Freitag, 3. September 2010

Gästebewirtung mit Huhn

Eigentlich hätte ich gern geschrieben: ich hab's auch getan. Was? Hühnerbein entbeint.
Das habe ich zwar schon mal gemacht, aber bevor ich es nicht hier dokumentiert habe, glaubt mir das doch keiner. Und außerdem war's nicht nach der bei Arthurs Tochter gezeigten Methode. Also irgendwie nicht richtig ...

Jedenfalls hat dann die Faulheit gesiegt.
Hühnerfrikassee wollte ich machen und nach dem Studium einiger Rezepte war ich dann doch glücklich, nicht unbedingt ungekochtes Hühnerbeinfleisch vom Knochen schälen zu müssen (Arthurs Tochter sei Dank), das Entbeinen gekochten oder gebratenen Huhns ist mir deutlich lieber.

Also wanderten dann zwei halbierte Hühnerschenkel zusammen mit Hühnerklein, zwei Möhren und einer Kohlrabi (das Gemüse in mundgerechte Stücke geschnitten) und soviel Wasser, daß das Fleisch gut bedeckt war, in den Topf und durften bei mittlerer Hitze fast eineinhalb Stunden schmurgeln.

In der Zwischenzeit traf der Gast ein und wir schnitten Champignons und Zucchini in mittelgroße Stücke. Der entstandene Hühnerfond wurde abgegossen, das Fleisch vom Knochen gepult, während Pilze und Zucchinistücke in der Pfanne mit Öl warm werden durften. Nicht ganz gemäß dem Rezept beim Rezeptewiki haben wir nach dem Abschmecken einen kleinen Becher Schlagsahne und einen Löffel Speisestärke (statt Mehl 405), sowie zwei Schöpfkellen voll Hühnerfond untergemengt. Auf das beim Wiki angegebene Ei haben wir ebenso verzichtet wie auf die Butter.

Dazu gab es Langkornreis, der nach der Quellmethode gekocht wurde. Mein Gast hat beides sehr schön angerichtet, als mich ein Telefonat einige Minuten aus der Küche fernhielt. Zum Essen haben wir das Ganze dann noch mit etwas Schnittlauch garniert.

5 Kommentare:

  1. So unterschiedlich sind die Geschmäcker. ;) Wenn ich die Wahl habe zwischen rohem Huhn entbeinen und buttrig gekochtes Hühnerfleisch von der Karkasse zupfen, dann wähle ich Variante 2. Das riecht dann schon so lecker, nach Hühnerbrühe und Gewürzen und die kleinen Fitzelchen, die sowieso im Frikassee untergegangen wären, wandern dann einfach schon in den Mund. ;)

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  2. Da muß ich Dich enttäuschen, ich entbeine Huhn auch lieber im gekochten bzw. gebratenen Zustand. Hier wollte ich ja eigentlich Arbeitsschritte zeigen. Aber ich fürchte, ich bin auf ewig für Hühnerfrikassee aus rohem Fleisch verloren. *gg*

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  3. Ach, ungekochtes, lesen müsste man können. Ich schieb das jetzt mal auf die Uhrzeit, dass das komplette Gegenteil des von dir Geschriebenen in meinem Gehirn angekommen ist. ;) Ich zweifle grad wirklich an meinem Verstand! Du hast das doch schnell umgeschrieben, oder? :D
    Ähm, ja. Jedenfalls habe ich gerade dank deiner Inspiration ein gekochtes Suppenhuhn von seinem Fleisch befreit, die restlichen Knochen kochen grad zu Fond ein. :) Und dann schau ich mal, was das morgen gibt. ;)

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  4. Nein, ich habe nur ergänzt, daß ich beim Kochen der fertigen Masse auch noch Brühe zugegeben habe. ;)

    Ja, dann bin ich mal gespannt, meine Brühe harrt auch noch ihrer Verwendung.

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  5. Das ist auch so ganz wunderbar! Und auch ich entbeine nicht jeden Tag ein Huhn! Obwohl ich es nach meinem "Lehrgang" jetzt natürlich wie im Schlaf kann.
    *hust

    Ich bin immer froh um gute Hühnerbrühe, brauche sie auch oft,da ich viel Risotto koche.

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