Dienstag, 31. August 2010

Das Leben ist nicht gerecht

Ich weiß, ich lebe auf recht hohem Niveau.
Ich habe ein Dach über dem Kopf, bin krankenversichert, Essen ist - eigentlich - auch immer genug da und mein Freundeskreis ist groß und wohlhabend genug, um mir spontan helfen zu können, wenn mal wo der Schuh drückt.
Ich muß trotzdem mal jammern. Das hier ist ja auch ein Eisenmangel-Blog.

Momentan bekomme ich ja wieder Eiseninfusionen, heute war die vorletzte dran.
Und nach einem kurzen Gespräch mit der Sprechstundenhilfe über meine Problematik (ich war ja erst im April/Mai mit Infusionen behandelt worden) war ich dann auch noch mal bei der Ärztin selbst (das Sprechzimmer war gerade leer).
Ausnahmsweise (?) waren Eisentabletten nicht das Thema, dafür soll ich zur Gynäkologin und dort abklären lassen, was man hormonell gegen zu starke Regelblutung machen kann. (Ich hab bisher nie die Pille genommen, es bestand kein Grund dazu.)
Ich bin dann brav zur Gyn gedackelt und habe mir einen Termin geben lassen. Trotzdem bin ich immer noch dabei, im Geiste die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen. Ich hatte gefragt, ob ich zu einem Endokrinologen gehen sollte, und die HÄ meinte, das wäre erst der nächste Schritt nach der Gynäkologin.
Hat sie absichtlich wieder mein Schilddrüsenproblem ignoriert?
Ich fühle mich verarscht.

Nein, ich will eigentlich immer noch nicht hier weiterbloggen. Es geht mir nach wie vor auf den Keks, daß ich schlecht mit Lebensmittelmengen (und damit auch meinem Geld) planen kann. Daß sich - überspitzt gesagt - mein Schmutzgeschirr nicht selbst wegräumt (ich hab nämlich nicht mehr jeden Tag die Geduld, mich um den Abwasch zu kümmern) und ich überzähliges Essen grundsätzlich selbst verbrauchen muß (zum Wegwerfen fehlt mir das nötige "Gen"). Ich hatte mich darauf gefreut, endlich mal Urlaub von der Küchenarbeit zu haben und gekauftes Essen konsumieren zu können.
Aber offenbar ist das keine Option und deshalb bin ich jetzt doch mit Dinkelmehl, Dinkelgrieß und Maisstärke (und der festen Überzeugung, nie wieder Fertiggebackenes zu kaufen) nach Hause gekommen.

Ich bin trotzdem nach wie vor genervt.

2 Kommentare:

  1. Wenn man gesundheitliche Probleme hat, dann ist alles irgendwie schwierig. Ich bin zwar selbst nicht betroffen, kenne aber viele Frauen mit Schilddrüsenproblemen. Eigentlich fanden alle früher oder später die richtige Therapie, auch wenn es meist recht lange gedauert hat. Scheint also in jedem Fall kompliziert zu sein. - Tut mir echt leid für Dich!

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  2. Eigentlich sollte ja alles in Ordnung sein.
    Aber es gibt mich momentan nicht ohne Stimmungsschwankungen und eine leichte Depression gepaart mit Antriebslosigkeit. :/

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