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Sonntag, 18. August 2013

Sonntagssüß: Käsekuchen mit Löffelbiskuitboden

Das Sonntagssüß ist eigentlich ein Samstagssüß. Gebacken und probiert wurde der Käsekuchen mit Löffelbiskuitboden, den ich bei der Dinkelhexe entdeckt habe, nämlich schon gestern - und verkostet auch. Da die Initiative Sonntagssüß aber nur noch auf Facebook sammelt, macht das aber bestimmt nichts.

Für eine große Springform (26 cm) habe ich 500g Magerquark mit 4 Eigelben, einer Packung Vanillepuddingpulver und 100g Zucker verrührt. Die vier Eiweiße wurden mit 80g Zucker geschlagen. (Da ich leider den letzten Weißzucker zur Quarkmischung gab, habe ich die Eiweiße mit braunem Zucker geschlagen. Das Ergebnis war bräunlich und kein richtiger Schnee - also bitte nicht nachmachen!)

Die Quarkmasse wurde, nachdem ich den Eischnee, der keiner war, untergerührt hatte, in die mit Löffelbiskuits ausgelegte Form gegeben und durfte noch etwas entspannen, bevor es in den Ofen ging. (Jaa, das Einfetten hab ich vergessen.)

Bei etwa 180 Grad hat der Kuchen etwa 40-45 Minuten gebacken. Genauere Zahlen hab ich nicht für Euch, ich bin da ein wenig "frei Schnauze" vorgegangen. Ist ja nicht mein erster Käsekuchen und auch der Ofen ist schon lange nicht mehr "neu". (Der Backofen hat am Einstellrad übrigens Markierungen für 50 - 250 Grad in 25er-Schritten.)

Der Geruch hat dann leider Wespen in die Küche gelockt, sodass ich den Kuchen bald in den Kühlschrank getan habe. Da sich seit gestern ein zunehmendes Unwohlsein in meinem Bauch breitmacht, gibt es wohl heute kein Stück vom leckeren Kuchen. Weiterempfehlen möchte ich das Rezept trotzdem. Nachbacken, husch, husch! ;-)

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Nachgemacht: Brioche aus der Muffinform und Weingelee

Hätte nicht gedacht, daß ich einen Blogbeitrag mal aus der Schußlinie bringen muß, weil ich auf völlig alltägliche Verrichtungen anderer Leute eingegangen bin. Nunja, ein erstes Mal gibt es immer. Vielleicht noch ein Grund, nicht so bald wieder zu einem Kochkurs zu gehen. Ich bin offenbar nicht gesellschaftskompatibel, wenn ich die Sache mit der Privatsphäre anders sehe als jemand, der nicht so existentielle Sorgen hat wie ich.
(Mehr Worte verliere ich dazu nicht und weitere Nachrichten zum Thema auf Xing werde ich ab morgen ungelesen löschen. Es gibt hier eine Kommentarfunktion, die ich nicht moderiere. Ich muß mich nicht verstecken. Ihr auch nicht.)

Vor drei Wochen hatte ich im elterlichen Haushalt Brioche in der Muffinform gebacken und auch noch Weingelee nach einem Rezept von essen&trinken gekocht.
Zusammen sahen beide so aus:


Das Weingelee war nicht so meins (Weingelee halt), die Brioche etwas fest, aber durchaus lecker.
Da Übung den Meister oder die Meisterin macht, backe ich diese Brioche bestimmt irgendwann nochmal. Evtl. halte ich mich dann auch an die richtige Form. ;)

Leider hat das Weingelee den Transport von Bad Nauheim nach Darmstadt nur teilweise überlebt: danach war es nämlich größtenteils wieder flüssig. :(

Sonntag, 2. September 2012

Quarkbällchen nach Frau Küchenlatein

Auch wenn erst morgen der erste Arbeitstag im September ist, habe ich vor gut einer Woche quasi schon meinen ersten Arbeitstag gehabt. Eine Schulung, die sich mit den Validierungsprozessen von Software im Pharmabereich befaßte. Mein neues altes Arbeitsgebiet. Am selben Tag sollte abends auch noch eine Art "Abteilungsgrillen" stattfinden.

Versprochen hatte ich einen grünen Salat, dazu kam, weil bei der Abstimmung über die kulinarischen Mitbringsel kein Nachtisch erwähnt wurde, eine spätabendlich erzeugte große Menge Quarkbällchen nach diesem Rezept. Nur mit der Änderung, daß ich - der besseren Präsentabilität willen - diesmal nicht auf das Wälzen im Zucker verzichtet habe. Ich bin immer noch überrascht, mit welchem Appetit die neuen Kollegen zugegriffen haben. Sollte ich jetzt zu jeder Schlemmerei nur noch Chefkoch-Quarkbällchen mitnehmen?

Nun, wenn man in Anwesenheit von Frau Foodfreak das Wort Quarkbällchen sagt, kommt der Verweis auf das Familienrezept im Hause Küchenlatein. Okay, für's nächste Mal vorgemerkt. Ich hatte völlig vergessen, daß ich das Rezept schon mal irgendwann gebookmarkt hatte.

Den letzten Sonntag vor dem "Ernst des Lebens" ausnutzend, habe ich mich das neue Rezept gewagt, allerdings mit Änderungen: 3 Eier Größe M statt 2 Eier Größe XL, ca. 330 g Mehl statt einer Mischung aus Mehl und Stärkemehl, Öl statt zerlassener Butter sowie etwas mehr Zucker. Ansonsten wurden die Bällchen wieder mit 2 Teelöffeln abgestochen, im Pflanzenfett gegart und nach kurzer Abkühlzeit in Zucker gewälzt.

Ich glaube, ich backe auch nach keinem anderen Rezept mehr ... allein vor dem Backen war der Teig viel fluffiger, das Garen selbst war (gefühlt?) mit etwas weniger Temperaturaufwand möglich und auch das Endergebnis überzeugte.

Bleibt mir nur, für den Tip und das Rezept zu danken. Das nächste Social Event mit Essensmitbringerei kann kommen!

Sonntag, 19. Februar 2012

Nachgebacken: Schneller Schokokuchen

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und manchmal muß man dann Rezepte vorher testen. Genau das habe ich am Samstag mit diesem schnellen Schokokuchen getan. (Und weil ich manchmal etwas ungeschickt bin Scherben Glück bringen sollen, habe ich für das Wasserbad erst eine Glasschüssel genommen. Experimentalphysik mal anders. *g* Die Schüssel ist glatt mittig gesprungen ... und meine Eltern haben jetzt eine Glasschüssel weniger. *schäm*


Der Kuchen ist sensationell schokoladig und wurde deshalb mehrmals von meinem Vater gelobt. Sehr überrascht war ich, als er dann auch noch nach dem Rezept fragte. Sein bisheriges Standardrezept für Schokokuchen (aus dem Hause Oliver) hat dann wohl ausgedient ...

Von meinem Vater kam dann auch noch der Vorschlag, am großen Tag dazu Obst und Schlagsahne zu servieren. Als ich vorhin auf dem Bahnhof in der aktuellen e&t blätterte, fiel mir dort ein Rezept für Schokoküchlein mit Physalis-Kompott auf. Dieses paßt sicher auch zu diesem Kuchen. Vollkommen abweichend von meiner sonstigen Neigung hatte ich diesmal aber keinen Drang, das Heft zu kaufen. Mal sehen, ob sich das vor dem Erscheinen des nächsten Heftes noch ändert.


P.S.: Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß auch ich zwei Eßlöffel Mehl verwendet habe. ;) Und daß mir der Kuchen beim Aus-der-Form-Holen leicht angebrochen ist.

Sonntag, 5. Februar 2012

Endlich wieder backen: Käsekuchen nach New Yorker Art

Eigentlich hatte es diesen Kuchen schon vor einer Woche geben sollen. Aber da habe ich den "Kampf" um Küchenzeit mit meiner Mutter verloren, weil diesmal nicht drei Mäuler zu versorgen waren, sondern viereinhalb, wobei Nr. 4 und Nr. 5 ziemlich spezielle Esser sind. Entsprechend viel Zeit wurde in die Vorbereitungen der Mahlzeiten gesteckt.

So habe ich dann das Backen eines nachgeschobenen Geburstagskuchens auf das vergangene Wochenende verschoben. Da sowieso gerade Frischkäse vom vorigen Wochenende übriggeblieben war, fiel die Entscheidung für Käsekuchen sehr leicht.


Das Rezept stammt aus dem Buch "New York Deli Basics" (erschienen 2002 bei Gräfe&Unzer, ISBN 3-7742-3247-4).

New York Cheesecake

Zutaten für eine Springform (12 Stücke):
1/2 halbe unbehandelte Zitrone
150g Mehl
350g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
100g Butter
1 Vanilleschote
6 Eier
800g Frischkäse
150g Sauerrahm
150ml Milch
2 EL Puderzucker

Zubereitung:

1. Die Zitrone mit heißem Wasser gründlich waschen. Die Schale sehr fein abreiben und den Saft auspressen. Schale und Saft mit Mehl, 50g Zucker und Vanillezucker vermengen. 100g Butter in kleinen Stücken und ein Ei zugeben und unterhacken. Alles rasch zu einem Teig verkneten und eine Stunde im Kühlschrank kaltstellen.

2. Den Backofen auf 200° C vorheizen. Eine Springform (Durchmesser: 28cm) mit ein wenig Butter ausfetten. Den Teig dünn ausrollen und den Boden der Form damit auslegen. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen und im Ofen (Mitte) 8 Minuten backen. Inzwischen die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und mit Frischkäse, Sauerrahm, Milch, restlichem Zucker und übrigen Eiern verrühren.

3. Die Form aus dem Ofen nehmen, die Temperatur auf 220° C erhöhen. Die Frischkäsemasse in die Form auf den vorgebackenen Boden geben und wieder zurück in den Ofen stellen. Nach etwa 10 Minuten, wenn der Kuchen eine leicht goldbraune Oberfläche bekommen hat, die Hitze auf 150° C verringern und den Cake noch eine Stunde weiterbacken.

4. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, mit einem Messer vom Springformrand lösen, auskühlen lassen und das Blech der Springform entfernen. Jetzt nur noch den New York Cheesecake mit dem Puderzucker überstäuben - und schmecken lassen.


In meinem Fall bestand die Masse diesmal aus 3x 175g Philadelphia, 200g (oder 250g?) Quark, einem Päckchen Vanillezucker, den 5 Eiern sowie den gewünschten 300g Zucker (200g hätten es auch getan). In den Teig kam nur die Schale einer Zitrone, nicht der Saft derselben.

Unter normalen Umständen hätte ich den Kuchen im Backofen auskühlen lassen (dann wäre er vermutlich nicht so zusammengefallen), aber die Mitesser warteten schon sehr gierig auf den Kuchen; er wurde auch sofort angeschnitten und probiert. Auf den Puderzucker wurde wie üblich verzichtet.

Da "New York Deli Basics" auch sonst einige nette Rezepte enthält, nehme ich hiermit am Dauer-Event Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen von Foodfreak teil.



Nachtrag: das Buch stammt aus dem elterlichen Bestand. Es ist ihnen irgendwann als Nachwirkung ihrer New York-Reise im Jahre 2001 (vor dem Fall der Türme!) geschenkt worden, weil sie so von den New Yorker Delis geschwärmt haben. Es ist dort eins meiner Lieblingskochbücher.

Dienstag, 3. Januar 2012

Verspätete Weihnachtsbäckerei

Zum Weihnachtsfeste wurden von der Verwandtschaft wieder Cantuccini gewünscht. Erkältungsbedingt blieb das auch das einzige, was ich vor Weihnachten gebacken habe. Trotzdem habe ich mich quasi selbst damit gefoltert, daß ich hin und wieder nachgeschaut habe, was in anderen Blogs so an Plätzchen gezeigt wurde. So stand dann ziemlich schnell der Entschluß fest, nach Weihnachten noch 2 oder 3 Sorten Plätzchen zu backen.

Ich hatte mir ein paar Favoriten rausgesucht. Da der für das Backen anvisierte Zeitplan durch äußere Umstände über den Haufen geworfen wurde, habe ich mich letztlich auch noch umentschieden, was die Plätzchen anging.

Von links nach rechts: nicht besonders formschöne Ingwerwürfel (nach einem Rezept aus einer alten e&t), ebenfalls leicht verhunzte Zimtschnecken (nach dem Rezept von Shermin, leider mit zu heißer Milch, so daß die Hefe keine Chance hatte) und der Versuch, Kokosmakronen unter Einsatz eines einzigen Bleches herbei zu improvisieren.


Von dieser Backaktion blieben ein Ei und zwei Eigelbe übrig. Als Lunch for one am Neujahrsmorgen das Rezept für die Neujahrsbrezel postete, kam mir das daher gerade gelegen. Die etwas totenkopfartige Form ist keine Absicht. Vielleicht hätte ich eine Bilderanleitung für das Formen der Brezel gebraucht.


Jedenfalls riecht sie auch eineinhalb Tage nach dem Backen noch sehr verführerisch, so daß ich sicher noch öfter Neujahrsbrezeln backen werde.

Donnerstag, 10. November 2011

Rezept ohne Bild: Zitronen-Kokos-Tarte

Anläßlich eines familiären Ereignisses habe ich am vergangenen Wochenende mal wieder gebacken. Einen Geburtstagskuchen.

Irgendwas mit Zitrone sollte es sein, doch als es soweit war, fiel mir auf, daß mir ein Ausdruck von Ulrikes Zitronenriegeln fehlte. Dabei hatte ich noch groß angegeben, daß ich nichts anderes backen könnte, weil das Geburtstagskind so speziell sei.

Ich wurde dann in einem Backbuch fündig: eine als Zitronenkuchen bezeichnete Tarte hatte es mir angetan.
Nicht alle Zutaten waren im Haus, also schnell einen Einkaufszettel geschrieben. 24 Stunden später stellte sich dann heraus, daß doch eine Zutat fehlte - zum Glück fand sich im gut sortierten Küchenschrank Ersatz.

Aus 250g Mehl, einer Prise Salz, 100g Zucker, einem Eigelb und einem Glas Wasser wurde ein Teig, der leider zu flüssig war und deshalb mit schätzungsweise 100g Mehl aufgestockt wurde. Dieser durfte sich mindestens 30 Minuten im Kühlschrank entspannen.

4 Zitronen wurden heiß abgespült und mit einer Reibe malträtiert. 3 von diesen Zitronen wurden halbiert und ausgepreßt. Zitronenschale und -saft wurden mit etwa 150g Zucker, zwei Eiern und 200g halbfetter Schlagsahne vermischt. Dazu kamen (anstelle gemahlener Mandeln) 200g Kokosflocken. Auch diese Masse stellte ich zur Entspannung beiseite.

Das Rezept sah nun vor, daß der Teig ausgerollt und dann in die Tarteform gelegt werden sollte. Da ich den anwesenden Tarteformen aus DDR-Zeiten nicht traute, nahm ich stattdessen eine Springform, was sich angesichts der Mengen an Teig und Füllung als gute Idee erwies. Der Teig ließ das Ausrollen noch über sich ergehen, aber von der Holzfläche, auf der er ausgerollt war, mochte er sich nicht trennen, sodaß ich ihn noch mal zusammenfaltete, in die Springform legte und dort breitklopfte, bis er die gewünschte Dicke erreicht und sich auch ein bißchen an den Wänden ausgebreitet hatte.

Dieser Teig wurde mit Backpapier sowie trockenen weißen Bohnen bedeckt und in den 190° heißen Ofen geschoben. Dort wurde er 10 Minuten mit und 5 weitere Minuten ohne Backpapier und Bohnen vorgebacken. Anschließend gab ich die Kokos-Zitronen-Schlagsahne-Masse auf den Teig und buk ihn nochmals eine halbe Stunde, die letzten 10 Minuten davon abgedeckt (mit dem Backpapier vom Blindbacken, weil das bereits halbwegs auf die Größe der Form zugeschnitten war).

Nachdem die Stäbchenprobe Messerprobe ergeben hatte, daß die Masse komplett fest geworden war, holte ich den Kuchen aus dem Backofen und ließ ihn abkühlen, bevor er von uns verzehrt wurde.

Das Geburtstagskind lobte den Kuchen sehr, mir hat er auch gefallen (auch wenn ich ihn beim nächsten Mal wirklich mit gemahlenen Mandeln backen sollte). Zitronen gehen eben doch immer. Und ich habe jetzt Lust auf weitere Tartes und mache deshalb gleich eine neue Kategorie auf.

Dienstag, 14. Juni 2011

Vom Herbst in den Sommer: Rhabarberröster

Unlängst hatte bei einem Treffen, bei dem es sich gar nicht primär um's Essen drehte, eine Bekannte erwähnt, daß Zimt gut zu Rhabarber passe. Als großer Fan beider Zutaten wollte ich die Idee gern aufgreifen - aber wie?

Und dann kam mir wieder der Zwetschgenröster von Frau Eßkultur ein.

Gedacht, getan. Ein gutes Kilo Rhabarber wurde gekauft, von den Enden befreit, halbiert, geschält, in mundgerechte Stücke geschnitten ...


... in einer Mischung aus Erdbeersaft, dem Saft einer Zitrone (insgesamt etwa 250ml Flüssigkeit, so wie bei Ulrike) und etwas Weißwein sowie einem gestrichenen Eßlöffel Zimtpulver gegart, in Gläser gefüllt ...



... und 2 Tage später mit ein paar Quarkbällchen gegessen:


Für Rhabarberfans ein echtes Muß zum Nachmachen. Wer keinen Zimt mag, läßt ihn weg, dann kommt der Erdbeergeschmack schön raus.

Und da dieses Kompott sich in kleinen Einmachgläschen wie auf dem 2. Bild rechts auch gut zum Mitnehmen auf eine Party eignet, reiche ich das Rezept beim Event Geschenke aus der Küche von Zorra und Klärchen Kompott aus dem Gourmetbüdchen ein.

Blog-Event LXVIII - Geschenke aus der Küche

Montag, 6. Juni 2011

Saisonales Backen: Dinkel-Johannisbeer-Muffins

Im elterlichen Garten stehen seit vielen Jahren 2 Johannisbeersträucher. Und seit ich vor 9 Jahren wieder nach Hessen gezogen bin, freue ich mich jedes Jahr auf die Zeit, wenn die Beeren geerntet werden können. Es sind etwa 4 Wochen, in denen wir die Beeren sozusagen von der Hand in den Mund essen: zum Frühstück in den Joghurt, als Nachtisch mit Eis, ... haltbar gemacht haben wir sie (im Gegensatz zu Erdbeeren, die meine Eltern teilweise auch vom Selbstpflückerfeld holen) noch nie. Gebacken auch nicht, das muß wohl daran liegen, daß das auch mal eine Art der Haltbarmachung war (hat Doro gesagt, sie muß es wissen :)). Dabei haben Erdbeerkuchen bei uns wirklich Tradition. Ich durfte am Wochenende auch einen solchen genießen - manchmal sind Wochenenden mit meinem Vater echte Genießerwochenenden ...

Ich bin ja ein großer Fan von allem, was nach Käsekuchen aussieht oder daran angelehnt ist. Am Freitagabend hat mich daher der Joghurt-Johannisbeerkuchen in Würfelform bei Robert angelacht. Die fehlenden Zutaten waren rasch besorgt. Dann habe ich die Idee für dieses Wochenende wieder verworfen. Und dann machte mir ein Häufchen von gut 250g Dinkelvollkornmehl, das vom Backen von Ulrikes Dinkel-Leinsaat-Rollen übrig blieb, einen Strich durch die Rechnung. Ich hatte keine Lust, es bis zum nächsten Mal in 3 Wochen stehenzulassen, also mußte das Rezept für die Muffins mit Schokosplittern mal wieder für eine Variation herhalten. Energiefreundlicherweise habe ich dafür die Resthitze vom Backen der Dinkelrollen ausnutzen können.


Das Originalrezept und meine Variationen:
- 260g Dinkelvollkornmehl statt 200g Weizenmehl + 75g Speisestärke
- reichlich Johannisbeeren statt Schokolade

Die Johannisbeeren habe ich nicht abgemessen, es dürften etwa 200g gewesen sein.


Da die Johannisbeeren beim Backen teilweise platzten und so weitere Flüssigkeit in den Teig brachten, brauchen die Muffins 30 Minuten bei 160° Ober-/Unterhitze, bis sie durchgebacken sind. Danach sind sie sehr säuerlich lecker. (Wer nicht so auf Saures steht, sollte also die Zuckermenge anpassen.)

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche.

Montag, 30. Mai 2011

Wenn aus einem Kuchenrezept ein Blogevent wird ...

Feinschmeckerle ist schuld. Der Blog Bolli's Kitchen gehört nicht zu meiner normalen Lektüre (warum eigentlich nicht? *grübel*), deshalb wäre ich ohne Feinschmeckerles Tweet über Bollis Rhabarberkuchen gar nicht auf selbigen aufmerksam geworden.


Dabei hätte der Zeitpunkt nicht günstiger sein können; ich war nämlich eh auf der Suche nach einem weiteren Rhabarberkuchenrezept. Und hatte meiner Oma, die derzeit bei meinen Eltern zu Gast ist, einen verspäteten Geburtstagskuchen versprochen.

Die Mitesser waren begeistert (und das, obwohl mein Vater noch über den letzten Rhabarberkuchen geschimpft hatte) und haben gut zugegriffen. :)


Und ich habe festgestellt, daß das Rezept auch auf einen Notizzettel paßt. Auf den Puderzucker haben wir verzichtet, die Süße stimmte auch so.

Viel Spaß beim Nachbacken, ich kann diesen Kuchen wirklich empfehlen.

Mittwoch, 20. April 2011

Bananen-Kokos-Muffins

Als nach dem Backen dieser Muffins noch zwei Eier übrig waren (und einige Bananen, wie hier schon erwähnt), kam ich auf die Idee, das Rezept für die Muffins mit Schokosplittern etwas zu variieren.

Anstelle von 2 Eiern habe ich zwei Bananen zerdrückt und in den Teig gerührt, dann noch 4 Teelöffel Kokosraspel untergerührt. Alle anderen Zutaten wurden wie im Ursprungsrezept verwendet (mit einer Ausnahme: Dinkel- statt Weizenmehl). Auf die Schokosplitter habe ich der Unterscheidbarkeit zuliebe verzichtet. Beide Teige habe ich 25 Minuten bei etwa 170 Grad Ober-/Unterhitze gebacken.

Leider waren am Montag, als ich die Muffins mit auf die Arbeit nahm, nicht alle Kollegen da, daher wurden die Muffins nicht alle. Glück für mich, so konnte ich noch ein Bild auf meiner Terasse machen:


Viel Spaß beim Nachbacken!

Montag, 18. April 2011

Milchwoche: Bananenmilch

Nachdem mir am Donnerstag und Freitag ein stromleerer Akku das Bloggen vermieste (was angesichts der eingeschränkten optischen Schönheit der Gerichte eigentlich gar nicht so schlimm war), hole ich die fehlenden zwei Einträge heute und morgen nach. Oder ich mache drei daraus. Aus dem elterlichen Haushalt fielen nämlich zwei Bananen ab, die mich ein wenig aus dem Konzept bringen. ;)

Eine davon habe ich heute morgen in Stücke gebrochen, in einer meiner großen Tassen mit der Gabel zerdrückt, mit ca. 150 ml Milch übergossen und mit dem Zauberstab noch kurz zusammengemixt.


Ich wünsche Euch einen guten Wochenstart!

Mittwoch, 13. April 2011

Milchwoche: Erdbeer-Lassi

Noch ein langgehegter Traum von mir: Lassi selbst machen. Ich ging davon aus, daß das den BloggerkollegInnen ähnlich gehen müßte und war deshalb erstaunt, beim Suchen in meiner Blogroll gar nicht so viele Rezepte vorzufinden.
Aber: selbst ist die Frau. :D

Ich habe also TK-Erdbeeren über Nacht auftauen lassen, dann Erdbeeren und Joghurt zu gleichen Teilen mit dem Zauberstab gemeinsam püriert, Zucker dazugegeben und zwei Blättchen frische Minze als Deko:


Für zwei Gläser:
- 350g TK-Erdbeeren über Nacht auftauen lassen
- Erdbeeren mit derselben Menge Joghurt pürieren (evtl. 2-3 schöne Exemplare als Deko zurückbehalten)
- mit 1-2 Eßlöffel Zucker abschmecken
- mit frischer Minze garnieren

Ein Getränk, das Lust auf den Sommer macht!

Montag, 11. April 2011

Milchwoche: Himbeerquark

Nachdem ich die turbulenten letzten 3 Wochen dazu genutzt habe, mich nicht an meine eigenen Vorgaben (kein Schweinefleisch essen, 3 Suppen pro Woche posten) zu halten, habe ich gestern beschlossen, eine neue Themenwoche zu veranstalten. Das zur Zeit sommerliche Wetter hat daran nicht unwesentlichen Anteil.

Die Entscheidung für eine Woche mit Milchprodukten fiel dann ziemlich leicht. :)


Für eine Wochenportion ;) Himbeerquark habe ich 1kg Quark in einer Schüssel mit dem Inhalt von 2 Tüten Vanillezucker glattgerührt und dann frei Hand ca. 200g aufgetaute TK-Himbeeren untergerührt.
(Leider geben sich die aufgetauten Himbeeren nicht viel Mühe, fotogen zu sein.)

Wer mag, gibt vor dem Essen noch etwas Zucker (oder das Süßungsmittel seiner Wahl) hinzu.

Mittwoch, 9. März 2011

Meine private Kreppelverkostung

Ich mußte das einfach mal Frau Esskultur und ihren MitstreiterInnen nachmachen: Kreppel verkosten. Es war einfach so verlockend ...

... und da ich schon öfter an den Tagen nach dem Faschingsdienstag Kreppel gekauft und gegessen habe, hatte ich auch dieses Jahr keine Hemmungen.

Die Mitstreiter:


In der Mitte: Vanillepudding, ansonsten ab der Lücke im Uhrzeigersinn: Nougat, Hagebuttenmark, Pflaumenmus, Himbeerkonfitüre, Schokopudding. Die ersten vier sind vom Bormuth, die anderen zwei von einer anderen Bäckerei, die diverse Filialen in Darmstadt beliefert, deren Namen ich aber nicht kenne.

12 Viertel von 6 Krapfen im Sonnenlicht:


Ich gebe es zu: ich hatte Favoriten: Vanillepudding und Pflaumenmus. Das muß wohl an dem guten Geschmack beider gelegen haben.

Definitiv verloren hat "Nougat", wegen nicht zuordnungsfähiger Nußnote und einer Erdnußmus-ähnlichen Konsistenz.
"Himbeer" hat auch sehr beliebig geschmeckt, aber da will ich mal nicht so meckern, ich habe ja noch keine Himbeermarmelade gekocht.
Der Schokopudding hätte fester sein können, das war eher eine Mousse au chocolat. Eigentlich auch nicht verkehrt, aber dann hätte die Füllung etwas herber sein dürfen. Außerdem war die Schokoglasur praktisch nicht schneidbar.
Beim "Hagebuttenmus" war es ganz ähnlich wie bei der Himbeere. Ich war auf Säure gefaßt, das war wohl falsch.
Vanillepudding-Kreppel sind lecker, aber tendenziell zu süß.
Deshalb geht der erste Platz ans Pflaumenmus-Kreppel. :)

(Eigentlich hätten hier jetzt selbstgebackene Minikreppel ohne Füllung zu sehen sein sollen. Aber ich bin gerade zu faul, teilweise sind auch die Tage zu kurz, auch ohne Faschingsfeierei.)

Mittwoch, 16. Februar 2011

Nachgekocht: Schoko-Pudding ohne Tüte

Ich entschuldige mich mal wieder für die miserable Fotoqualität. Diesen Pudding kann man nicht sinnvoll fotografieren. Jedenfalls nicht mit meiner Ausstattung bei verhangenem Himmel.


Achja, es geht um den Schokopudding von Frau Küchenlatein.

Ich habe zu spät gemerkt, daß ich nur eine 100g-Tafel mit 70% Kakaoanteil daheim hatte. Deswegen griff ich zur Ergänzung auf eine 30g-Tafel mit 88% Kakaoanteil zurück. Ansonsten hielt ich mich an das Rezept von Ulrike.


Da ich die Haut von Puddingen und anderen Milchspeisen liebe, habe ich die Masse nach dem Kochen in meine zwei Lieblingstassen gefüllt und über Nacht in der ungeheizten und belüfteten Küche abkühlen lassen. Und erst morgens in den Kühlschrank gestellt.

Fazit: äußerst lecker! Schoko-Schock pur!

Ich habe einen Teil davon mit Sanddorn-Apfelmus gegessen, auch das war sehr angenehm.

Ich glaube, ich muß mir auch eine eigene Fertigmischung zusammenrühren. Denn überraschenderweise blieb das Ergebnis klümpchenfrei, anders als bisherige Tütenpuddings.

Montag, 17. Januar 2011

Nachgebacken: Muffins mit Schokosplittern

Am Freitagabend mußte ich für einen Flohmarkt noch ganz schnell Muffins backen.
Normalerweise habe ich dafür ein festes Grundrezept, jenes ist aber bereits im Sommer mit dem Buch, in dem es steht, in eine Umzugskiste gewandert.

Also brauchte ich auf die Schnelle ein neues Rezept. Nach Möglichkeit eins für Muffins mit Schokostreuseln, denn dafür hatte ich eingekauft. Wiederum bin ich bei der Hüttenhilfe fündig geworden.

Statt der Schokolade habe ich fertige Schokoraspeln verwendet, die ich auch nicht erst abgemessen, sondern nach Gutdünken in den Teig gegeben habe. Auch habe ich die Speisestärke durch dieselbe Menge Mehl ersetzt.


Abnehmer gefunden haben die Muffins kaum, aber ich sollte mich nicht beschweren: von anderen Kuchen war nach dem Aufräumen, das auch noch mal für hungrige Mäuler sorgte, noch mehr übrig.

Montag, 3. Januar 2011

Obstsalat

Um den Feiertagskilos etwas entgegenzuwirken, habe ich mir noch vor dem Jahreswechsel eine größere Menge Obst gekauft. Und heute morgen einen Teil davon verarbeitet.

Für einen schnellen Obstsalat habe ich 2 große Äpfel, eine Birne, 3 Kiwis, eine Mango und zwei Bananen geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten. (Eigentlich sollte noch eine Ananas dazu, aber für die war dann kein Platz mehr in der Schüssel.)
Oben drauf, quasi als Deko, noch halbierte Mandarinenspalten.


Gut dazu sind auch Walnußkerne, geschrotete Weizenkeime, getrocknete Datteln und ähnliche Sachen.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Das große Backen - 4x Cantuccini

Ingwer-Biscotti:


Mandel- und Orangen-Biscotti (von links nach rechts):


Haselnuß-Cranberry-Biscotti (nach dem Rezept von Chili & Ciabatta, das ich ähnlich wie Goldkind abgewandelt habe, nur mit dem Zusatz, daß ich, anstatt weiße Schokolade zu raspeln, fertige Zartbitter-Schokoraspel verwendet habe.


Das Rezept für die Mandel-Biscotti stammt von der Hüttenhilfe, die Orangenbiscotti habe ich letztes Jahr beim Christmas Magazine gefunden. Auf den Schokoladenüberzug habe ich verzichtet, dafür dasselbe Rezept noch einmal mit Orangenschale und Sesam nachgebacken.

Die Ingwer-Biscotti habe ich beim Chefkoch gefunden und ebenfalls letztes Jahr schon gebacken.

Mir schweben noch zwei andere Variationen vor, aber die werde ich vor Weihnachten nicht mehr umsetzen können.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Kakao-Haselnuß-Cantuccini

Meine ersten Cantuccini in diesem Jahr, dicht gefolgt von den Parmesan-Pfeffer-Biscotti von Chili & Ciabatta (die bei mir auf den Pfeffer verzichten mußten ...). Das Rezept stammt aus dem Buch Coffee & Espresso aus dem Verlag Zabert & Sandmann, ich habe es etwas abgewandelt und die Änderungen in eckigen Klammern kursiv dazugeschrieben.

Biscotti mit Haselnüssen

Zutaten:
200g Haselnüsse [statt ganzer Haselnüsse 200g gemahlene Haselnüsse verwendet]
400g Mehl
Salz
1/2 Päckchen Backpulver
1 TL Bourbon-Vanillezucker
250g Zucker
4 Eier
2 TL abgeriebene Zitronenschale [nicht verwendet]

Zubereitung:
1. Die Nüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett unter Rühren anrösten, dann grob hacken und beiseite stellen. [Schritt ausgelassen, da keine ganzen Nüsse verwendet.]

2. Das Mehl auf eine Arbeitsfläche häufen, 1 Prise Salz, Kakao- und Backpulver, Vanillezucker und Zucker gut untermischen. Eine Mulde in die Mitte drücken, die Eier aufschlagen und hineingeben. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, bei Bedarf etwas Mehl dazugeben. Zum Schluß die Nüsse und die Zitronenschale unterkneten. Den Backofen auf 180° C vorheizen. [Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel gemischt, Eier separat miteinander verschlagen und dann untergeknetet. Haselnüsse ganz zum Schluß zugegeben. Teig über Nacht kühlgestellt.]

3. Aus dem Teig 3 Teigrollen von etwa 3 cm Durchmesser formen. Diese auf ein Backblech mit Backpapier legen und im Backofen auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten backen.

4. Das Backblech aus dem Ofen nehmen, den Ofen jedoch nicht abschalten. Die Nußstangen sofort mit einem scharfen Messer in 1cm breite, schräge Stücke schneiden. Die tücke wieder auf das Blech legen und auf beiden Seiten jeweils 4-5 Minuten weiterbacken, dann vollständig abkühlen lassen. Die Biscotti in einer Gebäckdose aufbewahren. [Ofen abgeschaltet und Stangen mind. 2 Stunden abkühlen lassen vor dem Schneiden. Dann bei 160°-180° C noch einmal 10-15 Minuten backen. Ca. 2 Stunden abkühlen lassen und verpacken.]

Hier waren die Cantuccini schon einmal zu sehen, trotzdem zeige ich noch ein Bild, auf dem sie mit den Parmesan-Biscotti von Chili & Ciabatta zu sehen sind.


Viel Spaß beim Nachbacken!
(Und danach am besten gleich verstecken, denn die Dinger machen süchtig!)