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Dienstag, 3. Januar 2012

Verspätete Weihnachtsbäckerei

Zum Weihnachtsfeste wurden von der Verwandtschaft wieder Cantuccini gewünscht. Erkältungsbedingt blieb das auch das einzige, was ich vor Weihnachten gebacken habe. Trotzdem habe ich mich quasi selbst damit gefoltert, daß ich hin und wieder nachgeschaut habe, was in anderen Blogs so an Plätzchen gezeigt wurde. So stand dann ziemlich schnell der Entschluß fest, nach Weihnachten noch 2 oder 3 Sorten Plätzchen zu backen.

Ich hatte mir ein paar Favoriten rausgesucht. Da der für das Backen anvisierte Zeitplan durch äußere Umstände über den Haufen geworfen wurde, habe ich mich letztlich auch noch umentschieden, was die Plätzchen anging.

Von links nach rechts: nicht besonders formschöne Ingwerwürfel (nach einem Rezept aus einer alten e&t), ebenfalls leicht verhunzte Zimtschnecken (nach dem Rezept von Shermin, leider mit zu heißer Milch, so daß die Hefe keine Chance hatte) und der Versuch, Kokosmakronen unter Einsatz eines einzigen Bleches herbei zu improvisieren.


Von dieser Backaktion blieben ein Ei und zwei Eigelbe übrig. Als Lunch for one am Neujahrsmorgen das Rezept für die Neujahrsbrezel postete, kam mir das daher gerade gelegen. Die etwas totenkopfartige Form ist keine Absicht. Vielleicht hätte ich eine Bilderanleitung für das Formen der Brezel gebraucht.


Jedenfalls riecht sie auch eineinhalb Tage nach dem Backen noch sehr verführerisch, so daß ich sicher noch öfter Neujahrsbrezeln backen werde.

Samstag, 16. Oktober 2010

Italienische Woche: Fladenbrot mit Käse nach E. Witzigmann

Anläßlich des heutigen Welttag des Brotes möchte ich heute ein Rezept aus diesem Buch vorstellen:



Ich mag die Rezepte in diesem Buch, leider ist es inzwischen nicht mehr im Bahnhofsbuchhandel zu haben (jedenfalls nicht dort, wo ich unterwegs bin). Also greife ich auf das Exemplar aus dem elterlichen Haushalt zurück.

Olivenölbrot mit Käse

Für ein Brot:

1. 15 g Trockenhefe und 1 TL Zucker in 100ml warmem Wasser verrühren, etwas gehen lassen, bis die Mischung schäumt.

2. 350g Weizenmehl 550 mit 1 TL Salz vermengen. 1 EL Öl, die Hefemischung und das restliche Wasser zugießen und alles zu einem glatten Teig rühren. Diesen auf bemehlter Arbeitsfläche 4 Minuten lang kneten.

3. Den Teig in 2 gleichgroße Stücke teilen und jedes ca. 6 mm dünn ausrollen. Einen Kreis auf ein rundes gefettetes Backblech legen, 200g kleingewürfelten Pecorino oder einen ähnlichen Käse sowie etwas zerstoßenen Fenchelsamen darauf verteilen.

4. Den zweiten Teigkreis darüberlegen, die Ränder gut zusammendrücken, damit die Füllung beim Backen nicht ausläuft.

5. Den oberen Teigkreis mit einem scharfen Messer mehrere Male leicht einritzen. mit 2 EL Olivenöl bestreichen.

6. Den Teig mit den Fenchelsamen bestreuen und 20-30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

7. Den aufgegangenen Teig 30 Minuten im vorgeheizten Backofen (200 Grad Ober-/Unterhitze) backen. Sofort sevieren.

Ein halbes Fladenbrot in der Alufolie:


Meine Änderungen: bis auf Salz, Öl und Zucker habe ich nur mit der halben Menge der Zutaten gearbeitet, es hat trotzdem für eine Quicheform von etwa 24 cm Durchmesser gereicht. Statt des Fenchelsamens ist getrockneter Rosmarin zum Einsatz gekommen und statt Weizenmehl eine Mischung aus Dinkelweiß- und Dinkelvollkornmehl (Verhältnis 4:1). Auch habe ich den Käse für die Füllung (wieder einmal der bewährte Parmesangouda) gerieben, nicht nur in kleine Würfel geschnitten.
Meine Vorkoster und ich fanden es lecker. Noch ein Brot, das ich sicher nicht zum letzten Mal gebacken habe.

Und ja, es schmeckt auch an den Folgetagen noch sehr gut, zum Beispiel zu Panzanella. :)



Das Banner darf auch hier nicht fehlen:

World Bread Day 2010 (submission date October 16)


Viel Spaß beim Nachbacken, es lohnt sich!

Montag, 4. Oktober 2010

Wochenendbacken

Ich mache auch mal den Chezuli, aus reiner Zeitnot ...

Auseinandergelaufene Müslikekse (wieder mal sehr lecker):


Honig-Ingwer-Brot in "fast richtig" (diesmal nur mit Pulver und ohne Aufgehen vor dem Backen, obwohl genug Zeit war):



Das mit dem Nicht-Aufgehen und der daraus resultierenden geringen Höhe des Brotes ärgert mich schon ein bißchen, denn ich hatte auf ein besseres Ergebnis gehofft. Offensichtlich muß ich noch ganz oft mit Hefeteigen üben.

Sandgebäck nach Annes Rezept, teilweise in Herzform und teilweise ziemlich dunkel:


Die Sandkekse sind bei meinen Eltern am besten angekommen, was an dem zitronigen Geschmack liegen könnte.

Im übrigen hat mein Vater noch in Peru ein Buch mit Rezepten der dortigen Küche erstanden. Ein Rezept für Alfajores ist dort auch enthalten. Ein anderes Gebäck aus dem Buch hatte ich eigentlich auch noch backen wollen (und zwei, drei andere Rezepte wollte ich abtippen, um sie in Darmstadt zur Verfügung zu haben), aber zu beidem kam es nicht.

Montag, 27. September 2010

Sonntagsbrot: Dinkelweißbrot nach Bäcker Süpke

Erinnert sich noch jemand an diesen Post?

Ich hatte mich im Vorfeld bei Twitter laut gefragt, was ich denn backen könnte. Ulrike hatte damals nicht nur das Honig-Ingwer-Brot vorgeschlagen, sondern auch das Dinkelweißbrot nach Bäcker Süpke. Außerdem folgten noch ein Rezept für Schokoladenpudding und, schnell hingetwittert, eines für Vanillepudding, die ich eigentlich auch schleunigst mal nachkochen muß. Wenn ich denn mal Vanilleschoten im Supermarkt finde ...

Gestern war also das Dinkelweißbrot an der Reihe. Geplant war die Backaktion eigentlich für den Samstag, aber da ich am Freitag keinen Vorteig angesetzt hatte ...

Am Samstagabend wurde dann schnell noch mal Mehl eingekauft - klassisches Dinkelmehl, nicht die 630er-Version. Selbstüberschätzung und so.

Aus 200g Dinkelmehl, 1g Trockenhefe, 5g Salz und 200ml Wasser habe ich einen Vorteig angerührt, diesen eine Stunde lang im mäßig warmen Zimmer anspringen lassen und anschließend in den Kühlschrank verfrachtet.

Am nächsten Tag nachschauen: es blubbert leicht. Ulrike, die zufällig (?) online ist, und ich sind begeistert. Es lebt!
Ab zurück in den Kühlschrank damit!

Dann ging es - ohne Teig natürlich - erstmal in den Odenwald. Meerfantasie und ich wandeln den Otzberg hinauf und nach einem Besuch in Restaurant und Museum auch wieder hinunter. Leckerer Zwiebelkuchen, salzarme Bratkartoffeln. Ich argwöhne, ob der Wirt oder der Koch gewechselt hat. Ende Juli haben die Bratkartoffeln besser geschmeckt und ausgesehen.

Wieder daheim, arbeite ich nach einer kleinen Pause am Teig weiter, bringe Haupt- und Vorteig zusammen (den Hauptteig hatte ich aus 500g Dinkelmehl wie oben, 4g Trockenhefe, ca. 15g Pflanzenfett, 10g Salz, 250 ml Wasser angerührt) und vermöbele das Endergebnis mit dem Holzlöffel. Melde mich im Schlößchen an, daß ich mich jetzt auf den Weg mache. Ulrike ist schon wieder oder immer noch online und gibt weitere gute Tips. Ich weiß jetzt auch, was mit Garen gemeint ist. :)

Im Schlößchen fette ich zwei Backformen, rühre den Teig noch einmal durch und merke: eine Form hätte es auch getan. Also kommt der Teig in seiner Gesamtheit in eine einzige Form. Ich träufele 6-7 Eßlöffel Wasser über den Teig und stelle ihn auf die - nicht angeschaltete - Heizung. Knappe 50 Minuten darf er so ziehen (von einer Volumenzunahme habe ich nichts gemerkt), dann kommt er in den 200 Grad heißen Backofen.

In der Zwischenzeit bereitet der zur Zeit einzige Schlößchenbewohner ein Abendessen zu, das wir zu uns nehmen, während der Backofen seine Arbeit verrichtet. Ich gucke ab und zu nach dem Brot. Dampfentwicklung ist keine zu sehen, ich verzichte trotzdem darauf, die zweite Backform mit Wasser in den Ofen zu stellen.

Als nach 40 Minuten der Küchenwecker klingelt, gebe ich dem Brot noch zehn Minuten zusätzliche Zeit, da es an der Oberfläche noch recht hell ist. Das zahlt sich aus, das Brot ist gut durchgebacken, jedenfalls sprechen Oberfläche und Stäbchentest dafür. Also raus aus dem Ofen und zum Abkühlen aufs Rost. Nach dem Auskühlen kann ich auch endlich fotografieren:



Ich überlasse es dem begeisterten Hausherrn, zu entscheiden, wieviel er vom Brot behalten will. Doch er teilt genau mittig. Zeit für ein Foto von der Krume:


Mit (leider nicht von mir) selbstgemachter Stachelbeerenkonfitüre:



Fazit: tolles Rezept, mit dem ich sicher zur Wiederholungstäterin werde, nicht nur wegen des guten Geschmacks. Ich muß ja auch den anderen Schlößchenbewohnern das Rezept noch vorstellen.

Sonntag, 22. August 2010

Fremd- und Nachgebacken: Dinkelbrot ohne Hefe

Ich hatte gestern die Gelegenheit, einen fremden Backofen zum Brotbacken mitnutzen zu dürfen.
Also schnell am Freitagabend ein Rezept gesucht, am Samstagmorgen dann schweren Herzens die Entscheidung getroffen, nicht auch noch Zimtschnecken zu machen (*schnüff*), Teig zusammengerührt und in Richtung Backofen getragen.

Das Rezept findet Ihr hier bei der Dinkelhexe, das Ergebnis (bzw. die Hälfte davon) sieht, wenn man unter den Teig Sesam mischt, so aus:



Mein neues Lieblings-Brotgrundrezept. :)

(Und jetzt geht es an den anderen Baustellen weiter. *wink*)