Dem Thema wieder nähergebracht hat mich gestern Jutta mit ihrer Minestra di Passatelli. Das sollte doch eigentlich auch mit dem Nudelteig funktionieren, der so geduldig seiner Verarbeitung harrt.
Gesagt, getan, Rinderknochen gekauft ("Wir haben hier Markknochen für die Suppe im Angebot", meinte der junge Metzgereiverkäufer) und in Wasser köcheln lassen (mind. 40 Minuten).
In der Zwischenzeit habe ich folgende Einlagen für die Suppe vorbereitet:
- 100g Rinderhack mit Salz, Pfeffer und einem Teelöffel Curry gewürzt und zu kleinen Bällchen geformt
- einen Rest TK-Erbsen im Dessertschüsselchen auftauen lassen
- etwa 120g Tofu in kleine Würfel geschnitten
- eine Möhre geschält und in Scheiben geschnitten
- eine Stange Stangensellerie (also: nicht ein ganzer Stangensellerie, sondern wirklich nur ein Teil davon) ebenfalls kleingeschnitten
Als ich damit fertig bin, ist das Fleisch mehr als gar und damit Zeit, die Knochen herauszunehmen. Ich gieße etwa einen halben Liter Wasser nach, weil mir die Brühe zuwenig erscheint. Das soll sich später rächen, ich muß doch eine komplette Suppentasse voll wieder abschöpfen (mit der Kelle, nicht mit der Suppentasse ;)).
Die Fleischbällchen und das Gemüse köcheln vor sich hin, während ich eine Handvoll Teig noch einmal mit Feingrieß durchknete und in lange Fäden rolle.
Die selbstgerollten Nudeln gebe ich nach und nach ebenfalls zur Suppe, wo sie etwas durchziehen dürfen.
Nachdem alle Nudeln in der Suppe sind, schmecke ich mit Salz und einem kleinen Spritzer Sojasauce ab und lasse alles noch für knappe 10 Minuten bei kleiner Flamme auf dem Herd.
Das Experiment ist gelungen, die Köchin ist satt und zufrieden und stellt sich ein weiteres Mal die Frage: Warum bin ich eigentlich nicht eher darauf gekommen?
schönes rezept, besonders, weil die nudeln auch selbst gebaut sind. gutes kann sehr einfach sein...
AntwortenLöschenEin kleines Süppchen wärmt Leib und Seele, genau das richtige beim DA-Schmuddelwetter! ;-)
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