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Mittwoch, 27. April 2011

Mein erstes Mal: gefüllte Hähnchenbrust

In der Kantine des neuen Brötchengebers gab es vor etwa 2 Wochen mal Hähnchenbrustfilet mit Frischkäsefüllung. Eines von den besseren Gerichten dort, muß ich sagen ... und habe trotzdem gedacht, das bekomme ich auch hin. Ich müßte nur in die Kräuterfrischkäse-Produktion einsteigen ...

Vom Metzger habe ich mir eine Hühnerbrust geben lassen, diese halbiert und in beide Hälften recht stümperhaft eine Tasche geschnitten. Stümperhaft, weil die Täschchen an ein, zwei Stellen nicht dicht waren. Mit einem Frühstücksmesser und einem Teelöffel habe ich etwas Frischkäse in die Taschen bugsiert. (Wenn ich jetzt Zahnstocher oder Küchengarn zur Hand gehabt hätte, hätte ich auch professionell zunähen können. Im Zweifelsfall geht es auch ohne ...) Dann habe ich die beiden Hälften beidseitig gesalzen und gepfeffert und mit mehrmaligem Wenden in Öl angebraten.

Dazu gab es Kartoffeln:


Anblick von innen:


Fazit: gar nicht so schlecht, die Kombination Kräuterfrischkäse und Hühnerfleisch gefällt mir. Das mit der Tasche könnte mir aber gern noch mal jemand zeigen, der es besser beherrscht. Ich hab nämlich nur den dicken Teil der Brust eingeschnitten.

Sonntag, 19. Dezember 2010

Fast Food für Kranke: Hühner-Kokossuppe mit Ingwer

Meine am Donnerstagabend eingefangene Erkältung nötigt mir heiße scharfe Suppen auf.
Das stört mich überhaupt nicht, denn im Kühlschrank warteten eh noch kleine und große Hühnerschenkel sowie eine große Knolle Ingwer auf die Verarbeitung.

Zu diesem Zweck habe ich heute zwei große und drei kleine Schenkel in etwa einem Liter Wasser mit etwas Salz ausgekocht, dann (nach 30 bzw. 50 Minuten) aus der Brühe geholt und abkühlen lassen. In der Brühe machte es sich inzwischen der Inhalt einer Dose Kokosmilch (ca. 400ml) gemütlich, dazu kamen noch zwei Möhren (geschält, in Scheiben geschnitten) und 4cm Ingwer (geschält, kleingewürfelt) sowie ein ordentlich gehäufter Teelöffel Currypulver.

Zum Abschluß kam das kleingerupfte Fleisch noch für etwa zehn Minuten zurück in den Topf, ich habe abgeschmeckt und die Suppe für eßbar befunden.


Im Original ist die Suppe gar nicht so strahlend gelb, aber ohne Blitz zu fotografieren ist abends kaum noch möglich.

Freitag, 3. September 2010

Gästebewirtung mit Huhn

Eigentlich hätte ich gern geschrieben: ich hab's auch getan. Was? Hühnerbein entbeint.
Das habe ich zwar schon mal gemacht, aber bevor ich es nicht hier dokumentiert habe, glaubt mir das doch keiner. Und außerdem war's nicht nach der bei Arthurs Tochter gezeigten Methode. Also irgendwie nicht richtig ...

Jedenfalls hat dann die Faulheit gesiegt.
Hühnerfrikassee wollte ich machen und nach dem Studium einiger Rezepte war ich dann doch glücklich, nicht unbedingt ungekochtes Hühnerbeinfleisch vom Knochen schälen zu müssen (Arthurs Tochter sei Dank), das Entbeinen gekochten oder gebratenen Huhns ist mir deutlich lieber.

Also wanderten dann zwei halbierte Hühnerschenkel zusammen mit Hühnerklein, zwei Möhren und einer Kohlrabi (das Gemüse in mundgerechte Stücke geschnitten) und soviel Wasser, daß das Fleisch gut bedeckt war, in den Topf und durften bei mittlerer Hitze fast eineinhalb Stunden schmurgeln.

In der Zwischenzeit traf der Gast ein und wir schnitten Champignons und Zucchini in mittelgroße Stücke. Der entstandene Hühnerfond wurde abgegossen, das Fleisch vom Knochen gepult, während Pilze und Zucchinistücke in der Pfanne mit Öl warm werden durften. Nicht ganz gemäß dem Rezept beim Rezeptewiki haben wir nach dem Abschmecken einen kleinen Becher Schlagsahne und einen Löffel Speisestärke (statt Mehl 405), sowie zwei Schöpfkellen voll Hühnerfond untergemengt. Auf das beim Wiki angegebene Ei haben wir ebenso verzichtet wie auf die Butter.

Dazu gab es Langkornreis, der nach der Quellmethode gekocht wurde. Mein Gast hat beides sehr schön angerichtet, als mich ein Telefonat einige Minuten aus der Küche fernhielt. Zum Essen haben wir das Ganze dann noch mit etwas Schnittlauch garniert.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Spargel- und Grillabend-Nachlese

"Spargel und Erdbeeren" war das Thema des Kochabends am heutigen Donnerstag, was lag da näher, als mal wieder das Erdbeer-Gurken-Salat-Rezept hervorzuholen.
Dank Claudia hatte ich diesmal auch weiße Balsamico-Creme zur Verfügung.
Kein Vergleich mit Weinessig, also gelobe ich jetzt Besserung.
Leider hab ich den Salat erst gemacht, als alle schon am Tisch saßen und ich nur noch auf meine Bruschetta wartete, deswegen wurde er, obwohl es nur 8 Portiönchen waren, verschmäht. :(

Spargel-Bruschetta (nach einem Rezept aus der Brigitte):
1. Je einen Bund weißen und grünen Spargel in der gewohnten Weise schälen, kochen, abkühlen lassen (ggf. auch abschrecken).
2. Einen Bund glatte Petersilie abzupfen, die Blätter waschen und schleudern. Mit Öl zu einer pestoartigen Masse verarbeiten.
3. Den abgekühlten Spargel in kleine Ringe schneiden (max. 1cm lang) und mit der Petersilienmasse sowie 100g gehackten Mandeln mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
4. Etwa 100g Parmesan (in meinem Fall: Parmesan-Gouda) reiben.
5. Baguettebrot (in meinem Fall: Baguettebrötchen) aufschneiden, die Spargelmasse daraufgeben, etwas Käse drüberstreuen.
6. Die Brötchen bei gut 200 Grad Ober- und Unterhitze solange überbacken, bis sich der Käse leicht bräunt. Warm servieren.

Rosmarin-Hühnerspießchen (Eigenkreation):
1. 2 Hühnerbeine von der Haut und den Knochen befreien (oder die Knochen vom Fleisch, wie man es nimmt). Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden.
2. 7-8 Stengel Rosmarin in 2-3 cm lange Stücke schneiden, sodaß pro Stück zwei Blattansätze vorhanden sind. Die Stücke mit den festen Stielen beiseite legen, alles, was noch jung ist, wird separat aufgehoben.
3. Von den festen Rosmarinteilen die unteren Blätter abstreifen und mit den jungen Teilen aufheben.
4. Auf die Rosmarinstengel die Hühnerfleischstücke aufspießen. Dazu wird mit Hilfe eines Zahnstochers ein genügend großes Loch in die Fleischstücke gebohrt. Anschließend streift man das Fleisch auf den Spieß und streicht es in Wuchsrichtung der Blätter.
5. Optional kann man noch Scheiben von Knoblauchzehen zusätzlich aufspießen. Die Scheiben werden dazu genauso wie das Fleisch mit dem Zahnstocher vorbereitet.
6. Die Spießchen auf dem Holzkohlegrill oder im Backofen grillen, bis das Fleisch gar ist.

Beides war ziemlich viel Arbeit, aber die hat sich gelohnt.

Sonntag, 2. Mai 2010

Hühnersuppe mit Ingwer

Mal wieder was schnelles: 4 Hühnerflügel ins heiße Wasser gegeben, während des Kochvorgangs eine Pastinake und eine halbe kleine Knolle Ingwer schälen und würfeln, die gekochten Hühnerflügel aus dem Wasser nehmen, Gemüsewürfel und etwas Sojasauce rein, 2-3 Minuten kochen lassen, dann 2 Eßlöffel Hirse dazu und die Temperatur nach weiteren 3 Minuten verringern.
Hühnerfleisch von den Knochen pulen, kleinschneiden. Wenn die Hirse den Eindruck macht, genug aufgequollen zu sein (nach etwa 10 Minuten), Herd ausschalten, Fleisch noch kurz in die Suppe geben, ggf. nachwürzen.

Mir war es zum Schluß zuviel Ingwer- und zuwenig Pastinakengeschmack.
Die Richtung stimmt aber.

Die Hirse war natürlich wieder wegen des Eisengehaltes dabei.