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Donnerstag, 4. Februar 2016

Ich habe wieder ein Teigmonster

Im Frühjahr des vergangenen Jahres habe ich in frohem Optimismus Nudel- und Mürbeteige (letztere in süß und unsüß) produziert und eingefroren. Ohne Beschriftung. Irgendwie würde ich sie schon auseinanderhalten, dachte ich.

Gestern nun holte ich einen der zwei vor zwei Tagen aufgetauten aus dem Kühlschrank. Grießmehl (der "Wiener Griessler" von Rosenmehl, mit dem ich auch schon Nudelteig gemacht hatte) stand bereit und ich habe erstmal gefühlt viel (2 Eßlöffel) davon hinzufügen müssen.

Ja, und dann konnte ich nicht mehr sagen, was für ein Teig das war.
Durch das Grieß war er fast unendlich ausziehbar. Aber keine Gemeinsamkeiten mit dem frischen Nudelteig. Ich konnte mir daher auch nicht vorstellen, ihn im Wasser zu garen.

Also blieb nur backen. 40 % der beiden Teige (je ein halbes Kilo) habe ich in vier Teilen ausgerollt, je drei Scheiben Cervelatwurst (aus der im letzten Post erwähnten Foodsharing-Abholung) auf einen Teigfladen gelegt, den Teig an den Seiten umgeklappt und dann zu einem Röllchen aufgerollt. Mit Eigelb-Wasser-Mischung bestrichen und gut 20 Minuten im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen gebacken.

Das Ergebnis?
Roch erstmal nach Fisch O.o, war außen knusprig und innen auch fast durchgebacken. ;))
Gegessen habe ich dazu in Butter gedünstete TK-Erbsen.

Eine Variante des Fastfoods, die mir nicht so zusagt.
In der parallel angeschauten ersten Folge der Sendereihe "Die Ernährungsdocs" erfuhr ich dann übrigens auch, daß das so ungefähr das Essen ist, um das ich einen großen Bogen machen sollte. Doch dazu später mehr.

Wenn ich den Rest des Teiges verarbeitet habe, kann ich vermutlich keine Strudel mehr sehen.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Nachgemacht: Brioche aus der Muffinform und Weingelee

Hätte nicht gedacht, daß ich einen Blogbeitrag mal aus der Schußlinie bringen muß, weil ich auf völlig alltägliche Verrichtungen anderer Leute eingegangen bin. Nunja, ein erstes Mal gibt es immer. Vielleicht noch ein Grund, nicht so bald wieder zu einem Kochkurs zu gehen. Ich bin offenbar nicht gesellschaftskompatibel, wenn ich die Sache mit der Privatsphäre anders sehe als jemand, der nicht so existentielle Sorgen hat wie ich.
(Mehr Worte verliere ich dazu nicht und weitere Nachrichten zum Thema auf Xing werde ich ab morgen ungelesen löschen. Es gibt hier eine Kommentarfunktion, die ich nicht moderiere. Ich muß mich nicht verstecken. Ihr auch nicht.)

Vor drei Wochen hatte ich im elterlichen Haushalt Brioche in der Muffinform gebacken und auch noch Weingelee nach einem Rezept von essen&trinken gekocht.
Zusammen sahen beide so aus:


Das Weingelee war nicht so meins (Weingelee halt), die Brioche etwas fest, aber durchaus lecker.
Da Übung den Meister oder die Meisterin macht, backe ich diese Brioche bestimmt irgendwann nochmal. Evtl. halte ich mich dann auch an die richtige Form. ;)

Leider hat das Weingelee den Transport von Bad Nauheim nach Darmstadt nur teilweise überlebt: danach war es nämlich größtenteils wieder flüssig. :(

Sonntag, 2. September 2012

Quarkbällchen nach Frau Küchenlatein

Auch wenn erst morgen der erste Arbeitstag im September ist, habe ich vor gut einer Woche quasi schon meinen ersten Arbeitstag gehabt. Eine Schulung, die sich mit den Validierungsprozessen von Software im Pharmabereich befaßte. Mein neues altes Arbeitsgebiet. Am selben Tag sollte abends auch noch eine Art "Abteilungsgrillen" stattfinden.

Versprochen hatte ich einen grünen Salat, dazu kam, weil bei der Abstimmung über die kulinarischen Mitbringsel kein Nachtisch erwähnt wurde, eine spätabendlich erzeugte große Menge Quarkbällchen nach diesem Rezept. Nur mit der Änderung, daß ich - der besseren Präsentabilität willen - diesmal nicht auf das Wälzen im Zucker verzichtet habe. Ich bin immer noch überrascht, mit welchem Appetit die neuen Kollegen zugegriffen haben. Sollte ich jetzt zu jeder Schlemmerei nur noch Chefkoch-Quarkbällchen mitnehmen?

Nun, wenn man in Anwesenheit von Frau Foodfreak das Wort Quarkbällchen sagt, kommt der Verweis auf das Familienrezept im Hause Küchenlatein. Okay, für's nächste Mal vorgemerkt. Ich hatte völlig vergessen, daß ich das Rezept schon mal irgendwann gebookmarkt hatte.

Den letzten Sonntag vor dem "Ernst des Lebens" ausnutzend, habe ich mich das neue Rezept gewagt, allerdings mit Änderungen: 3 Eier Größe M statt 2 Eier Größe XL, ca. 330 g Mehl statt einer Mischung aus Mehl und Stärkemehl, Öl statt zerlassener Butter sowie etwas mehr Zucker. Ansonsten wurden die Bällchen wieder mit 2 Teelöffeln abgestochen, im Pflanzenfett gegart und nach kurzer Abkühlzeit in Zucker gewälzt.

Ich glaube, ich backe auch nach keinem anderen Rezept mehr ... allein vor dem Backen war der Teig viel fluffiger, das Garen selbst war (gefühlt?) mit etwas weniger Temperaturaufwand möglich und auch das Endergebnis überzeugte.

Bleibt mir nur, für den Tip und das Rezept zu danken. Das nächste Social Event mit Essensmitbringerei kann kommen!

Sonntag, 19. Februar 2012

Nachgebacken: Schneller Schokokuchen

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und manchmal muß man dann Rezepte vorher testen. Genau das habe ich am Samstag mit diesem schnellen Schokokuchen getan. (Und weil ich manchmal etwas ungeschickt bin Scherben Glück bringen sollen, habe ich für das Wasserbad erst eine Glasschüssel genommen. Experimentalphysik mal anders. *g* Die Schüssel ist glatt mittig gesprungen ... und meine Eltern haben jetzt eine Glasschüssel weniger. *schäm*


Der Kuchen ist sensationell schokoladig und wurde deshalb mehrmals von meinem Vater gelobt. Sehr überrascht war ich, als er dann auch noch nach dem Rezept fragte. Sein bisheriges Standardrezept für Schokokuchen (aus dem Hause Oliver) hat dann wohl ausgedient ...

Von meinem Vater kam dann auch noch der Vorschlag, am großen Tag dazu Obst und Schlagsahne zu servieren. Als ich vorhin auf dem Bahnhof in der aktuellen e&t blätterte, fiel mir dort ein Rezept für Schokoküchlein mit Physalis-Kompott auf. Dieses paßt sicher auch zu diesem Kuchen. Vollkommen abweichend von meiner sonstigen Neigung hatte ich diesmal aber keinen Drang, das Heft zu kaufen. Mal sehen, ob sich das vor dem Erscheinen des nächsten Heftes noch ändert.


P.S.: Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß auch ich zwei Eßlöffel Mehl verwendet habe. ;) Und daß mir der Kuchen beim Aus-der-Form-Holen leicht angebrochen ist.

Sonntag, 5. Februar 2012

Endlich wieder backen: Käsekuchen nach New Yorker Art

Eigentlich hatte es diesen Kuchen schon vor einer Woche geben sollen. Aber da habe ich den "Kampf" um Küchenzeit mit meiner Mutter verloren, weil diesmal nicht drei Mäuler zu versorgen waren, sondern viereinhalb, wobei Nr. 4 und Nr. 5 ziemlich spezielle Esser sind. Entsprechend viel Zeit wurde in die Vorbereitungen der Mahlzeiten gesteckt.

So habe ich dann das Backen eines nachgeschobenen Geburstagskuchens auf das vergangene Wochenende verschoben. Da sowieso gerade Frischkäse vom vorigen Wochenende übriggeblieben war, fiel die Entscheidung für Käsekuchen sehr leicht.


Das Rezept stammt aus dem Buch "New York Deli Basics" (erschienen 2002 bei Gräfe&Unzer, ISBN 3-7742-3247-4).

New York Cheesecake

Zutaten für eine Springform (12 Stücke):
1/2 halbe unbehandelte Zitrone
150g Mehl
350g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
100g Butter
1 Vanilleschote
6 Eier
800g Frischkäse
150g Sauerrahm
150ml Milch
2 EL Puderzucker

Zubereitung:

1. Die Zitrone mit heißem Wasser gründlich waschen. Die Schale sehr fein abreiben und den Saft auspressen. Schale und Saft mit Mehl, 50g Zucker und Vanillezucker vermengen. 100g Butter in kleinen Stücken und ein Ei zugeben und unterhacken. Alles rasch zu einem Teig verkneten und eine Stunde im Kühlschrank kaltstellen.

2. Den Backofen auf 200° C vorheizen. Eine Springform (Durchmesser: 28cm) mit ein wenig Butter ausfetten. Den Teig dünn ausrollen und den Boden der Form damit auslegen. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen und im Ofen (Mitte) 8 Minuten backen. Inzwischen die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und mit Frischkäse, Sauerrahm, Milch, restlichem Zucker und übrigen Eiern verrühren.

3. Die Form aus dem Ofen nehmen, die Temperatur auf 220° C erhöhen. Die Frischkäsemasse in die Form auf den vorgebackenen Boden geben und wieder zurück in den Ofen stellen. Nach etwa 10 Minuten, wenn der Kuchen eine leicht goldbraune Oberfläche bekommen hat, die Hitze auf 150° C verringern und den Cake noch eine Stunde weiterbacken.

4. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, mit einem Messer vom Springformrand lösen, auskühlen lassen und das Blech der Springform entfernen. Jetzt nur noch den New York Cheesecake mit dem Puderzucker überstäuben - und schmecken lassen.


In meinem Fall bestand die Masse diesmal aus 3x 175g Philadelphia, 200g (oder 250g?) Quark, einem Päckchen Vanillezucker, den 5 Eiern sowie den gewünschten 300g Zucker (200g hätten es auch getan). In den Teig kam nur die Schale einer Zitrone, nicht der Saft derselben.

Unter normalen Umständen hätte ich den Kuchen im Backofen auskühlen lassen (dann wäre er vermutlich nicht so zusammengefallen), aber die Mitesser warteten schon sehr gierig auf den Kuchen; er wurde auch sofort angeschnitten und probiert. Auf den Puderzucker wurde wie üblich verzichtet.

Da "New York Deli Basics" auch sonst einige nette Rezepte enthält, nehme ich hiermit am Dauer-Event Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen von Foodfreak teil.



Nachtrag: das Buch stammt aus dem elterlichen Bestand. Es ist ihnen irgendwann als Nachwirkung ihrer New York-Reise im Jahre 2001 (vor dem Fall der Türme!) geschenkt worden, weil sie so von den New Yorker Delis geschwärmt haben. Es ist dort eins meiner Lieblingskochbücher.

Dienstag, 3. Januar 2012

Verspätete Weihnachtsbäckerei

Zum Weihnachtsfeste wurden von der Verwandtschaft wieder Cantuccini gewünscht. Erkältungsbedingt blieb das auch das einzige, was ich vor Weihnachten gebacken habe. Trotzdem habe ich mich quasi selbst damit gefoltert, daß ich hin und wieder nachgeschaut habe, was in anderen Blogs so an Plätzchen gezeigt wurde. So stand dann ziemlich schnell der Entschluß fest, nach Weihnachten noch 2 oder 3 Sorten Plätzchen zu backen.

Ich hatte mir ein paar Favoriten rausgesucht. Da der für das Backen anvisierte Zeitplan durch äußere Umstände über den Haufen geworfen wurde, habe ich mich letztlich auch noch umentschieden, was die Plätzchen anging.

Von links nach rechts: nicht besonders formschöne Ingwerwürfel (nach einem Rezept aus einer alten e&t), ebenfalls leicht verhunzte Zimtschnecken (nach dem Rezept von Shermin, leider mit zu heißer Milch, so daß die Hefe keine Chance hatte) und der Versuch, Kokosmakronen unter Einsatz eines einzigen Bleches herbei zu improvisieren.


Von dieser Backaktion blieben ein Ei und zwei Eigelbe übrig. Als Lunch for one am Neujahrsmorgen das Rezept für die Neujahrsbrezel postete, kam mir das daher gerade gelegen. Die etwas totenkopfartige Form ist keine Absicht. Vielleicht hätte ich eine Bilderanleitung für das Formen der Brezel gebraucht.


Jedenfalls riecht sie auch eineinhalb Tage nach dem Backen noch sehr verführerisch, so daß ich sicher noch öfter Neujahrsbrezeln backen werde.

Donnerstag, 10. November 2011

Rezept ohne Bild: Zitronen-Kokos-Tarte

Anläßlich eines familiären Ereignisses habe ich am vergangenen Wochenende mal wieder gebacken. Einen Geburtstagskuchen.

Irgendwas mit Zitrone sollte es sein, doch als es soweit war, fiel mir auf, daß mir ein Ausdruck von Ulrikes Zitronenriegeln fehlte. Dabei hatte ich noch groß angegeben, daß ich nichts anderes backen könnte, weil das Geburtstagskind so speziell sei.

Ich wurde dann in einem Backbuch fündig: eine als Zitronenkuchen bezeichnete Tarte hatte es mir angetan.
Nicht alle Zutaten waren im Haus, also schnell einen Einkaufszettel geschrieben. 24 Stunden später stellte sich dann heraus, daß doch eine Zutat fehlte - zum Glück fand sich im gut sortierten Küchenschrank Ersatz.

Aus 250g Mehl, einer Prise Salz, 100g Zucker, einem Eigelb und einem Glas Wasser wurde ein Teig, der leider zu flüssig war und deshalb mit schätzungsweise 100g Mehl aufgestockt wurde. Dieser durfte sich mindestens 30 Minuten im Kühlschrank entspannen.

4 Zitronen wurden heiß abgespült und mit einer Reibe malträtiert. 3 von diesen Zitronen wurden halbiert und ausgepreßt. Zitronenschale und -saft wurden mit etwa 150g Zucker, zwei Eiern und 200g halbfetter Schlagsahne vermischt. Dazu kamen (anstelle gemahlener Mandeln) 200g Kokosflocken. Auch diese Masse stellte ich zur Entspannung beiseite.

Das Rezept sah nun vor, daß der Teig ausgerollt und dann in die Tarteform gelegt werden sollte. Da ich den anwesenden Tarteformen aus DDR-Zeiten nicht traute, nahm ich stattdessen eine Springform, was sich angesichts der Mengen an Teig und Füllung als gute Idee erwies. Der Teig ließ das Ausrollen noch über sich ergehen, aber von der Holzfläche, auf der er ausgerollt war, mochte er sich nicht trennen, sodaß ich ihn noch mal zusammenfaltete, in die Springform legte und dort breitklopfte, bis er die gewünschte Dicke erreicht und sich auch ein bißchen an den Wänden ausgebreitet hatte.

Dieser Teig wurde mit Backpapier sowie trockenen weißen Bohnen bedeckt und in den 190° heißen Ofen geschoben. Dort wurde er 10 Minuten mit und 5 weitere Minuten ohne Backpapier und Bohnen vorgebacken. Anschließend gab ich die Kokos-Zitronen-Schlagsahne-Masse auf den Teig und buk ihn nochmals eine halbe Stunde, die letzten 10 Minuten davon abgedeckt (mit dem Backpapier vom Blindbacken, weil das bereits halbwegs auf die Größe der Form zugeschnitten war).

Nachdem die Stäbchenprobe Messerprobe ergeben hatte, daß die Masse komplett fest geworden war, holte ich den Kuchen aus dem Backofen und ließ ihn abkühlen, bevor er von uns verzehrt wurde.

Das Geburtstagskind lobte den Kuchen sehr, mir hat er auch gefallen (auch wenn ich ihn beim nächsten Mal wirklich mit gemahlenen Mandeln backen sollte). Zitronen gehen eben doch immer. Und ich habe jetzt Lust auf weitere Tartes und mache deshalb gleich eine neue Kategorie auf.

Montag, 6. Juni 2011

Saisonales Backen: Dinkel-Johannisbeer-Muffins

Im elterlichen Garten stehen seit vielen Jahren 2 Johannisbeersträucher. Und seit ich vor 9 Jahren wieder nach Hessen gezogen bin, freue ich mich jedes Jahr auf die Zeit, wenn die Beeren geerntet werden können. Es sind etwa 4 Wochen, in denen wir die Beeren sozusagen von der Hand in den Mund essen: zum Frühstück in den Joghurt, als Nachtisch mit Eis, ... haltbar gemacht haben wir sie (im Gegensatz zu Erdbeeren, die meine Eltern teilweise auch vom Selbstpflückerfeld holen) noch nie. Gebacken auch nicht, das muß wohl daran liegen, daß das auch mal eine Art der Haltbarmachung war (hat Doro gesagt, sie muß es wissen :)). Dabei haben Erdbeerkuchen bei uns wirklich Tradition. Ich durfte am Wochenende auch einen solchen genießen - manchmal sind Wochenenden mit meinem Vater echte Genießerwochenenden ...

Ich bin ja ein großer Fan von allem, was nach Käsekuchen aussieht oder daran angelehnt ist. Am Freitagabend hat mich daher der Joghurt-Johannisbeerkuchen in Würfelform bei Robert angelacht. Die fehlenden Zutaten waren rasch besorgt. Dann habe ich die Idee für dieses Wochenende wieder verworfen. Und dann machte mir ein Häufchen von gut 250g Dinkelvollkornmehl, das vom Backen von Ulrikes Dinkel-Leinsaat-Rollen übrig blieb, einen Strich durch die Rechnung. Ich hatte keine Lust, es bis zum nächsten Mal in 3 Wochen stehenzulassen, also mußte das Rezept für die Muffins mit Schokosplittern mal wieder für eine Variation herhalten. Energiefreundlicherweise habe ich dafür die Resthitze vom Backen der Dinkelrollen ausnutzen können.


Das Originalrezept und meine Variationen:
- 260g Dinkelvollkornmehl statt 200g Weizenmehl + 75g Speisestärke
- reichlich Johannisbeeren statt Schokolade

Die Johannisbeeren habe ich nicht abgemessen, es dürften etwa 200g gewesen sein.


Da die Johannisbeeren beim Backen teilweise platzten und so weitere Flüssigkeit in den Teig brachten, brauchen die Muffins 30 Minuten bei 160° Ober-/Unterhitze, bis sie durchgebacken sind. Danach sind sie sehr säuerlich lecker. (Wer nicht so auf Saures steht, sollte also die Zuckermenge anpassen.)

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche.

Montag, 30. Mai 2011

Wenn aus einem Kuchenrezept ein Blogevent wird ...

Feinschmeckerle ist schuld. Der Blog Bolli's Kitchen gehört nicht zu meiner normalen Lektüre (warum eigentlich nicht? *grübel*), deshalb wäre ich ohne Feinschmeckerles Tweet über Bollis Rhabarberkuchen gar nicht auf selbigen aufmerksam geworden.


Dabei hätte der Zeitpunkt nicht günstiger sein können; ich war nämlich eh auf der Suche nach einem weiteren Rhabarberkuchenrezept. Und hatte meiner Oma, die derzeit bei meinen Eltern zu Gast ist, einen verspäteten Geburtstagskuchen versprochen.

Die Mitesser waren begeistert (und das, obwohl mein Vater noch über den letzten Rhabarberkuchen geschimpft hatte) und haben gut zugegriffen. :)


Und ich habe festgestellt, daß das Rezept auch auf einen Notizzettel paßt. Auf den Puderzucker haben wir verzichtet, die Süße stimmte auch so.

Viel Spaß beim Nachbacken, ich kann diesen Kuchen wirklich empfehlen.

Mittwoch, 20. April 2011

Bananen-Kokos-Muffins

Als nach dem Backen dieser Muffins noch zwei Eier übrig waren (und einige Bananen, wie hier schon erwähnt), kam ich auf die Idee, das Rezept für die Muffins mit Schokosplittern etwas zu variieren.

Anstelle von 2 Eiern habe ich zwei Bananen zerdrückt und in den Teig gerührt, dann noch 4 Teelöffel Kokosraspel untergerührt. Alle anderen Zutaten wurden wie im Ursprungsrezept verwendet (mit einer Ausnahme: Dinkel- statt Weizenmehl). Auf die Schokosplitter habe ich der Unterscheidbarkeit zuliebe verzichtet. Beide Teige habe ich 25 Minuten bei etwa 170 Grad Ober-/Unterhitze gebacken.

Leider waren am Montag, als ich die Muffins mit auf die Arbeit nahm, nicht alle Kollegen da, daher wurden die Muffins nicht alle. Glück für mich, so konnte ich noch ein Bild auf meiner Terasse machen:


Viel Spaß beim Nachbacken!

Mittwoch, 9. Februar 2011

Blog im späten Winterschlaf

Psst! Seid mal alle leise!
Der Blog schläft nämlich gerade, um neue Kräfte zu sammeln.
Sozusagen ein später Winterschlaf. ;)

Und deshalb gibt's heute nur ganz kurz ein bißchen Augenfutter:


Dinkel-Leinsamen-Brötchen (nach einem Rezept von Dan Lepard) mit Avocadomus (1/2 Avocado, Salz, Pfeffer, Currypulver).

So sehen die Brötchen aufgeschnitten ohne Aufstrich aus:

Dienstag, 18. Januar 2011

Nachgebacken: Milchbrötchen (mit Kürbiskernen)

Vor nicht allzu langer Zeit haben Ulrike und ich mal wieder über anfängertaugliches Backwerk diskutiert. "Schuld daran" waren diese Brötchen aus dem Fundus von Ketex. Die Frage, ob ich denn auch Backmalz hätte, war leider (für's erste) tödlich für meinen Plan, diese Brötchen zu backen.

Ulrike riet mir dann zu den Milchbrötchen von Bäcker Süpke, die sie auch schon mal gebacken und verbloggt hat, worüber ich froh war, da ich um das Umrechnen der Mengen herumkam. :)

Da ich immer noch (oder schon wieder?) etwas blaßhäutig durch die Weltgeschichte spaziere, habe ich das Weizenmehl durch Dinkelmehl 630 ersetzt. Außerdem war keine Backmargarine im elterlichen Haushalt vorhanden, so daß ich auf Butter zurückgriff. Also keine echten DDR-Milchbrötchen, wenn man es streng nimmt.

Mein Vater zog beim Anblick der Schüssel mit dem Hefestück am Sonntagmorgen gleich eine Schnute ("Wieso denn schon wieder backen?"), und da ich nicht wissen wollte, was er zu noch mehr süßem Gebäck gesagt hätte, hatte ich mich schon entschieden, Kürbiskerne mit an den Teig zu geben. Wer mag, kann jetzt gerne den Kopf schütteln; ich finde die Kombination aus subtiler Süße und herzhafter Note sehr schmackhaft und habe auch früher schon gern Milchbrötchen mit Käse gegessen ...

Da der Backofen zu der eigentlich anvisierten Backzeit schon anderweitig besetzt war, durften die geformten Brötchen etwas länger garen als geplant. Sie haben das auch freudig ausgenutzt. Da ich die Teigmenge leider nicht gleichmäßig aufgeteilt hatte, waren zum Ende der Gare hin die größten Brötchen eineinhalb mal so groß wie die kleinsten. Insgesamt habe ich wohl fünf- bis sechsmal insgesamt die Brötchen bestrichen.
Eingeschnitten habe ich sie vor dem Backe auch noch, aber das hat nicht mehr viel bewirkt, wie man sieht:


Im Gegensatz zu Ulrikes Angaben schien mir der Teig nicht zu fest zu sein, sondern genau richtig. Eine richtig feine Krume ausgebildet haben die Brötchen nicht, aber das ist wirklich der einzige Kritikpunkt. Geschmacklich hat mir das Ergebnis sehr gefallen.

Achso, die wichtigste Info zum Schluß: gebacken habe ich sie 22 Minuten lang bei 170° C fallend auf 150° C. Und dann durften sie - noch einmal mit Milch bestrichen - noch 3 Minuten im ausgeschalteten Backofen ausharren, während ich ein wenig in der Küche aufräumte.

Montag, 17. Januar 2011

Nachgebacken: Muffins mit Schokosplittern

Am Freitagabend mußte ich für einen Flohmarkt noch ganz schnell Muffins backen.
Normalerweise habe ich dafür ein festes Grundrezept, jenes ist aber bereits im Sommer mit dem Buch, in dem es steht, in eine Umzugskiste gewandert.

Also brauchte ich auf die Schnelle ein neues Rezept. Nach Möglichkeit eins für Muffins mit Schokostreuseln, denn dafür hatte ich eingekauft. Wiederum bin ich bei der Hüttenhilfe fündig geworden.

Statt der Schokolade habe ich fertige Schokoraspeln verwendet, die ich auch nicht erst abgemessen, sondern nach Gutdünken in den Teig gegeben habe. Auch habe ich die Speisestärke durch dieselbe Menge Mehl ersetzt.


Abnehmer gefunden haben die Muffins kaum, aber ich sollte mich nicht beschweren: von anderen Kuchen war nach dem Aufräumen, das auch noch mal für hungrige Mäuler sorgte, noch mehr übrig.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Das große Backen - 4x Cantuccini

Ingwer-Biscotti:


Mandel- und Orangen-Biscotti (von links nach rechts):


Haselnuß-Cranberry-Biscotti (nach dem Rezept von Chili & Ciabatta, das ich ähnlich wie Goldkind abgewandelt habe, nur mit dem Zusatz, daß ich, anstatt weiße Schokolade zu raspeln, fertige Zartbitter-Schokoraspel verwendet habe.


Das Rezept für die Mandel-Biscotti stammt von der Hüttenhilfe, die Orangenbiscotti habe ich letztes Jahr beim Christmas Magazine gefunden. Auf den Schokoladenüberzug habe ich verzichtet, dafür dasselbe Rezept noch einmal mit Orangenschale und Sesam nachgebacken.

Die Ingwer-Biscotti habe ich beim Chefkoch gefunden und ebenfalls letztes Jahr schon gebacken.

Mir schweben noch zwei andere Variationen vor, aber die werde ich vor Weihnachten nicht mehr umsetzen können.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Kakao-Haselnuß-Cantuccini

Meine ersten Cantuccini in diesem Jahr, dicht gefolgt von den Parmesan-Pfeffer-Biscotti von Chili & Ciabatta (die bei mir auf den Pfeffer verzichten mußten ...). Das Rezept stammt aus dem Buch Coffee & Espresso aus dem Verlag Zabert & Sandmann, ich habe es etwas abgewandelt und die Änderungen in eckigen Klammern kursiv dazugeschrieben.

Biscotti mit Haselnüssen

Zutaten:
200g Haselnüsse [statt ganzer Haselnüsse 200g gemahlene Haselnüsse verwendet]
400g Mehl
Salz
1/2 Päckchen Backpulver
1 TL Bourbon-Vanillezucker
250g Zucker
4 Eier
2 TL abgeriebene Zitronenschale [nicht verwendet]

Zubereitung:
1. Die Nüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett unter Rühren anrösten, dann grob hacken und beiseite stellen. [Schritt ausgelassen, da keine ganzen Nüsse verwendet.]

2. Das Mehl auf eine Arbeitsfläche häufen, 1 Prise Salz, Kakao- und Backpulver, Vanillezucker und Zucker gut untermischen. Eine Mulde in die Mitte drücken, die Eier aufschlagen und hineingeben. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, bei Bedarf etwas Mehl dazugeben. Zum Schluß die Nüsse und die Zitronenschale unterkneten. Den Backofen auf 180° C vorheizen. [Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel gemischt, Eier separat miteinander verschlagen und dann untergeknetet. Haselnüsse ganz zum Schluß zugegeben. Teig über Nacht kühlgestellt.]

3. Aus dem Teig 3 Teigrollen von etwa 3 cm Durchmesser formen. Diese auf ein Backblech mit Backpapier legen und im Backofen auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten backen.

4. Das Backblech aus dem Ofen nehmen, den Ofen jedoch nicht abschalten. Die Nußstangen sofort mit einem scharfen Messer in 1cm breite, schräge Stücke schneiden. Die tücke wieder auf das Blech legen und auf beiden Seiten jeweils 4-5 Minuten weiterbacken, dann vollständig abkühlen lassen. Die Biscotti in einer Gebäckdose aufbewahren. [Ofen abgeschaltet und Stangen mind. 2 Stunden abkühlen lassen vor dem Schneiden. Dann bei 160°-180° C noch einmal 10-15 Minuten backen. Ca. 2 Stunden abkühlen lassen und verpacken.]

Hier waren die Cantuccini schon einmal zu sehen, trotzdem zeige ich noch ein Bild, auf dem sie mit den Parmesan-Biscotti von Chili & Ciabatta zu sehen sind.


Viel Spaß beim Nachbacken!
(Und danach am besten gleich verstecken, denn die Dinger machen süchtig!)

Montag, 15. November 2010

Kaiserschmarrn am Abend, erquickend und labend ...

Manchmal stolpere sogar ich bei meiner täglichen Runde durch andere Blogs auf Rezepte, für die ich alles nötige im Haus habe. Das Rezept für schnellen Kaiserschmarrn von Stevan Paul, vorgestellt bei Kulinarische Momentaufnahmen ist so eins. Und für einen verregneten Novemberabend wirklich mehr als passend.

Ich messe also 200g Mehl ab (Dinkelmehl 630, wie üblich), gebe etwa ein halbes Päckchen Backpulver dazu, verrühre separat 4 Eier miteinander und dann mit 200ml Milch, gebe zu der Flüssigkeit noch einen Eßlöffel Öl und den Inhalt eines Päckchens Vanillinzucker hinzu. Dann verrühre ich Mehl- und Eimischung mit der Gabel.
Anstelle von Cranberries gebe ich mehrere Teelöffel getrocknete Berberitze in den Teig, denn diese habe ich noch vom Besuch eines Mittelaltermarktes da.


Inzwischen sind in der Pfanne 4 Eßlöffel Öl und etwa 50g Butter warm geworden. Zeit, den Teig in die Pfanne zu geben. :)

Dort darf er teilweise stocken (und von unten vielleicht etwas mehr Farbe annehmen als nötig, Anfängerfehler halt), bevor ich ihn in der Pfanne zerrupfe und die einzelnen Teigstücke umdrehe.
Insgesamt könnte die Garzeit bei etwa 10 Minuten gelegen haben.

Ich mache den Herd aus, gebe die Hälfte des Pfanneninhaltes auf einen Teller, stäube aus Ermangelung von Puderzucker etwas Haushaltszucker darüber und gebe den Rest des Mahoniengelees in die Mitte des Tellers. Da das Gelee aber gar kein richtiges Gelee ist, sondern ziemlich flüssig, verkrümelt es sich auch gen Tellerboden, bis ich die Kamera griffbereit und angeschaltet habe.


Wie Ihr sicher geahnt habt, ist die Menge geeignet für 2 Personen als Hauptspeise oder für 4 Personen als Dessert. Dementsprechend kugelig fühle ich mich gerade.

Die Berberitzen machten sich, als das Mahoniengelee dann auch auf dem Teller "aus" war, mit ihrer subtilen Säure auch gut.

Liebe Ariane, lieber Herr Paulsen, danke für das tolle Rezept!

Montag, 8. November 2010

Selbstgebautes Frühstück

Gebackenes vom Wochenende:


Im Vordergrund Apfelbrotmuffins, hinten Buttermilch-Cluster nach einem Rezept von Ulrike (Küchenlatein).

Das Rezept für das Apfelbrot verdanke ich der Gruppe "Der Kochclub" bei Xing; daß es Muffins geworden sind, liegt daran, daß die Form für Brote gestern unauffindbar war. Im Internet ist es hier zu finden: Apfelbrot.

Zwei Buttermilchbrötchen auf dem Frühstücksteller:


Mit Mahoniengelee (selbstgemacht, aber nicht von mir):



Ich glaube, nächstes Jahr will ich wieder ein Glas Mahoniengelee haben ... soo lecker!

Freitag, 22. Oktober 2010

Italienische Woche 2: Pfannenpizza nach Zwiebelkuchenart

Vor genau einer Woche war Einsendeschluß beim Koch-Blog-Event The Real Deal. Am Montagabend gab es die Zusammenfassung und seitdem lacht mich immer mehr das Pfannenpizza-Rezept an, das Lilly für dieses Event vorgestellt hat.
Entscheidend dazu beigetragen hat auch Steph mit ihrem Rezept für Zwiebelkuchen. Das Verlangen wurde immer größer, schließlich ein 5 kg-Sack Zwiebeln im Supermarkt gefunden, Bauchspeck mitgenommen und auch Frischhefe.

Also wurde gestern abend Pizzateig angerührt (mit 630er-Dinkelmehl), gute 30 Minuten auf der Heizung stehen gelassen, 5 Zwiebeln geputzt und gewürfelt, Bauchspeck ebenfalls gewürfelt. Teig noch mal durchgeknetet, halbiert. Eine Hälfte Teig abgenommen und stümperhaft ausgerollt (die runde Form mußte man sich etwas dazudenken). Den Teigfladen ins langsam erwärmende Öl gegeben und unter dem Pfannendeckel bei mittlerer Temperatur garen gelassen. Währenddessen waren die Speck- und Zwiebelwürfel in der kleineren Pfanne auch schon gar und nach dem Wenden des Brotfladens durften sie auf die schon gebackene Teigseite überwechseln.

Dabei stellte sich heraus, daß die Pizza einen kleinen Moment zu lang gebacken war: die Unterseite, die jetzt zur Oberseite wurde, war bereits sehr fest, zu fest, um noch eine Verbindung mit dem Belag einzugehen. Ich bekam zwar später beides zusammen aus der Pfanne, aber beim Essen trennten sich dann beide Bestandteile wieder voneinander.


Da die Zwiebel-Speck-Mischung auch nur für einen Pizzafladen ausreichte, habe ich die zweite Teighälfte erst ein wenig ausgerollt, dann mit den Fingern langsam und sorgfältig auseinander gezogen (das kam mir übrigens wie eine Übung fürs Strudelbacken vor) und in fingerfoodtaugliche Stücke geschnitten. Der Teig war bei diesen dünner als bei der Pizza. Ich habe sie ebenfalls in Öl ausgebacken und abkühlen lassen.
Diese Pizzabrotstücke habe ich heute morgen als Frühstück genossen, zusammen mit etwas Orangensaft. Sie waren noch schön knusprig, aber nicht zu hart.

Auf diese Art und Weise noch einmal Pizzabrot zu machen, kann ich mir gut vorstellen (es ist ja auch noch ein halber Hefewürfel da); der Zwiebelkuchen hingegen darf weiterhin aus dem Backofen kommen.

Samstag, 16. Oktober 2010

Italienische Woche: Fladenbrot mit Käse nach E. Witzigmann

Anläßlich des heutigen Welttag des Brotes möchte ich heute ein Rezept aus diesem Buch vorstellen:



Ich mag die Rezepte in diesem Buch, leider ist es inzwischen nicht mehr im Bahnhofsbuchhandel zu haben (jedenfalls nicht dort, wo ich unterwegs bin). Also greife ich auf das Exemplar aus dem elterlichen Haushalt zurück.

Olivenölbrot mit Käse

Für ein Brot:

1. 15 g Trockenhefe und 1 TL Zucker in 100ml warmem Wasser verrühren, etwas gehen lassen, bis die Mischung schäumt.

2. 350g Weizenmehl 550 mit 1 TL Salz vermengen. 1 EL Öl, die Hefemischung und das restliche Wasser zugießen und alles zu einem glatten Teig rühren. Diesen auf bemehlter Arbeitsfläche 4 Minuten lang kneten.

3. Den Teig in 2 gleichgroße Stücke teilen und jedes ca. 6 mm dünn ausrollen. Einen Kreis auf ein rundes gefettetes Backblech legen, 200g kleingewürfelten Pecorino oder einen ähnlichen Käse sowie etwas zerstoßenen Fenchelsamen darauf verteilen.

4. Den zweiten Teigkreis darüberlegen, die Ränder gut zusammendrücken, damit die Füllung beim Backen nicht ausläuft.

5. Den oberen Teigkreis mit einem scharfen Messer mehrere Male leicht einritzen. mit 2 EL Olivenöl bestreichen.

6. Den Teig mit den Fenchelsamen bestreuen und 20-30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

7. Den aufgegangenen Teig 30 Minuten im vorgeheizten Backofen (200 Grad Ober-/Unterhitze) backen. Sofort sevieren.

Ein halbes Fladenbrot in der Alufolie:


Meine Änderungen: bis auf Salz, Öl und Zucker habe ich nur mit der halben Menge der Zutaten gearbeitet, es hat trotzdem für eine Quicheform von etwa 24 cm Durchmesser gereicht. Statt des Fenchelsamens ist getrockneter Rosmarin zum Einsatz gekommen und statt Weizenmehl eine Mischung aus Dinkelweiß- und Dinkelvollkornmehl (Verhältnis 4:1). Auch habe ich den Käse für die Füllung (wieder einmal der bewährte Parmesangouda) gerieben, nicht nur in kleine Würfel geschnitten.
Meine Vorkoster und ich fanden es lecker. Noch ein Brot, das ich sicher nicht zum letzten Mal gebacken habe.

Und ja, es schmeckt auch an den Folgetagen noch sehr gut, zum Beispiel zu Panzanella. :)



Das Banner darf auch hier nicht fehlen:

World Bread Day 2010 (submission date October 16)


Viel Spaß beim Nachbacken, es lohnt sich!

Sonntag, 10. Oktober 2010

Peruanische Hochzeitskekse (Empanaditas de boda)

Wie ich vor einer Woche schon schrieb, hat die Kochbuchsammlung im elterlichen Haushalt Zuwachs bekommen: von einem englischen Buch über die peruanische Küche.

Bereits damals hat mich - neben dem Rezept für die Alfajores - ein Gebäck angelacht, das als "Hochzeitskekse" bezeichnet wird. Das Buch erklärt dazu:
"In some towns in the North Central region these biscuits are sold at local festivals. They are known as 'wedding biscuits' because they are most often made for such celebrations, but street vendors also sell them, freshly made, warm and delicious."
Eigentlich ist die Vorstellung, frische warme Kekse auf der Straße kaufen zu können, schon sehr verlockend; auch weil ich mir im Kopf nur schwer einen mobilen Backofen vorstellen kann. Das Buch hält übrigens noch ganz viele weitere frische Rezepte bereit.

Ich poste hier das Rezept in englisch, da ich nicht weiß, ob eine deutsche Ausgabe existiert oder geplant ist. Die Mengen sollten laut Buch für 15 Kekse ausreichen.

Wedding biscuits

250 g / 9 oz / 2 1/4 cups (self-rising) flour
10 ml / 2 teaspoons baking powder
250 g / 9 oz / 1 1/4 cups caster (superfine) sugar
250 g / 9 oz / generous 1 cup lard
30 ml / 2 teaspoons water
1 egg yolk
45 ml / 3 teaspoons milk
50 g / 2 oz / 1/4 cup toasted sesame seeds

1. Preheat the oven to 200°C / 400°F / Gas 6 and grease a large baking sheet.

2. Sift the flour with the baking powder and stir in the sugar. Make a well in the centre and add the lard, cut into small pieces, and water. Gradually rub the lard and the water into the dry ingredients, adding a little more water if needed, and knead the mixture for about 10 minutes to form a smooth dough.

3. Form the dough into a roll about 7.5 cm / 3 inch in diameter and cut it into 1 cm / 0.5 inch slices.

4. Lay the slices on the baking sheet, spacing them well.

5. Beat the egg yolk lightly with the milk and brush the top of each biscuit with the mixture. Sprinkle with sesame seeds and bake for 20 minutes, until they are golden brown. Leave them on the baking sheet to cool.

Cook's tip: You can make tiny biscuits for parties by rolling a smaller dough roll and slicing thinner rounds. The baking time for smaller biscuits will need to be reduced.


Ich muß gestehen, ich habe mich nicht ganz an dieses Rezept gehalten (wie man an dem Bild auch erahnen kann). Schweineschmalz war keins im Haus (ich wüßte aus dem Stegreif auch nicht, wo man das bekommt - beim Metzger?), also habe ich anstelle dessen Butter verwendet. Ob es deswegen oder wegen etwas zuviel Wasser (knapp 100 ml) oder wegen zuwenig Ruhezeit für den Teig zu flüssig blieb, kann ich nicht sagen. Jedenfalls kam ich trotz zusätzlicher Mehlzugabe (ca. 50 - 80 g zusätzlich) nicht soweit, daß ich den Teig hätte zu einer Rolle formen konnte. Und deshalb habe ich dann nur einfach kleine Häufchen auf das Backblech gesetzt, die unangenehm auseinanderliefen.

Wenigstens hat das dem Geschmack keinen Abbruch getan.
Als Keks für jede Jahreszeit eignet sich das Rezept durchaus. :)