Freitag, 30. April 2010

So geht's auch ...

Hirse zur Hälfte mit Rote Bete-Wasser und normalem ;) Wasser (und Rote Bete-Stücken) aufsetzen, aufkochen und anschließend auf dem ausgeschalteten Herd ausquellen lassen.
Das Ergebnis sah dann heute morgen (nach einer größeren Kostprobe gestern abend ;)) so aus:



und schmeckte im warmen wie im kalten Zustand einigermaßen süß (Rote Bete eben), kam aber vor allem ganz ohne Gewürze aus.

Freitag, 23. April 2010

Warten auf Effilee

Jaja, ich weiß, die neue e&t ist raus.
Deren Kauf hab ich mir aber erstmal verboten (das liebe Geld).
Auf die Effilee möchte ich trotzdem nicht verzichten, schade, daß es noch eine ganze Woche hin ist, bis sie rauskommt.

Zum Glück habe ich gestern in fremden Bücherschränken eine Art Ersatz gefunden: eine Zusammenstellung von Geschichten über das Kochen, die unter dem Titel "Wenn der Koch den Löffel schwingt" erschienen ist. Meine aktuelle Nachttischlektüre.

Lustig und unterhaltsam war dann auch gleich das erste Geschichtchen, das die Kulturgeschichte des Kochens umreißt. Der Autor schloß seinen Beitrag mit einem Rezept für Hühnerleber ab, die - bitte nicht aus dem Supermarktregal oder der Tiefkühltruhe stammend - zuzubereiten sei. Gerne dürften auch frische kleingeschnitte Hühnerherzen dazugegeben werden.
Hach, da lief mir schon mal das Wasser im Mund zusammen.

Donnerstag, 22. April 2010

Abschied vom Bärlauch

Heute war es auch bei mir soweit: ich habe den letzten Bärlauch verbraucht.
Adieu, Du schönes Würzkraut!

Abgesehen davon gab es heute wieder Studentenküche pur: Bratkartoffeln mit roter Bete und Gouda (und besagtem Bärlauch) und abends Vollkornnudeln mit sautierten Scheiben Riesenradieschen (die mir unbeabsichtigt etwas angekeimt waren und deshalb ein wenig wie junger Kohlrabi schmeckten) und Muscheln aus der Dose (die ich wohl nie wieder mit anderem in eine Pfanne schmeißen werde!).
Schade, daß die beigegebene Petersilie nicht mal ansatzweise Würzkraft hatte.

Ich brauche eine bessere Küchenplanung.
Oder mehr Pfannen.
Oder beides. *seufz*

Montag, 19. April 2010

Bratkartoffeln zum zweiten

Ich habe dann heute doch Abhilfe geschaffen und wieder eine große Flasche Keimöl gekauft.
(Warum gibt es die eigentlich nicht kleiner als mit einem Liter Inhalt?)
Das Rundum-Sorglos-Produkt ... einfach rein in die Pfanne, nach 1-2 Minuten das Bratgut dazu, Deckel drauf und gelegentlich umrühren.

Achso, gebraten wurden wieder Kartoffelscheiben, dazu Möhrenscheiben und kleingeschnitte Rote Bete aus dem Glas sowie Reste vom Ingwer. Die Bete überdeckt geschmacklich alles, da konnte der zwecks Resteverwertung draufgekippte reichliche Eßlöffel Tomatenketchup auch nichts mehr kaputtmachen. :D

Sagte ich schon mal, daß ich den Geschmack von Roter Bete liebe?
Das letzte Mal, daß ich welche gekauft habe, ist gefühlte Jahrhunderte her.
Ich glaube, ich muß mal Labskaus machen. Oder roten Heringssalat.

Sonntag, 18. April 2010

Schnelle Bratkartoffeln?

Es sollte eben schnell gehen ...

- 3 Kartoffeln (festkochende) geschält, in dünne Scheiben geschnitten
- Sesamöl in der Pfanne erhitzt
- Kartoffelscheiben hineingegeben, dazu Salz und Pfeffer, mit Holzlöffel umgerührt
- Öl nachgegossen :(
- eine halbe rote Paprika in Würfel geschnitten
- Paprika und etwas Sojasauce in die Pfanne gegeben
- Ingwer geschält, in kleine Würfelchen geschnitten, in die Pfanne gegeben
- ca. 100ml Wasser hinterher :(
- Nordseekrabben abgießen, in die Pfanne geben, kurz mitgaren
- 4 Blätter Bärlauch in dünne Streifen geschnitten, über das fertige Essen gegeben

Wer findet den Fehler? ;)

Donnerstag, 15. April 2010

Die verschobene Einkaufstour

Ja, ich war brav.
Gekauft wurden:
- Hirse
- Sesam
- Kürbiskerne
- Tofu
- Sesamöl
- 2 rote Paprika
- 2 Wellwürstchen (und eine Scheibe Blutwurst, die gleich im Gehen verzehrt wurde)
- 2 Sträuße glatte Petersilie
- Eier (müssen sein)
- Milch (muß auch sein)
- weiße Champignons
- 1 Bund Riesenradieschen
- 2 Zitronen
- 5 Kiwis (die waren im Angebot ...)

Also kein Auswärtsessen mehr bis auf weiteres!

Mittwoch, 14. April 2010

Nachtrag ...

Natürlich gibt es auch bei Wikipedia eine Seite zu Eisenmangel, inkl. einer Liste mit Lebensmitteln und Rezeptvorschlägen.

Die Seite über Vitamin C ist allerdings noch umfangreicher.

Aus gegebenem Anlaß ...

... mache ich wieder eine Kategorie auf: Essen bei Eisenmangel.
Und fange gleich mit einer Einkaufsliste an.

Bei www.eisenmangel.ch findet man folgende Liste (die Zahlen geben den Eisengehalt in Milligramm pro 100g an):

Fleisch
Schweineleber 22,1
Schweineniere 10,0
Kalbsleber 7,9
Blutwurst 6,4
Kalbsschnitzel 5,8
Leberwurst 5,3
Corned Beef 4,1
Rindfleisch 3,2
Schweinefilet 3,0
Ente 2,5
Kalbfleisch mager 2,1
Poulet mit Haut 1,8
Cervelat 1,7

Fisch und Meeresfrüchte
Austern 5,8
Sardine 2,5
Lachs 1,0
Thunfisch 1,0
Zander 1,0
Bachforelle 0,7

Soja
Sojabohnen 6,6
Sojajoghurt 1,9
Sojamilch 0.8
Tofu 5,4

Gemüse
Petersilie 6,0
Sauerampfer 8,5
Brennessel 4,1
Spinat 4,1
Schwarzwurzel 3,3
Brunnenkresse 3,1
Gartenkresse 2,9
Fenchel 2,7
Ruccola 2,3
Zuchetti 1,5
Endivien 1,4
Rosenkohl 1,1
Lauch 1,0
Bohnen 0,8
Brokkoli 0,8
Avocado 0,6
Chicorée 0,7
Blumenkohl 0,6
Weiss- und Rotkohl 0,5
Kohlrabi 0,5

Beeren
Schwarze Johannisbeeren 1,3
Rote Johannisbeeren 0,9
Erdbeeren 1,0
Brombeeren 1,0
Himbeeren 1,0
Heidelbeeren 0,9

Früchte
Kiwi 0,8
Melone 0,8
Aprikose 0,6
Apfel 0,5
Pfirsich 0,5
Kirschen 0,4
Mango 0,4
Orange 0,4

Trockenfrüchte
Aprikosen 4,4
Feigen 3,2
Pflaumen 2,3
Bananen 2,8

Getreide
Amaranth 9,0
Hirse 6,9
Quinoa 8,0
Haferflocken 4,6
Vollkornweizenmehl 4,7
Weissmehl 1,2

Reis
Vollkornreis 3,2
Weisser Reis, geschält 0,8

Hülsenfrüchte
Linsen 6,9
Kichererbsen 6,1
Weisse Bohnen 6,1

Nüsse und Kerne
Sesam 10,0
Mohn 9,5
Leinsamen 8,2
Pistazien 7,3
Sonnenblumenkerne 6,3
Mandeln 4,7
Haselnuss 3,8
Cashewnüsse 2,8
Erdnüsse 1,8

Pilze
Pfifferlinge, getrocknet 17,0
Pfifferlinge 6,5
Champignons 1.1

Brot
Knäckebrot 4,7
Vollkornbrot 3,3
Kakaopulver 12

Gewürze
frischer Ingwer 17,0

Auf http://goccus.com/campus.php?id=208 ist außerdem Bärlauch aufgeführt. Leider auch nirgendwo anders ...

medizinfo.de bietet folgende Liste:

Eisengehalt in tierischen Lebensmitteln (mg/100 g):
  • Rotwurst 6,4 mg
  • Innereien 5,0 - 22,0
  • Kaninchen 3,5
  • Rinderkamm (Hals) 3,2
  • Kalbsschnitzel 3,0
  • Schweinefilet 3,0

Eisengehalt in pflanzlichen Lebensmitteln (mg/100 g):

  • Weizen/Roggenkeime 8,0 - 9,0
  • Linsen 7,5
  • Pfifferlinge 6,5
  • Tofu 5,4
  • Grünkern 4,2
  • Haferflocken 4,2
  • Dinkel (ganzes Korn) 4,0
  • Haselnuss 3,8 (hoher Fettgehalt)
  • Brotaufstrich auf Nussbasis 3,9 (hoher Fettgehalt)
  • Vollkornbrot 3,0
  • Schwarzwurzel (gekocht) 2,9
Ich glaube, ich gehe dann mal einkaufen.
Schon doof, wenn man aus Rücksicht aufs eigene Portemonnaie keine gescheiten Zutaten daheim hat, ne? ;)

Bärlauchquark

Für 500g Quark:
Eine große Handvoll Bärlauchblätter kleinschneiden.
Den Quark mit 1-2 EL Milch glattrühren, die Bärlauchschnipsel darunterrühren, mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
Einen Tag durchziehen lassen.

Schmeckt aufs Brot, aber auch zu frisch gekochten Roggenkörnern. :)

Der gelungene Rumfort-Salat und die nicht so gelungene Salatsauce

Verbraucht werden mußten:
200g Feldsalat
1 Avocado
1 Bund Radieschen
ca. 150g weiße Champignons

Alles wurde geputzt, ggf. geschleudert, kleingeschnitten und durfte in der Schüssel auf das Dressing warten.

Für die Sauce mußten herhalten:
3 TL Honigsenf
3 EL Balsamico-Essig
3 EL Walnußöl
jeweils etwas Salz und Pfeffer

Diese Zutaten wurden mit einer kleinen Gabel schnell geschlagen, bis sich eine cremige Masse ergab. Diese wanderte zu den Schnipseln in die Schüssel und wurde gründlich mit ihnen vermengt.

Ich mag es, Nüsse oder Kerne im Salat zu haben. Da ich noch eine Packung Sonnenblumenkerne fand, durften davon auch noch einige in den Salat.

Kritisiert wurden anschließend:
- die Sonnenblumenkerne
- die zusammengefallenen Feldsalatblätter
- die Zusammensetzung des Dressings

Ich selbst bin insofern nicht ganz mit der Zubereitung zufrieden, als daß die Avocado sehr in den Vordergrund trat und der Salat sehr gehaltvoll wirkte.
Entsprechend haben sich meine Eltern dann auch eher zurückgehalten, als es den Salat am vergangenen Samstag gab.

Freitag, 9. April 2010

Der erste Spargel und das erste pochierte Ei

Ich war am Dienstag auch mutig und habe Spargel gekauft.
Weißen Spargelbruch aus Bürstadt, das Kilo zu 4 Euro. Da kann man eigentlich nicht meckern, auch wenn die Zusammenstellung mich bei genauem Hinsehen schon irritiert hat. Immerhin waren da echt "dicke Dinger" dabei.

Ich habe alle in Stücke vom etwaigen Volumen eines kleinen Fingers geschnitten, ca. eine halbe Stunde in Salzwasser kochen lassen, bis der Spargel weich war, und mich währenddessen um die zuvor hartgekochten 5 Eier gekümmert.
An dieser Stelle darf ich dann auch mein erstes (unfreiwillig) pochiertes Ei präsentieren. Ein Exemplar von den Fünfen brach nämlich direkt nach dem Kontakt mit leicht erhitztem Wasser an und während des Kochvorganges fast durch. Das führte auch dazu, daß sich der Inhalt (auch das Eigelb) zu einem kleinen Teil ins Kochwasser ergoß.

Ich habe die beiden Eihälften dann separat mit etwas Salz ausgelöffelt.
Die anderen 4 Eier hatten keine Schäden, sie wurden abgeschreckt, geschält und mit mechanischer Hilfe in Würfel geschnitten. Zu den Eiwürfeln gesellten sich dann gut 2 Eßlöffel Curry-Ketchup und etwas Pfeffer.

Als die Spargelstücke weich waren, habe ich die längeren Stücke quer und alle Stücke längs in 4-8 Teile geschnitten. Diese habe ich dann unter die Eimischung gehoben und das Ergebnis sehr genossen. :)

Dienstag, 6. April 2010

Von den Profis gelernt

Ich habe mir am Wochenende trotz Familienbesuch auch etwas Zeit genommen, Kochsendungen "nachzuschauen" (sprich: Online-Mitschnitte zu konsumieren). In diesem Fall vier Folgen Küchenschlacht (29.3.-01.4.), eine Folge "Lafer!Lichter!Lecker!" (3.4.) und eine Folge "Lanz kocht" (26.3.).

Lafer hat bei LLL nicht nur Vorarbeit geleistet, um einen Ersatz für potentiell mißlingende Eierkuchen und Sahnecremes (letztere fiel seiner Studiogästin hinunter und zierte dann nicht nur den Boden vor den Kühlschränken, sondern auch ihre Hose) zu haben, sondern quasi auch aus dem Nähkästchen geplaudert, indem er die Kräuterkruste für sein Filet in einer Gefriertüte ausrollte, selbige Tüte für ca. 15-20 Minuten (mindestens aber 10) in den Gefrierschrank gab, anschließend in drei breite Streifen schnitt und den Rest der Tüte abzog.

Am gestrigen Montag ging es dann wie geplant ins Lieblingsrestaurant meines Vaters: zu einem Italiener. Wir waren zu viert und hatten zum Glück reserviert, denn sonst hätten wir wohl draußen bleiben müssen. Noch bevor wir Getränke bestellen konnten, durften wir uns schon über Weißbrot, Oliven und Kräuterbutter hermachen (das haben wir auch getan). Ich hatte beim Eintreten in die Gaststube schon sehnsüchtige Augen auf das Vorspeisenbuffet geworfen, weswegen ich nur das Hauptgericht von der Festtagskarte nahm, die uns ausgehändigt wurde. Meine Eltern entschieden sich für Salat mit Jakobsmuscheln, die vierte Person ißt nur wenig und verzichtet deshalb auf eine Vorspeise. Ich genieße meine Gemüse- (eingelegter Paprika, eingelegte Zucchini, Tomate mit Mozzarella) und Fisch-Stückchen (Krebsfleisch, Garnelen in Sahne). Insgesamt war es dann doch eher reichlich. Ob eben deswegen die Portion Tortelloni mit Kräuterseitlingen nicht so groß ausfällt wie die anderen drei Hauptgerichte, erfahren wir nicht. Dafür sind die Nudeln verdammt bißfest, die Pilze glibberig und die Füllung mutet sehr nach Fertigprodukt an. Ich kann später nicht anders, als von Lafers Kräuterkruste zu erzählen, zu deutlich waren die Parallelen, auch wenn die Qualität durchaus über der von gekauften Tortellini lag.

Immerhin fühle ich mich jetzt gerüstet für die erste Nudel-Selbermach-Aktion.
Schlimmer als diese Tortelloni kann es ja nicht werden.