 26. Oktober 2010

Bratkartoffeln mit Senf

Bis letzte Woche war ich ja skeptisch, ob das funktionieren kann mit Stephs Ofenkartoffeln mit Senf. Und dann hat irgendwann das "ich muß das probieren"-Gen gesiegt.

Da ich keinen Backofen habe, bin ich auf die Pfanne ausgewichen.
5 Kartoffeln wurden in Würfel geschnitten (und eine Knoblauchzehe in kleine Würfel), beides wurde kurz in Öl angebraten, dann kamen 4 Teelöffel süßer Senf, Pfeffer, Salz hinzu. Etwas Zitronenschalenabrieb hätte ich auch gern dazugegeben, aber da war mit meiner Reibe nichts zu machen.

Dazu gab es Rinderleber, die ich in Streifen geschnitten, mit Zwiebel- und Paprikawürfeln sowie Salz und Pfeffer angebraten und mit einem kleinen Schluck Wein abgelöscht habe.


Fazit: eine leckere Version eines bekannten Gerichtes. :)

Als Nachtisch gab es dann noch ein Glas Orangensaft, damit der Innereienkonsum nicht ganz ohne Folgen bleibt. ;)

Freitag, 3. September 2010

Gästebewirtung mit Huhn

Eigentlich hätte ich gern geschrieben: ich hab's auch getan. Was? Hühnerbein entbeint.
Das habe ich zwar schon mal gemacht, aber bevor ich es nicht hier dokumentiert habe, glaubt mir das doch keiner. Und außerdem war's nicht nach der bei Arthurs Tochter gezeigten Methode. Also irgendwie nicht richtig ...

Jedenfalls hat dann die Faulheit gesiegt.
Hühnerfrikassee wollte ich machen und nach dem Studium einiger Rezepte war ich dann doch glücklich, nicht unbedingt ungekochtes Hühnerbeinfleisch vom Knochen schälen zu müssen (Arthurs Tochter sei Dank), das Entbeinen gekochten oder gebratenen Huhns ist mir deutlich lieber.

Also wanderten dann zwei halbierte Hühnerschenkel zusammen mit Hühnerklein, zwei Möhren und einer Kohlrabi (das Gemüse in mundgerechte Stücke geschnitten) und soviel Wasser, daß das Fleisch gut bedeckt war, in den Topf und durften bei mittlerer Hitze fast eineinhalb Stunden schmurgeln.

In der Zwischenzeit traf der Gast ein und wir schnitten Champignons und Zucchini in mittelgroße Stücke. Der entstandene Hühnerfond wurde abgegossen, das Fleisch vom Knochen gepult, während Pilze und Zucchinistücke in der Pfanne mit Öl warm werden durften. Nicht ganz gemäß dem Rezept beim Rezeptewiki haben wir nach dem Abschmecken einen kleinen Becher Schlagsahne und einen Löffel Speisestärke (statt Mehl 405), sowie zwei Schöpfkellen voll Hühnerfond untergemengt. Auf das beim Wiki angegebene Ei haben wir ebenso verzichtet wie auf die Butter.

Dazu gab es Langkornreis, der nach der Quellmethode gekocht wurde. Mein Gast hat beides sehr schön angerichtet, als mich ein Telefonat einige Minuten aus der Küche fernhielt. Zum Essen haben wir das Ganze dann noch mit etwas Schnittlauch garniert.

Dienstag, 10. August 2010

Dill-Joghurt-Soße nach lamiacucina

Eigentlich wollte ich dieses Rezept schon letzte Woche nachkochen. Für schnelle Gerichte mit wenigen Zutaten bin ich schließlich immer zu haben. Aber irgendwie war ich dann doch zu faul zum Einkaufen bzw. war das Nähen wichtiger ...

Abweichend von Roberts Rezept habe ich - passend zu den vorhandenen Vorräten - 3 reichliche Eßlöffel Naturjoghurt mit einem reichlichen Teelöffel Honigsenf und einem Eßlöffel Weißweinessig verrührt und anschließend noch die kleingeschnittenen Blätter von 3 Stengeln Dill untergemischt.

Dazu gab es Roastbeef und heute frisch gekauftes Mehrkornbrot.


Da die Soße etwas sauer war, werde ich sie sicher demnächst tatsächlich noch mal zu Kartoffeln essen. Ein Scheibchen Lachs paßt dann bestimmt auch dazu. :)

Montag, 2. August 2010

Kartoffelpü am Montag, mit Fleisch und roter Bete

Ein schnelles Essen, das diesmal *schäm* nicht ganz ohne industrielle Hilfe auskommt.
Das Pü ist nämlich mit heißem Wasser und Milch angerührtes Pulver, die Fleischbeilage das, was übrigbleibt, wenn man wegen Platzmangel in der Pfanne eine (beim Metzger gekaufte) Grillfackel vom Stäbchen schiebt.


Die Rote Bete und der Kartoffelbrei haben sich geschmacklich allerdings sehr gut ergänzt. Da reift gerade eine neue Rezeptidee in meinem Kopf heran. :)

Samstag, 24. Juli 2010

Wir bauen uns eine Rindfleischpfanne

Dazu nehmen wir tiefgekühltes Rindfleisch, das frisch gekauft eingefroren wurde, lassen es etwas antauen und schneiden es in mundgerechte Stücke.
Weiter schneiden wir zweieinhalb Knoblauchzehen und eine Chilischote (ohne Kerne) in kleine Stücke.


Fleisch, Chiliwürfel und Knoblauchscheibchen dürfen in heißem Öl schon mal anbraten, während eine Tomate, 3 braune Champignons und eine Paprika ebenfalls in mundgerechte Stücke geschnitten werden.
Wenn das alles mit etwas Sojasauce und etwas Pfeffer in der Pfanne ist und ein paar mal durchgerührt wurde, dürfen auch noch ca. 150ml Weißwein dazu (der klägliche Rest, der noch wegmußte). Die Temperatur wird heruntergedreht und der Pfanneninhalt darf ein bißchen vor sich hin schmorgeln.
Wenn die meiste Flüssigkeit eingekocht ist, kommen 3-4 Eßlöffel vorgekochter Basmatireis dazu, die untergehoben werden, um auch noch etwas Hitze abzubekommen. Dazu reicht jetzt auch die Restwärme aus, wir können den Herd also ausschalten.


Im Ergebnis zeigt sich dann am Fleisch eine etwas zu lange Garzeit, das haptische Gefühl macht Lust auf Gulasch und der Kopf ärgert sich über das teure Fleisch, das sorgfältiger und gezielter hätte eingesetzt werden können.

Beim Essen beschleicht mich kurzzeitig das Gefühl, diesen Monat ziemlich viel gemacht zu haben (das erste Mal mit Wein, das erste Mal Risotto, das erste richtige Mal mit Rindfleisch, diverse Gerichte nachgekocht) und so bleibt dann auch der Gedanke nicht aus, wie es mit dem Blog hier weitergehen soll. Ich habe das Gefühl, mich mit den aktuellen Mitteln nicht mehr steigern zu können, auch wenn das möglicherweise Blödsinn ist.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Spargel- und Grillabend-Nachlese

"Spargel und Erdbeeren" war das Thema des Kochabends am heutigen Donnerstag, was lag da näher, als mal wieder das Erdbeer-Gurken-Salat-Rezept hervorzuholen.
Dank Claudia hatte ich diesmal auch weiße Balsamico-Creme zur Verfügung.
Kein Vergleich mit Weinessig, also gelobe ich jetzt Besserung.
Leider hab ich den Salat erst gemacht, als alle schon am Tisch saßen und ich nur noch auf meine Bruschetta wartete, deswegen wurde er, obwohl es nur 8 Portiönchen waren, verschmäht. :(

Spargel-Bruschetta (nach einem Rezept aus der Brigitte):
1. Je einen Bund weißen und grünen Spargel in der gewohnten Weise schälen, kochen, abkühlen lassen (ggf. auch abschrecken).
2. Einen Bund glatte Petersilie abzupfen, die Blätter waschen und schleudern. Mit Öl zu einer pestoartigen Masse verarbeiten.
3. Den abgekühlten Spargel in kleine Ringe schneiden (max. 1cm lang) und mit der Petersilienmasse sowie 100g gehackten Mandeln mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
4. Etwa 100g Parmesan (in meinem Fall: Parmesan-Gouda) reiben.
5. Baguettebrot (in meinem Fall: Baguettebrötchen) aufschneiden, die Spargelmasse daraufgeben, etwas Käse drüberstreuen.
6. Die Brötchen bei gut 200 Grad Ober- und Unterhitze solange überbacken, bis sich der Käse leicht bräunt. Warm servieren.

Rosmarin-Hühnerspießchen (Eigenkreation):
1. 2 Hühnerbeine von der Haut und den Knochen befreien (oder die Knochen vom Fleisch, wie man es nimmt). Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden.
2. 7-8 Stengel Rosmarin in 2-3 cm lange Stücke schneiden, sodaß pro Stück zwei Blattansätze vorhanden sind. Die Stücke mit den festen Stielen beiseite legen, alles, was noch jung ist, wird separat aufgehoben.
3. Von den festen Rosmarinteilen die unteren Blätter abstreifen und mit den jungen Teilen aufheben.
4. Auf die Rosmarinstengel die Hühnerfleischstücke aufspießen. Dazu wird mit Hilfe eines Zahnstochers ein genügend großes Loch in die Fleischstücke gebohrt. Anschließend streift man das Fleisch auf den Spieß und streicht es in Wuchsrichtung der Blätter.
5. Optional kann man noch Scheiben von Knoblauchzehen zusätzlich aufspießen. Die Scheiben werden dazu genauso wie das Fleisch mit dem Zahnstocher vorbereitet.
6. Die Spießchen auf dem Holzkohlegrill oder im Backofen grillen, bis das Fleisch gar ist.

Beides war ziemlich viel Arbeit, aber die hat sich gelohnt.

Samstag, 15. Mai 2010

Doping mit Tatar

Das Ende der Urlaubswoche meiner Hausärztin rückt näher und damit auch der Test meines aktuellen Eisenspiegels. Bis vor fast 2 Wochen hatte ich, weil einer der Werte wieder arg im Keller war, Spritzen bekommen. Normalerweise wartet man dann eine Woche mit dem Test, aber da kam ja der Urlaub dazwischen.

Höchste Zeit, mal wieder etwas "Doping" zu betreiben. ;)


Etwa 130 g Tatar wurden mit einem Eigelb, etwas Salz und Pfeffer, einer kleingewürfelten Zwiebel und zwei kleingeschnittenen Gürkchen vermengt. Da das Fleisch keinen Geschmack anzunehmen schien, habe ich dann noch mit - gefühlt - reichlich Cayennepfeffer und etwas Balsamico nachzuhelfen versucht. Geholfen hat es nicht.


Aber wenigstens sieht es lecker aus. :)

Freitag, 14. Mai 2010

Nudeln mit Rindfleisch und Avocadomus

Es gibt eine Menge Premieren, die ich - trotz 13 Jahren Singleleben - küchentechnisch noch vor mir habe. Einer davon habe ich mich diese Woche gestellt: Rindfleisch kaufen.
Offenbar war's aber nicht nur für mich was neues ...

"Guten Tag, was kann ich für Sie tun?"
"Ich hätte gern Rindfleisch zum Kurzbraten."
"Oh, da weiß ich nicht, was das ist ... ich bin erst seit zwei Wochen hier." Die junge Azubine ruft hilflos nach ihrer Kollegin.
Ich sage mein Sprüchlein ein zweites Mal auf - und blicke wieder in ein ahnungsloses Gesicht.
"Da rufen wir mal den X, der ist im 3. Lehrjahr, der muß das wissen."
Besagter 3. Azubi zeigt auf das passende Fleisch, Azubine Nr. 2 erklärt mir, daß es Roastbeef und Braten gibt, ich entscheide mich für das Roastbeef und Azubine Nr. 1 wird angewiesen, wie zu kassieren ist, während das Stück Fleisch auf der Waage landet.
Ich fand das Stück inzwischen etwas groß und frage, ob ich nur die Hälfte haben kann.
"Nein, das geht nicht; ich könnte Ihnen aber eine Scheibe abschneiden." Sagt Azubine 2.
"Gut, dann nehme ich das so. Und dann hätte ich gern noch zwei Wellwürstchen."
"Was ist das?"
Ich zeige auf die Würstchen.
"Achso ... wollen Sie die mit Blutwurst oder die anderen."
"Mit Blutwurst."
Währenddessen ist mein Stück Roastbeef unbemerkt von mir wieder in die Auslage gewandert und der Drittjahres-Azubi wundert sich über den herumliegenden Zettel. Zwischendrin wird auch noch die Kollegin vom Käsestand abkassiert, die einen Käse für den Eigenbedarf mitnimmt.
"Noch etwas?", werde ich von Azubine 2 gefragt.
"Wo ist denn das Roastbeef?"
"Achso, das habe ich wieder zurückgetan, ich dachte, das wollten Sie nicht."
Letztlich habe ich dann doch den Laden mit Wellwürsten und Roastbeef verlassen können.

Zuhause wurden asiatische Eiernudeln gekocht und abgegossen, das Rindfleisch in dünne Streifen geschnitten und in Öl erhitzt, der Inhalt einer Avocadohälfte püriert und gewürzt, im Bratensatz etwas Thymian (die letzten Reste vom gerebelten) angeschwitzt, alles mit 3 Eßlöffeln Sesam gemischt und genüßlich verzehrt.

Sonntag, 2. Mai 2010

Hühnersuppe mit Ingwer

Mal wieder was schnelles: 4 Hühnerflügel ins heiße Wasser gegeben, während des Kochvorgangs eine Pastinake und eine halbe kleine Knolle Ingwer schälen und würfeln, die gekochten Hühnerflügel aus dem Wasser nehmen, Gemüsewürfel und etwas Sojasauce rein, 2-3 Minuten kochen lassen, dann 2 Eßlöffel Hirse dazu und die Temperatur nach weiteren 3 Minuten verringern.
Hühnerfleisch von den Knochen pulen, kleinschneiden. Wenn die Hirse den Eindruck macht, genug aufgequollen zu sein (nach etwa 10 Minuten), Herd ausschalten, Fleisch noch kurz in die Suppe geben, ggf. nachwürzen.

Mir war es zum Schluß zuviel Ingwer- und zuwenig Pastinakengeschmack.
Die Richtung stimmt aber.

Die Hirse war natürlich wieder wegen des Eisengehaltes dabei.