Posts mit dem Label Italienisch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Italienisch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 14. Februar 2011

Ein Award und neue Lieblingsgerichte

Lilly von Mini Küche hat mir einen Award verliehen. Darüber freue ich mich sehr, muß aber trotzdem sagen, daß ich ihn nicht weitergeben werde. Fast alle Blogs, die mir für's Weiterverteilen einfielen, sind schon "versorgt". Andere lehnen Awards ab. Und irgendwie habe ich gerade gar nicht die Motivation, 15 neue Kochblogs zu suchen ...


Also beschränke ich mich jetzt auf die 7 Fakten zu mir:
1. Ich trinke keinen Kaffee, deshalb müssen Gäste sich bei mir anderweitig mit Kaffee versorgen oder löslichen Kaffee mitbringen. (Hat bisher immer geklappt.)
2. Bei dem, was andere kochen, bin ich kritischer als bei mir selbst.
3. Das schöne an Musik ist, daß man zu ihr tanzen kann.
4. Ich bin seit einiger Zeit ein großer Fan von Temple Grandin.
5. Ich glaube nicht an Low Carb-Diäten.
6. Ich habe Bammel davor, mit Streichhölzern zu hantieren.
7. Den Namen Hesting verdanke ich meiner Liebe zu Island. Ich war allerdings noch nie dort.

Aber eigentlich wollte ich ja was über neue Lieblingsgerichte schreiben. In der letzten Woche sind nämlich zwei solche im Netz aufgetaucht. Und da bin ich dann von meinem Vorsatz, nur noch selbstgemachte Nudeln zu verarbeiten, abgewichen. *zugeb*

Das erste Rezept kommt von Päm: Fenchel-Orangen-Pasta.
Meine Variationen: Apfelsaft statt Orangensaft, Frischkäse statt Mascarpone, Bärlauch statt Fenchelsamen.
Es war trotzdem ausnehmend lecker.

Das Gemüse in der Pfanne:


Und so sehen 2 Portionen Nudeln mit Fenchel aus:


Ein anderes wunderbares Gericht hat letzte Woche Jutta Lorbeerkrone veröffentlicht: Spaghetti Carbonara alla romana. Dieses Gericht hatte ich schon lange auf meiner imaginären Nachkochliste, und da ich ja eh schon Spaghetti gekauft hatte, hatte ich jetzt auch keine Ausrede mehr. Im Unterschied zu Jutta habe ich aber auf die Knoblauchzehen verzichtet und das Ei kurz in der Pfanne mit den Schinkenstreifen stocken lassen. Das Ergebnis sah dann so aus:


und war auch wieder unglaublich lecker. Ein dickes Dankeschön an Euch beide, Päm und Jutta!

Mittwoch, 19. Januar 2011

Nudelsession Nr. 2

Neben Backen und Flohmarkt stand am Wochenende auch noch die Verwertung eines eingefrorenen Nudelteiges an.
Ja, ich hätte das auch nicht gedacht, daß mein erster Nudelteig aus Hartweizengrieß - noch im alten Jahr angerührt - gleich zum Testobjekt wird, was das Einfrieren und Auftauen angeht.
Zum Glück hat er es sehr gut überstanden.

Das Rezept war, wie auch hier schon, das für selbstgemachte Orecchiette von lamiacucina.

Eingefroren wurde der Teig am 28.12.2010, am 14. Januar habe ich ihn aus dem Tiefkühlschrank geholt und erst 3-4 Stunden bei Zimmertemperatur antauen lassen, bevor ich ihn wieder in den "normalen" Kühlschrank gab.

Verarbeitet habe ich den Teig am späten Samstagnachmittag (15. Januar), was sehr problemlos ging. Ausrollen:


Ich wollte unbedingt Förmchen ausstechen. Daran hat Christina Schuld, weil ihre Bäumchen so verführerisch aussehen.

Die vor dem Weihnachtsfest genau zu diesem Zweck gekauften Metallförmchen hatte ich allerdings nicht dabei, sodaß ich auf die Plastikformen im elterlichen Haushalt zurückgegriffen und mich schlußendlich für Herzen entschieden habe.

Nach dem Ausstechen:


Den Teigrest, für den sich das Ausrollen nicht mehr lohnte, habe ich zu Spaghetti gerollt. Zweckentfremdung eines Handtuchhalters:


Am Samstagabend durften die Herzen dann trocknen, am späteren Abend habe ich sie einmal gewendet, so blieben sie dann in der Küche, bis ich sie am Sonntagvormittag verpackt habe.

Eine Hälfte der Nudeln habe ich gestern abend gekocht und mit Pesto gegessen.


Sehr lecker!

Donnerstag, 6. Januar 2011

Selbstversuch mit Orecchiette

Ich hätte gern einen positiveren Titel gewählt, aber den hat dieser Post nicht verdient. Nicht nach diesem Küchen-Schlamassel.

Aber ich erzähle mal von Anfang an.

Erinnert sich noch jemand an das Care-Paket, das Päm mir im Herbst geschickt hat?
Für die Bohnen hatte ich ja ziemlich schnell Verwertung; den Zaunpfahlwink, jetzt mal endlich "ordentliche" Nudeln zu machen, hatte ich aber offenbar übersehen. Das gebe ich ganz verschämt zu.

In der Vorweihnachtszeit habe ich dann immer mal wieder das Päckchen feinen Hartweizengrieß zu meinen Eltern mitgenommen, mit dem Plan, Nudeln herzustellen, die ich zusätzlich zu den Cantuccini verschenken könnte. Und jedes Mal reiste das Päckchen wieder mit mir zurück.

Letzter Anlauf direkt vor Weihnachten. Dazu, vorher Nudeln zu machen, komme ich nicht, also setze ich nach unserer Rückkehr einen Teig an. Nach dem Rezept von Robert. Mit der kompletten Menge. Gelingt gefühlt sogar ziemlich gut. Zumindest fühlt sich der Teig gut an.
Und dann muß ich den Teig doch unverarbeitet zurücklassen.
Ob er eingefroren wurde, weiß ich bis heute nicht - ich hoffe es einfach mal ...

Also reist das - nun angebrochene - Packerl wieder mit nach Darmstadt. Und nachdem Silvester vorbei, die Küche wieder aufgeräumt ist, kann ich auch endlich den nächsten Versuch wagen. Diesmal mit halber Menge. Erstmal schauen, wieviel dabei herauskommt.
Kurzfristige Verwirrung: der Teig ist zu flüssig. Mehr Grieß dazugeben bringt ihn auf die gewünschte Konsistenz. Und dann erweist sich der Eßlöffel Öl, in dem ich den Teig rolle, auch wieder als "zuviel Flüssigkeit".
Egal. Ab in den Kühlschrank damit.

Am nächsten Tag - also gestern - knete ich tatsächlich noch 2 Eßlöffel Grieß unter. Nehme dann die Hälfte ab, fange an, auszurollen. Denke: Stop, falsche Baustelle. Du wolltest doch den Teig abschneiden ... Du hast doch gar kein Schnapsgläschen da ...




Sei's drum. Nach etwas Suchen findet sich ein leeres Gewürzgläschen mit zumindest passendem Durchmesser der Öffnung. Das Ausstechen damit klappt nicht wirklich. Nach zwei Versuchen gebe ich auf.


Ich knete das bereits ausgerollte Teigmonster wieder zusammen. Nehme noch einmal die Hälfte ab und gebe die anderen drei Viertel des Teiges zurück in den Kühlschrank. Eigentlich wollte ich ja eh nicht mehr als die beiden Deckel der Salatschüssel mit den Nüdelchen belegen, denn danach wird es mit glatten Unterlagen eng ...

Aber, oh Schreck, das Abschneiden des Teiges funktioniert auch nicht wirklich. Vor mir liegen zusammengedrückte Halbmonde. (Später schaffe ich es immerhin, bei sehr langsamem Schneidetempo runde Scheiben zu bekommen. Es geht also! Aber es bleibt ein Glücksspiel.)


Ich habe ein gewisses Bild im Kopf, wie die Nudeln über dem Daumen geformt werden könnten. Ich probiere es aus, versuche, ein Stück Teig über dem Daumen in sinnvoller Weise zu verbreitern. Der Teig klebt.

Ich habe keine Lust, weiter zu experimentieren, wieviel Grieß noch an den Teig muß oder könnte. Die Form der Nudeln ist mir jetzt egal, Hauptsache, die Verteilung des Teiges ist einigermaßen homogen. Ich lege die Teigstückchen auf den Gummideckel von Schüssel 1 und klopfe so lange auf ihnen herum, bis die Teigdicke so ist, wie ich denke, daß sie sein sollte.


Ich verteile die Teigstücke auf den zwei Plastikdeckeln und meinem Campingteller, die ich auf das Fensterbrett oberhalb der Heizung lege. Es ist früher Nachmittag.


Am Abend sind die Nudelstücke zum Brechen hart. Ich nehme sie von der Heizung, lege sie auf den Tisch, sodaß sie immer noch im Warmen sind, aber nicht so nahe an der Hitze.

Am nächsten Morgen sind die meisten Nudeln zerbrochen. Von den Plastikdeckeln haben sie sich gelöst, nur diejenigen auf dem Campingteller sind anderer Meinung.

Ich setze Wasser für die Nudeln auf. Hole tiefgekühlten (und durch Lagerung im normalen Kühlschrankbereich aufgetauten) Brokkoli hervor. Lasse diesen in gesalzenem Wasser kurz aufkochen, gieße ab, püriere, gebe zweieinhalb Teelöffel Frischkäse und zwei Eßlöffel vom Kochwasser der inzwischen halbgaren Nudeln hinzu und schmecke mit Salz und Pfeffer ab. (Hmmm! Brokkolisüppchen, ich komme!)

Nach etwa 15 Minuten halte ich die Nudeln für gar genug, um sie ebenfalls abzugießen.


Schnell abgeschreckt, dann werden sie unter die Brokkolicreme gerührt. Ich weiß, andersherum wäre möglicherweise präsentabler gewesen. Wenn die Nudeln eine gescheite Form hätten ...



Bleibt jetzt nur noch das Problem, was ich mit dem Rest vom Teig mache. Maultaschen mit Gemüsefüllung? Pasta e fagioli? Irgendwas süßes?
Es ist definitiv genug für 4-5 Rezepte da.

Ich mag gar nicht an die größere Teigmenge bei meinen Eltern denken ... da müssen dann wohl doch die Ausstecher ran.

P.S.: Eine Videoanleitung für das richtige Formen von Orecchiette gibt es unter anderem hier.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Wenn zwei sich nicht mögen: Risotto mit Pilzen und Möhren

Man nehme: 2 Parasolpilze, 3 Möhren, zwei Zwiebeln, einen halben Kaffeebecher Risottoreis und was man sonst noch so braucht: Öl, Gemüsebrühe, Weißwein, Salz, Pfeffer, später evtl. Käse ...

Man schäle und würfele die Zwiebeln, um sie anschließend mit Scheiben von den geschälten Möhren anzubraten.

Nach 10 Minuten gebe man den Reis dazu, lasse ihn ebenfalls einige Minuten anschwitzen und gieße dann mit ca. 550ml Gemüsebrühe auf.

Während der Inhalt der Pfanne oder des Topfes vor sich hinköchelt, darf man schon mal den Wein aufmachen, sich 250ml einschenken und den Geschmack des jungen Rieslings (ein halbtrockener 2009er aus Rheinhessen) genießen.

Zwischendurch immer mal rühren, die in mundgerechte Stücke geschnittenen Pilze zugeben und hoffen, daß der Reis genug Flüssigkeit aufnimmt, um auch noch seinen persönlichen Anteil am Wein zu bekommen.

Wenn sich zehn Minuten später herausstellt, daß die Menge der Gemüsebrühe zusammen mit der Flüssigkeit aus den Pilzen ein eher suppiges Risotto ergibt und eine Zugabe von Wein nicht notwendig ist, sollte man ggf. das Glas Wein ganz ganz weit aus der eigenen Reichweite verbannen. Es könnte nämlich sein, daß sich Gericht und Wein partout nicht miteinander vertragen wollen, was ihre Aromen angeht.

Da man sich ja aber eh schon auf das Experiment eingelassen hat, kann man den inzwischen fertig gegarten Risotto nun auch auf den Teller geben und - bestreut mit grünem Pestokäse - fotografieren und genießen.


Idealerweise sollte man sich nicht über die pilzsuppenartige Konsistenz und Geschmacksnote wundern, sondern sich viel mehr freuen, daß ein neues definitives Ziel in greifbare Nähe gerückt ist: die erste eigene Pilzsuppe.

Ob mir die Motivation dazu bis zum nächsten Herbst erhalten bleibt?
Eigentlich ist die Pilzsaison ja vorbei ...

Montag, 25. Oktober 2010

Italienische Woche 2: Ein Ende mit Reis und Erbsen

Zum Abschluß der zwei Italien-Wochen gibt es heute Erbsen und Reis. :)
Eigentlich hatte ich Erbsen mit Prosciutto geplant, aber Bauchspeck geht, glaube ich, nur mit sehr viel Phantasie als Schinken durch.
Glücklicherweise bin ich auf der Suche nach Rezepten mit Erbsen auf den Blog Genussmousse und das dortige Rezept Risi e bisi gestoßen.
Da ich allerdings immer noch an regelmäßig vorhandener Hühnerbrühe scheitere, bin ich vor dem Kochen dann noch auf die Suche nach weiteren Rezepten gegangen. Und habe mich schlußendlich vor allem an diesem Rezept bei essen & trinken orientiert. Nachdem ich den bei Genussmousse erwähnten Bauchspeck angebraten hatte. ;)


Ja, ich weiß, das letzte Bild war schöner. ;)
Und der Parmesan fehlt schon wieder.

Morgen geht's dann mit Gerichten aus deutschen Landen weiter.
Vermutlich mit noch etwas weniger Qualität als in den letzten Tagen, aber ich scheine ja so langsam eh alle Mitleser vertrieben zu haben. ;)

Sonntag, 24. Oktober 2010

Italienische Woche 2: Pasta e fagioli im Schnellverfahren

Auch heute ein bißchen freestyle: eine schnelle Version von Pasta e fagioli. Orientiert habe ich mich an den Rezepten von Mestolo und Effilee.

Ich habe die Cannelini-Bohnen aus Päms Care-Paket vorgekocht und 2 Nächte und 2 Tage im Kühlschrank aufbewahrt.
Heute mittag (vielmehr: am frühen Nachmittag) habe ich den Rest der grünen Tagliatelle-Nester in Salzwasser gekocht. Ich habe anschließend eine kleine Sellerieknolle geschält, gewürfelt und mit gerebeltem Rosmarin in Öl angebraten. Dazu kamen eine kleingeschnittene Knoblauchzehe und zwei in Scheiben geschnittene Möhren. Nach 5 Minuten habe ich die Bohnen und noch eine Minute später eine Dose Tomaten dazugegeben. Ich habe mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und noch etwas Cayennepfeffer drübergestreut. Zusammen hat das Gemüse etwa 20 Minuten gekocht. Zum Pürieren war ich dann zu faul.


Von der Konsistenz und Menge her hätte ich auch gut auf die Nudeln verzichten können. ;)

Samstag, 23. Oktober 2010

Italienische Woche 2: Insalata di ferro

Für das gestrige Abendessen stand ein Rezept von Jutta Lorbeerkrone Pate: Insalata di ferro, zu deutsch: Eisensalat.

Ich habe statt der Linsen vorgekochten Dinkel verwendet und statt des Spinats und Lauchs die bei mir allgegenwärtige glatte Petersilie. Das Dressing habe ich aus Honigsenf, Weißweinessig, Pflanzenöl, Salz und etwas Pfeffer angerührt. Auf die Zwiebel habe ich auf Faulheitsgründen verzichtet.


Sehr schön lecker und farbig. :)

Ich wünsche Euch einen schönen Samstag!

Freitag, 22. Oktober 2010

Italienische Woche 2: Pfannenpizza nach Zwiebelkuchenart

Vor genau einer Woche war Einsendeschluß beim Koch-Blog-Event The Real Deal. Am Montagabend gab es die Zusammenfassung und seitdem lacht mich immer mehr das Pfannenpizza-Rezept an, das Lilly für dieses Event vorgestellt hat.
Entscheidend dazu beigetragen hat auch Steph mit ihrem Rezept für Zwiebelkuchen. Das Verlangen wurde immer größer, schließlich ein 5 kg-Sack Zwiebeln im Supermarkt gefunden, Bauchspeck mitgenommen und auch Frischhefe.

Also wurde gestern abend Pizzateig angerührt (mit 630er-Dinkelmehl), gute 30 Minuten auf der Heizung stehen gelassen, 5 Zwiebeln geputzt und gewürfelt, Bauchspeck ebenfalls gewürfelt. Teig noch mal durchgeknetet, halbiert. Eine Hälfte Teig abgenommen und stümperhaft ausgerollt (die runde Form mußte man sich etwas dazudenken). Den Teigfladen ins langsam erwärmende Öl gegeben und unter dem Pfannendeckel bei mittlerer Temperatur garen gelassen. Währenddessen waren die Speck- und Zwiebelwürfel in der kleineren Pfanne auch schon gar und nach dem Wenden des Brotfladens durften sie auf die schon gebackene Teigseite überwechseln.

Dabei stellte sich heraus, daß die Pizza einen kleinen Moment zu lang gebacken war: die Unterseite, die jetzt zur Oberseite wurde, war bereits sehr fest, zu fest, um noch eine Verbindung mit dem Belag einzugehen. Ich bekam zwar später beides zusammen aus der Pfanne, aber beim Essen trennten sich dann beide Bestandteile wieder voneinander.


Da die Zwiebel-Speck-Mischung auch nur für einen Pizzafladen ausreichte, habe ich die zweite Teighälfte erst ein wenig ausgerollt, dann mit den Fingern langsam und sorgfältig auseinander gezogen (das kam mir übrigens wie eine Übung fürs Strudelbacken vor) und in fingerfoodtaugliche Stücke geschnitten. Der Teig war bei diesen dünner als bei der Pizza. Ich habe sie ebenfalls in Öl ausgebacken und abkühlen lassen.
Diese Pizzabrotstücke habe ich heute morgen als Frühstück genossen, zusammen mit etwas Orangensaft. Sie waren noch schön knusprig, aber nicht zu hart.

Auf diese Art und Weise noch einmal Pizzabrot zu machen, kann ich mir gut vorstellen (es ist ja auch noch ein halber Hefewürfel da); der Zwiebelkuchen hingegen darf weiterhin aus dem Backofen kommen.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Italienische Woche 2: Foodfreaks Möhrenrisotto

Heute mal wieder Resteessen: Möhrenrisotto nach einem Rezept von Foodfreak. Bei mir ohne Fisch, ohne Parmesan und auch ohne Zitronenaroma. Dafür darf eine Prise Cayennepfeffer etwas Schärfe beitragen.

Feine Brunoise-Würfel (mit Schneidegerät):


Der Rest der zwei verwendeten Möhren wurde in Scheiben gekocht und püriert; das aufgefangene Wasser durfte dann in den Risotto einziehen. Sowohl Möhrenwürfel als auch Püree haben nur die halbe Garzeit mitgenommen.

Die ganze Pracht auf dem Teller:

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Italienische Woche 2: Nudeln mit Lauch und Pangrattato

Noch ein Rezept, das mir am Herzen lag.

Ich hatte nach einem Rezept mit Lauch gesucht (eins, das kein Risotto ist ;)), und wurde bei Veganitäten fündig: Linguine mit Lauch und Waldpilz-Walnuß-Pangrattato. Das Rezept stammt im Original von Jamie Oliver und ist in englischer Sprache hier zu finden.

Da ich ja Rezepte aus anderen Blogs nachkochen will, habe ich mich auch an das vegane Rezept gehalten. Lediglich die Walnußkerne habe ich durch Sonnenblumenkerne ersetzt.

Zwei Handvoll grüne Tagliatelle habe ich in Salzwasser gekocht, eine Stange Lauch geputzt und in dicke Ringe geschnitten, etwas Weißbrot und getrocknete Steinpilze mit dem Zauberstab kleingemixt. Da das Brot ein wenig angetrocknet war, habe ich es zuerst mit etwas Wasser püriert und dann erst die Steinpilze dazugegeben. Ein kleiner Fehler, denn das Pangrattato wurde nicht so locker-krümelig, wie es mit frischem Brot vielleicht gewesen wäre.

Die Lauchringe habe ich zusammen mit kleinen Würfeln von frischem Knoblauch und etwas gerebeltem Thymian angebraten, dann mit einem guten Schuß Balsamicoessig abgelöscht. Und stand instantan in einem Nebel, der stark nach eben dem Essig roch. Hätte ich nur mal genauer in das Originalrezept geschaut und gleich zur (ohnehin geöffneten) Weinflasche gegriffen!
Ich goß noch eine Tasse Wasser hinterher und gab eine Ecke von einem Gemüsebrühwürfel hinzu, ließ alles zusammen köcheln und wand mich wieder dem Brot-Pilz-Gemisch zu, das auch noch in die Pfanne mußte. Jenes schlug ich mit einer Kuchengabel so klein, wie es mir möglich war und gab nach der halben Garzeit auch noch die Sonnenblumenkerne (zwei Handvoll) dazu, damit diese auch noch etwas anrösteten.

Anschließend habe ich Nudeln, Lauchgemüse und Pangrattato übereinander angerichtet. Sieht nicht schön aus, ist aber eßbar.


Mein Lieblingslauchgericht wird es trotzdem nicht werden, dazu hat mich der Geschmack zu wenig überzeugt. Vom Essig ist zwar kaum etwas zu spüren gewesen, aber das war auch nicht der einzige Punkt, der mich gestört hat.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Italienische Woche 2: Käseravioli nach einem Rezept von Hannah Toups

Huch, heute ist ja schon wieder Dienstag.

Ich glaube, ich muß die zweite Italien-Woche ausrufen, denn ich habe noch soviele Gerichte auf der Liste, die ich nachkochen will.

Zum Beispiel die Ravioli mit Ricotta-Füllung von Hannah Toups.

Eigentlich ein Unding, sowas ohne eine Nudelmaschine machen zu wollen. Aber nachher ist frau immer schlauer.
kn Ei und etwas Salz, knete das ganze schön durch und gebe es dann in Alufolie in den Kühlschrank, damit der Teig eine Stunde ruhen kann.
Zwischendurch stelle ich fest, daß die Pilze, die ich gern mit in die Füllung getan hätte, nicht mehr verwertbar sind. Ich schneide eine Handvoll Schnittlauch in dünne Scheiben und vermenge ihn mit etwa 100g Ricotta und einer gewissen Menge Pfeffer.
Statt Speck schneide ich eine rote Paprika in Würfel und lasse sie in der Pfanne kurz anschwitzen, während ich die Nudeln fülle und kochen lasse, bis sie im heißen Salzwasser nach oben steigen. Anschließend dürfen auch die Nudeln für einige Minuten in die Pfanne und sich bräunen.

Zum Schluß gebe ich noch ein paar grob zerschnittene Salbeiblätter in die Pfanne (für 2-3 Minuten), bevor ich alles anrichte.


Ich fürchte, von richtigen Ravioli bin ich noch ein gewisses Stück Weg entfernt.

Montag, 18. Oktober 2010

Italienische Woche: Gurkenrisotto nach "Low Budget Cooking"

Das heutige Rezept habe ich bei Low Budget Cooking gefunden: Gurkenrisotto. Ich koche es etwas abgewandelt nach - in der Pfanne.

Für zwei Portionen schäle ich eine ganze Salatgurke und schneide sie in kleine Würfel.


Auch eine kleine Zwiebel und eine zehe frischer Knoblauch werden kleingewürfelt.
Ich messe 130g Arborio-Reis ab und stelle sie beseite.
In der Pfanne sind inzwischen 2-3 Eßlöffel Öl warmgeworden.
Ich gebe erst Zwiebel- und Knoblauchwürfel und dann, als die Zwiebel glasig ist, den Reis dazu.
Alles darf 2-3 Minuten anbraten, dann kommen die Gurkenwürfel hinzu und kurz darauf 350 ml Wasser und einen Gemüsebrühwürfel, den ich unterrühre. Ich drehe die Temperatur ein wenig nach oben, um die Mischung kurz aufkochen zu lassen, und dann wieder herunter.

Eigentlich hatte ich gedacht, das Wasser würde nicht reichen, zumal im Originalrezept mehr Wasser angegeben ist. Doch die Gurken geben jede Menge Flüssigkeit ab. Ich rühre ca. 10 Minuten immer mal wieder um und drehe dann, da der Reis gut quillt und die Flüssigkeit immer noch blubbert, die Temperatur weiter herunter.

Ein paar Stiele Dill werden aus dem Gemüsefach des Kühlschrankes geholt, die Blätter abgezupft und kleingeschnitten.
Dann öffne ich eine Dose kleine Krabben und lasse sie abtropfen.

Dann wieder rühren. Viel Flüssigkeit ist jetzt nicht mehr da, aber immer noch genug, um von weiteren Flüssigkeitszugaben abzusehen. Ich schmecke mit Pfeffer ab und drehe die Temperatur noch ein Stück herunter.

In einer separaten Pfanne brate ich die Krabben in Öl kurz an und richte sie dann auf dem Risotto an.


Das Endergebnis sieht mehr nach Gurkensuppe als nach Risotto aus, schmeckt aber vorzüglich und macht einen sehr gehaltvollen Eindruck. Die Basilikumblättchen passen sich geschmacklich sehr gut ein.
Ich weiß nicht, wie sich Parmesan, Zitronengeschmack und Sahne hier eingefügt hätten. Mir scheint das Gericht so komplett zu sein und ich kann es mir als Beilage zu einem nicht so fetten Fisch oder größeren Meeresfrüchten gut vorstellen.

Samstag, 16. Oktober 2010

Italienische Woche: Fladenbrot mit Käse nach E. Witzigmann

Anläßlich des heutigen Welttag des Brotes möchte ich heute ein Rezept aus diesem Buch vorstellen:



Ich mag die Rezepte in diesem Buch, leider ist es inzwischen nicht mehr im Bahnhofsbuchhandel zu haben (jedenfalls nicht dort, wo ich unterwegs bin). Also greife ich auf das Exemplar aus dem elterlichen Haushalt zurück.

Olivenölbrot mit Käse

Für ein Brot:

1. 15 g Trockenhefe und 1 TL Zucker in 100ml warmem Wasser verrühren, etwas gehen lassen, bis die Mischung schäumt.

2. 350g Weizenmehl 550 mit 1 TL Salz vermengen. 1 EL Öl, die Hefemischung und das restliche Wasser zugießen und alles zu einem glatten Teig rühren. Diesen auf bemehlter Arbeitsfläche 4 Minuten lang kneten.

3. Den Teig in 2 gleichgroße Stücke teilen und jedes ca. 6 mm dünn ausrollen. Einen Kreis auf ein rundes gefettetes Backblech legen, 200g kleingewürfelten Pecorino oder einen ähnlichen Käse sowie etwas zerstoßenen Fenchelsamen darauf verteilen.

4. Den zweiten Teigkreis darüberlegen, die Ränder gut zusammendrücken, damit die Füllung beim Backen nicht ausläuft.

5. Den oberen Teigkreis mit einem scharfen Messer mehrere Male leicht einritzen. mit 2 EL Olivenöl bestreichen.

6. Den Teig mit den Fenchelsamen bestreuen und 20-30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

7. Den aufgegangenen Teig 30 Minuten im vorgeheizten Backofen (200 Grad Ober-/Unterhitze) backen. Sofort sevieren.

Ein halbes Fladenbrot in der Alufolie:


Meine Änderungen: bis auf Salz, Öl und Zucker habe ich nur mit der halben Menge der Zutaten gearbeitet, es hat trotzdem für eine Quicheform von etwa 24 cm Durchmesser gereicht. Statt des Fenchelsamens ist getrockneter Rosmarin zum Einsatz gekommen und statt Weizenmehl eine Mischung aus Dinkelweiß- und Dinkelvollkornmehl (Verhältnis 4:1). Auch habe ich den Käse für die Füllung (wieder einmal der bewährte Parmesangouda) gerieben, nicht nur in kleine Würfel geschnitten.
Meine Vorkoster und ich fanden es lecker. Noch ein Brot, das ich sicher nicht zum letzten Mal gebacken habe.

Und ja, es schmeckt auch an den Folgetagen noch sehr gut, zum Beispiel zu Panzanella. :)



Das Banner darf auch hier nicht fehlen:

World Bread Day 2010 (submission date October 16)


Viel Spaß beim Nachbacken, es lohnt sich!

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Italienische Woche: Minestrone frei Schnauze

Angefangen hat alles hiermit:


Ich hatte ohnehin geplant, noch ein zweites Gericht für das Event The Real Deal bei 1x umrühren bitte einzureichen. Geplant war ein Nachbau eines TK-Fertiggerichtes, das eigentlich erfreulich zusatzstoff-frei ist (kein Hefeextrakt, keine extra Würzmittel etc.) und darum vielleicht gar nicht so als Kandidat in Frage kommt.
Tja und dann wanderte Anfang der Woche ziemlich viel Gemüse mit mir nach Hause und die Verkäuferin schmuggelte mir das oben abgebildete Döschen mit in meinen Einkauf. O_O
Natürlich nicht so nackt, sondern mit einem Stück Papier obendrauf:



Ein Blick in die Zutatenliste weckte in mir die Motivation, eine Gemüsesuppe zu kochen. Also schnell noch etwas mehr Gemüse eingekauft (2 Stangen Lauch, eine Sellerieknolle, 4 Angebotskohlrabi). Und dann fiel mir meine "italienische Woche" wieder ein. Es mußte ein Minestrone-Rezept her.

Claus hat auf seiner Seite eine Suchmaschine, die nur bestimmte Foodblogs einschließt. Diese benutzend stieß ich auf diverse Minestrone-Rezepte, von denen mich keines komplett überzeugte. Hier fehlte eine Zutat, dort eine andere ... und ich hatte doch schon soviel Geld für den Lebensmitteleinkauf ausgegeben! Also entschied ich mich für einen Mischmasch, der diesem Rezept am nächsten kommt. Bei den Anonymen Köchen fand ich in diesem Post eine grobe Anleitung. Da bei mir bislang nie Knochen im Haus waren, die nicht zu einem Federvieh gehörten, entschloß ich mich, es wie Claudia mit einem Hühnerfond zu versuchen. In diesem Fall hieß das für mich, zuerst zwei Hühnerbeine auszukochen und dann das Gemüse in die Brühe zu geben.

Zeit, die beteiligten Gemüse vorzustellen: Möhren, Kohlrabi und Lauch. Letzteren habe ich auf dem Fußboden fotografiert. ;)




Die Möhren und der Lauch wurden in Scheiben geschnitten, der Kohlrabi in Würfel.
Der ebenfalls gekaufte Sellerie blieb entgegen der ursprünglichen Planung deshalb außen vor, weil ich schon Probleme hatte, die zweite Stange Lauch im Topf unterzubringen.

Die Möhren und die Kohlrabi habe ich zu den Hühnerbeinen gegeben und alles miteinander weiterkochen lassen, während ich die erste Stange Lauch schnitt. Als diese auch soweit war, habe ich die Beine herausgenommen. Die zweite Stange Lauch kam kurze Zeit später ebenfalls noch dazu. Gewürzt habe ich mit Salz, Pfeffer und (in kleinerem Umfang) Cayennepfeffer.

Der Punkt, an dem ich mich dann doch an Claudios Rezept gehalten habe, waren die Nudeln. Ich habe vier oder fünf kleine Nester aus grüner Tagliatelle (wegen Platzmangel gekauft statt selbstgemacht) zerbrochen, einige Minuten in Salzwasser kochen lassen und anschließend abgegossen.


So sah das leider doch etwas zerkochte Gemüse am Ende aus:



Ich gab die Nudeln dazu, ließ alles noch 2-3 Minuten durchziehen, suchte nach einem passenden Gefäß und gab schließlich meiner Neigung nach, die Suppe aus der großen Teetasse zu essen. Mir ist das bei sehr flüssigen Suppen irgendwie lieber als ein Suppenteller.



Der Vorteil gegenüber der Dose mit dem Herrn in Grau?
Ich kann die Suppe morgen abend noch einmal genießen, ohne viel Arbeit zu haben, wenn ich nach Hause komme.
Aus diesem Grund wird es wohl morgen kein Posting von mir geben und die "italienische Woche" geht erst am Samstag weiter.

Fast hätte ich das Banner vergessen:

Blog-Event LXI - The Real Deal (Einsendeschluss 15. Oktober 2010)

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Italienische Woche: Panzanella (fast) wie bei kochessenz

Mein zweites Gericht in dieser Woche habe ich bei Martin gefunden: Panzanella, also italienischen Tomatensalat mit Brot.

Der ansässige Gemüsehändler der Stadt hat seit ein paar Tagen Ochsenherztomaten im Angebot, was mich gleich an dieses Gericht bei Martin erinnert hat.

Ich habe also drei schöne Exemplare gekauft (die letzten, wie es heute schien) und in mundgerechte Würfel geschnitten. Vorher hatte ich zwei Scheiben altes Vollkornbrot in Würfel geschnitten und Wasser dazugegeben; während der Tomatenschnipselei durfte das Brot einweichen.
Ebenfalls klein geschnitten habe ich zwei Knoblauchzehen.

Anschließend habe ich alles mit je 2 Eßlöffeln Balsamicoessig und Olivenöl angerichtet und noch etwas Basilikum kleingeschnitten untergemischt.


Leider war der Salat sehr sauer, evtl. ist jetzt doch nicht die richtige Zeit für diese Tomaten?

Ich reiche das Rezept trotzdem mal bei der Oktober-Runde des Dauerkochevents Cucina Rapida - schnelle Küche für Genießer ein und hoffe, daß es angenommen wird, auch wenn es, wie gesagt, seinen Ursprung in einem anderen Blog hat.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Dienstag, 12. Oktober 2010

Italienische Woche: Risotto mit Rinderleber und wehrhaftem Wein

Ich habe auch mal Lust auf eine Themenwoche. Deshalb gibt es in den nächsten Tagen italienische Gerichte und zwar quer durch den Gemüsegarten aus dem Foodblogger-Universum zusammengesammelt. :)

Den Anfang macht allerdings eine Eigenkreation: Risotto mit Rinderleber.
Im Prinzip fast dasselbe wie hier, nur ein bißchen "aufgemotzt".
Wegen der Kombination Paprika - Tierleber könnte das Gericht rein theoretisch ein guter Eisenlieferant sein, sofern sich das Vitamin C aus der Paprika nicht beim Kochen verdünnisiert hat.

Eine kleine Zwiebel und eine rote Paprika wurden geschält und kleingewürfelt.
Hier wärmen sie sich - zusammen mit gerebelten Kräutern (Thymian, Basilikum) bereits in der Pfanne auf:


Die Rinderleber wurde gründlich abgespült, abgetupft und in Streifen geschnitten:


Nachdem die Gemüsewürfel leicht angeschwitzt waren, durfte auch der Reis (130g Arborio) mit in die Pfanne. Ich habe ihn noch ca. 3 Minuten mitangebraten und dann 300 ml Wasser dazugegeben. Hier ist dieses Wasser schon fast komplett aufgesaugt:


Als quasi gar kein Wasser mehr in der Pfanne war, habe ich die Leberstreifen hineingegeben und leicht angebraten. Nachdem sie äußerlich Farbe angenommen hatten ...


... habe ich ca. 200 ml von dem wehrhaften Weißwein dazugegeben.

Warum wehrhaft? Nun, weil ich mir beim Öffnen der Flasche in den rechten Zeigefinger geschnitten habe, als ich die metallbeschichtete Schutzhülle abriß. Ich kann das gerade nicht besser beschreiben. Das ist der Übeltäter:


Leider hat er geschmacklich auch nicht mehr ganz so geglänzt. Ich habe neben dem Kochen und später beim Essen den zuviel ausgegossenen Wein getrunken (gut 200 ml) und muß sagen, daß er mich ziemlich flach gelegt hat. Wie gut, daß ich theoretisch Zeit für einen Mittagsschlaf habe. Ich erzähle lieber nicht, was ich Kurioses geträumt habe.

Mit dem Wein kamen dann noch 100 ml Wasser in die Pfanne. Ich habe die Flüssigkeit einkochen lassen und mir dann das Werk einverleibt. :)


Für den richtigen Grad an Schlotzigkeit wäre sicher noch mehr Flüssigkeit gut gewesen, aber ich mag mein Risotto in genau dieser festen Konsistenz lieber.