Sonntag, 12. September 2010

Sonne auf dem Teller: Maiskolben

Heutzutage ist Mais ja eines der FastFood-Lebensmittel schlechthin: keine Chips ohne Maismehl, kein "gemischter Salat" ohne Körner aus der Dose usw.

Ich mag dieses Gemüse immer noch.
Das liegt zum einen Teil daran, daß ich im Kindesalter ein Buch hatte, dessen Held durch die halbe Ukraine reist, um frischgeernteten Zuckermais zu kochen. Zum anderen an Maiskolbenverkäufern am Balaton-Strand in Ungarn (ja, wir haben tatsächlich im Hochsommer mittags warme Maiskolben gegessen) und, soviel Lob muß sein, an der Darmstädter Mensa, die auch hin und wieder Maiskolben als Beilage anbietet.

Auf meiner kulinarischen Skala haben selbstgekochte Maiskolben ungefähr denselben Stellenwert wie mittelgroße Garnelen oder ein sehr gutes Stück Fleisch. Nur gibt es die Garnelen und das Fleisch das ganze Jahr über, den frischen Mais nur jetzt.


Grund genug, beim Wochenendeinkauf zwei Exemplare mitzunehmen.



Hier sind die beiden schon geschält und mit der Schokoladenseite zu sehen. So unregelmäßige Kolben gibt es wohl nur beim Bio-Händler. Andererseits gibt es sonst auf dem Wochenmarkt niemanden, der überhaupt Maiskolben anbietet ...

Gute 20 Minuten dürfen beide im heißen Salzwasser baden, dann hole ich sie heraus und streue etwas Salz darüber. Auf eine Zugabe von Butter verzichte ich.


Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß man im Grunde genommen auch die Blätter essen kann. In Mittelamerika werden sie ähnlich verwendet wie in Asien die Bananenblätter. Passend dazu gibt es in einem meiner Kochbücher auch ein Rezept für Succotash in einer Hülle aus Maisblättern.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen