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Freitag, 6. Januar 2012

Rückkehr zu alten Eßgewohnheiten: Paprika und Frühlingszwiebeln aus der Pfanne

Ich glaube, ich muß Euch warnen.
Hier wird es jetzt noch minimalistischer als bisher schon.

Ich habe meine großen Teller (zusammen mit anderem Geschirr) in eine Kiste gepackt. Das hat den Grund, daß ich damit der Verlockung, größere Mengen zu produzieren, als ich als Einzelperson esse, entgehen will.
Klingt vermutlich gruselig, aber ich gehöre leider zu der Sorte Menschen, die bei ihrer Haushaltsführung nicht sehr konzentriert sind. Mit festen Mengen für eine Einzelperson zu rechnen, überfordert mich - je mehr Zutaten ein Gericht verlangt und je größer das Geschirr, in dem es zubereitet wird, umso größer die Gefahr, daß ich mich verschätze. Der zweite Teil des Problems ist, daß ich die entstehenden Reste dann auch nicht stehen lassen kann, zu tief ist "aufessen, was auf den Tisch kommt" bei mir eingebrannt. Daran sind übrigens weniger meine Eltern oder andere Verwandte schuld als ich selbst.

Aus der Einrichtung meiner ersten Wohnung ist mir ein Set aus zwei Frühstückstellern und -schüsseln erhalten geblieben. Die Schüsseln dienten mir schon damals vor allem als Geschirr für warmes Essen, und als solches haben sie gestern und heute ein Revival erlebt. In einer großen Pfanne wurden gestern dünne Scheiben vom Brokkoli (ohne die Röschen) und von einer Stange Lauch angebraten, mit Salz, Pfeffer und Raz el Hanout gewürzt, mit gehobelten Mandeln aufgepeppt und mit geriebenem Gouda gegessen. Heute abend haben zwei Paprika und ein Bund Frühlingszwiebeln das Schicksal von Brokkoli und Lauch geteilt.


Ein solches Vorgehen nimmt mir natürlich auch die Mühe, darüber nachdenken zu müssen, ob und wie ich eine Beilage zubereiten könnte. Die große Dichte von Suppen und Pfannengerichten in diesem Blog hat schon ihren Grund ... es ist noch gar nicht so lange her, da stand in meinem Kühlschrank immer eine Plastikdose mit vorgekochtem Reis oder Nudeln bereit. Und so muß ich wohl hiermit auch zugeben, daß ich eben doch mit klassischem Kochen überfordert bin.

Aber das wißt Ihr ja alle auch schon. :-)

Donnerstag, 7. April 2011

Nudeln mit Pfannengemüse, die x-te

Einfache Gerichte haben auch Tücken. Zum Beispiel die, daß man zu jeder sich bietenden Gelegenheit darauf zurückkommen kann. Du wolltest Krautfleckerl machen? Prima, schnell mal Nudeln kaufen gehen! Der dafür vorgesehene Kohl hat einen Fluß im Nahen Osten überquert? Kein Problem, es ist ja noch anderes Gemüse da!
Oh, Du wolltest eigentlich mal nur noch selbstgemachte Nudeln essen? Und hast es verworfen, weil es viel bequemer ist, die Küche nach dem Kochen nicht komplett aufzuräumen? Es paßt ja auch nicht mehr alles in den Vorratsschrank, sodaß Du Mehle, Zucker, Hülsenfrüchte und Reis in einen Korb ausgelagert hast in der Hoffnung, sie dort besser überblicken und schneller verbrauchen zu können.
Alles Sense! Funktioniert nicht! Du hast das mit dem Korb nämlich vor einem halben Jahr schon mal probiert! Und dann doch alles wieder in den Vorratsschrank geräumt, um später festzustellen, daß Du nicht mehr weißt, was darin alles untergebracht ist ...
Wie heißt es so schön: weniger ist mehr?

Die andere Tücke einfacher Gerichte: sie nehmen einem die Zeit, anderes auszuprobieren. Ade, schöner Traum von leckeren Hühnerbeinchen aus der Pfanne, die nicht nur mal eben in Öl gebadet haben. Ade, liebe Rouladen und Involtini. Ade, schöner Traum, endlich Kochen zu lernen. Ihr müßt leider alle weiterhin warten ...

Die Sache mit dem gästetauglichen Kochen ist offenbar ein Henne-Ei-Problem. Ohne Mitesser kein Bedarf für aufwendiges Essen und wechselnde Gerichte, aber auch: keine Mitesser, wenn nicht ein gewisser Standard eingehalten wird. Im Zweifelsfall der, den man in der eigenen Familie kennengelernt hat. Dort habe ich allerdings in der Schulzeit nie mitgekocht. (Behaupte ich jetzt, ohne Gewähr. Tütensuppen und Aufgußterrinen zählen nicht.)

Zwei befreundete Nähbloggerinnen haben in den letzten Tagen unabhängig voneinander (und mit unterschiedlicher Intention) Bilder einiger z.T. älterer Werke online gestellt:
Snowlady
tuahadedana

Ich behaupte ja, ich könnte nähen (genauso wie ich behaupte, ich könnte kochen), aber an meinem Qualitätsbewußtsein könnte man wohl noch drehen. Gerade denke ich nämlich mal wieder, daß ich - um mal eine Metapher zu bemühen - lieber nach einem Drittel des Weges stehenbleibe, anstatt zu schauen, wie die Aussicht von ganz oben ist.

Zurück zu den Nudeln:
In aller Einfachheit werden dann also 3 Zwiebeln, eine halbe Aubergine und eine halbe Paprika kleingeschnitten, während die Nudeln im heißen Wasser bereits kochen. Die Gemüsewürfel werden in heißem Öl gebraten, gewürzt, es wird mehr Öl nachgegossen, der Frischkäse aus dem Kühlschrank geholt, 3 Teelöffel davon unter das Gemüse gerührt, die eine Hälfte Nudeln auf einem Teller angerichtet, die andere separat mit Pesto vermischt. Schnell ein Foto gemacht:


Dann den Rest des Pfanneninhaltes auf die Nudeln geschaufelt, gegessen, das Verlosungsvideo angeschaut, halbgesättigt zurück in die Küche geschlichen und schließlich noch über die Portion Nudeln mit Pesto hergefallen, die eigentlich für ein bento-ähnliches Mittagessen gedacht waren.

Ob ich mich wohl morgen früh aufraffe, wenigstens noch ein bißchen Gemüse zum Mitnehmen vorzubereiten?

Dienstag, 5. April 2011

Abendgemüse aus der Pfanne

Wenn abends der kleine Hunger lacht ... dann hüpfen schon mal eine Paprika (in Würfel geschnitten) und zwei Zwiebeln (in Viertelringen) ins heiße Olivenöl, um sich von allen Seiten zu bräunen, werden mit Salz und Cayennepfeffer abgeschmeckt und 5 Blätter Chinakohl (in Streifen geschnitten) dürfen sich auch noch in der Pfanne aufwärmen, bevor angerichtet und schnabuliert wird.


Schön schnell und unkompliziert.

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Mittwoch, 12. Januar 2011

Die Kapitulation: Mittagessen ohne Nudeln

Ich habe überlegt, ob ich das hier schreiben soll, aber eigentlich will ich es auch nicht verschweigen: ich habe heute kapituliert. Oder besser gesagt: nicht erst heute, sondern schon vor ein paar Tagen.
Denn irgendwie war die Motivation, sich um den Nudelteig zu kümmern, nach der Suppenaktion am Freitag, ganz weit weg. :(
Und so wanderte der Rest des Teiges zurück in den Kühlschrank, was er aber nicht überlebt hat (der Teig, nicht der Kühlschrank).
Heute werde ich ihn wohl wegschmeißen müssen. *grummel* *schäm* *ganzkleinwerd*

Dabei hatte ich gestern Pesto gekauft. (Fertiges. Im Supermarkt. *noch mehr schäm*)
Weil ich heute den Mut zusammen nehmen und endlich den Teig verarbeiten wollte. Aber der sieht halt überhaupt nicht mehr ansehnlich aus ...

Deshalb gab es heute mittag das, was ich eigentlich am Wochenende mit den Nudeln zubereiten wollte: gebratene Leberstreifen mit Paprikagemüse.


Da ich gefühlt reichliche 100g Leber sowie zwei Zwiebeln und zwei Paprika verarbeitet habe, war es auch so genug zu essen.

Ob in der gebratenen Paprika noch genug Vitamin C drin ist, damit dieses Gericht als eisenmangeltauglich durchgeht, weiß ich nicht. Mit etwas Petersilie oder Brokkoli dazu und einem Glas Johannisbeersaft ist es sicher noch wertvoller.

Montag, 10. Januar 2011

Sonntagabendpfanne

So was könnte es auch unter der Woche geben, wenn es mittags schnell gehen muß.

Eine Zwiebel wird geschält und in Würfel geschnitten.
Eine Paprika und ein Stück Stangensellerie werden von den Ansätzen befreit und ebenfalls in Würfel geschnitten.
Das Gemüse darf mit Salz und Pfeffer gewürzt in Öl anbraten, während ein Stück Leber in Streifen geschnitten wird.
Als letztes kommen Scheiben von vorgekochten Kartoffeln hinzu und, sobald die Kartoffeln auch warm sind, ein verquirltes Ei.

Zum Servieren kommen noch ein paar Kräuter obendrauf.


Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Zweimal Nudeln aus der Pfanne

Auf dem Darmstädter Wochenmarkt gab es in den letzten Wochen einen Stand mit (für mich) exotischen Pilzen. Selbstgezogene Austernpilze, Kräuterseitlinge, Champignons, Shiitake, Parasolpilze und eben auch Rosen- und Limonenseitlinge. Letztere haben es mir vor einer guten Woche angetan. Das mit Blitz geschossene Bild gibt ihre Farbe nur unzureichend wieder.


Zusammen mit Zwiebelwürfeln und vorgekochten Nudeln durften sich die Pilze, nachdem sie geputzt und kleingeschnitten waren, in der Pfanne aufwärmen. Später kam gerebelter Bärlauch dazu. Zur Deko habe ich noch grünen Pesto-Gouda gerieben und untergemengt.


Heute mittag gab es dann nochmal dieselben Nudeln, aber mit Currygemüse. Dazu habe ich zwei Handvoll TK-Bohnen und eine gewürfelte Paprika mit Currypulver und kleingewürfeltem Ingwer in der Pfanne angebraten, Nudeln und 5 Teelöffel Sesam zugegeben, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und abschließend noch 4 Eßlöffel Joghurt untergerührt.


Wer sagt denn da noch, daß Wintergerichte farblos sein müssen? ;)

Montag, 29. November 2010

Außer Konkurrenz, Teil 1: Bunter Feldsalat

Letzte Woche hatte Päm ihren Beitrag zu Woche 12 des Quiz bei No Kitchen for Old Men gepostet: Capuns mit Birnen-Kartoffelpüree und Feldsalat-Pesto.

Ich hatte mir daraufhin die Zutatenliste bei NKFOM angesehen und war auch sofort motiviert, mich da ebenfalls zu beteiligen.
Leider lief dann das Quiz (oder Teil 12 davon) schneller aus als ich das Gedachte umsetzen konnte. Und irgendwie machte es für mich dann auch keinen Sinn mehr, mich nur an diesem einzigen Teil beteiligen zu wollen ...

Deswegen koche ich jetzt außer Konkurrenz mit einigen oder fast allen aufgeführten Zutaten, nehme mir aber die Freiheit, sie so zu kombinieren, wie es mir paßt. Also sind gegebenenfalls auch Zutaten dabei, die nicht in der ursprünglichen Liste stehen.

Los geht es mit einem bunten Feldsalat:


Zu den Salatblättern, den Paprikastücken und den Sonnenblumenkernen kamen noch Schafskäsewürfel und ein Dressing aus Balsamicoessig, Pflanzenöl, Salz und Pfeffer.


Ich glaube, ich könnte momentan täglich Feldsalat essen.