Hier wird es jetzt noch minimalistischer als bisher schon.
Ich habe meine großen Teller (zusammen mit anderem Geschirr) in eine Kiste gepackt. Das hat den Grund, daß ich damit der Verlockung, größere Mengen zu produzieren, als ich als Einzelperson esse, entgehen will.
Klingt vermutlich gruselig, aber ich gehöre leider zu der Sorte Menschen, die bei ihrer Haushaltsführung nicht sehr konzentriert sind. Mit festen Mengen für eine Einzelperson zu rechnen, überfordert mich - je mehr Zutaten ein Gericht verlangt und je größer das Geschirr, in dem es zubereitet wird, umso größer die Gefahr, daß ich mich verschätze. Der zweite Teil des Problems ist, daß ich die entstehenden Reste dann auch nicht stehen lassen kann, zu tief ist "aufessen, was auf den Tisch kommt" bei mir eingebrannt. Daran sind übrigens weniger meine Eltern oder andere Verwandte schuld als ich selbst.
Aus der Einrichtung meiner ersten Wohnung ist mir ein Set aus zwei Frühstückstellern und -schüsseln erhalten geblieben. Die Schüsseln dienten mir schon damals vor allem als Geschirr für warmes Essen, und als solches haben sie gestern und heute ein Revival erlebt. In einer großen Pfanne wurden gestern dünne Scheiben vom Brokkoli (ohne die Röschen) und von einer Stange Lauch angebraten, mit Salz, Pfeffer und Raz el Hanout gewürzt, mit gehobelten Mandeln aufgepeppt und mit geriebenem Gouda gegessen. Heute abend haben zwei Paprika und ein Bund Frühlingszwiebeln das Schicksal von Brokkoli und Lauch geteilt.

Ein solches Vorgehen nimmt mir natürlich auch die Mühe, darüber nachdenken zu müssen, ob und wie ich eine Beilage zubereiten könnte. Die große Dichte von Suppen und Pfannengerichten in diesem Blog hat schon ihren Grund ... es ist noch gar nicht so lange her, da stand in meinem Kühlschrank immer eine Plastikdose mit vorgekochtem Reis oder Nudeln bereit. Und so muß ich wohl hiermit auch zugeben, daß ich eben doch mit klassischem Kochen überfordert bin.
Aber das wißt Ihr ja alle auch schon. :-)
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