Ich habe mir am Wochenende trotz Familienbesuch auch etwas Zeit genommen, Kochsendungen "nachzuschauen" (sprich: Online-Mitschnitte zu konsumieren). In diesem Fall vier Folgen Küchenschlacht (29.3.-01.4.), eine Folge "Lafer!Lichter!Lecker!" (3.4.) und eine Folge "Lanz kocht" (26.3.).
Lafer hat bei LLL nicht nur Vorarbeit geleistet, um einen Ersatz für potentiell mißlingende Eierkuchen und Sahnecremes (letztere fiel seiner Studiogästin hinunter und zierte dann nicht nur den Boden vor den Kühlschränken, sondern auch ihre Hose) zu haben, sondern quasi auch aus dem Nähkästchen geplaudert, indem er die Kräuterkruste für sein Filet in einer Gefriertüte ausrollte, selbige Tüte für ca. 15-20 Minuten (mindestens aber 10) in den Gefrierschrank gab, anschließend in drei breite Streifen schnitt und den Rest der Tüte abzog.
Am gestrigen Montag ging es dann wie geplant ins Lieblingsrestaurant meines Vaters: zu einem Italiener. Wir waren zu viert und hatten zum Glück reserviert, denn sonst hätten wir wohl draußen bleiben müssen. Noch bevor wir Getränke bestellen konnten, durften wir uns schon über Weißbrot, Oliven und Kräuterbutter hermachen (das haben wir auch getan). Ich hatte beim Eintreten in die Gaststube schon sehnsüchtige Augen auf das Vorspeisenbuffet geworfen, weswegen ich nur das Hauptgericht von der Festtagskarte nahm, die uns ausgehändigt wurde. Meine Eltern entschieden sich für Salat mit Jakobsmuscheln, die vierte Person ißt nur wenig und verzichtet deshalb auf eine Vorspeise. Ich genieße meine Gemüse- (eingelegter Paprika, eingelegte Zucchini, Tomate mit Mozzarella) und Fisch-Stückchen (Krebsfleisch, Garnelen in Sahne). Insgesamt war es dann doch eher reichlich. Ob eben deswegen die Portion Tortelloni mit Kräuterseitlingen nicht so groß ausfällt wie die anderen drei Hauptgerichte, erfahren wir nicht. Dafür sind die Nudeln verdammt bißfest, die Pilze glibberig und die Füllung mutet sehr nach Fertigprodukt an. Ich kann später nicht anders, als von Lafers Kräuterkruste zu erzählen, zu deutlich waren die Parallelen, auch wenn die Qualität durchaus über der von gekauften Tortellini lag.
Immerhin fühle ich mich jetzt gerüstet für die erste Nudel-Selbermach-Aktion.
Schlimmer als diese Tortelloni kann es ja nicht werden.
Dienstag, 6. April 2010
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