Eigentlich hätte ich für diesen Eintrag gern den Titel "Die Brot-Zeit ist vorüber" verwendet. Es hätte der "ich koche wieder"-Eintrag sein können. Aber da hier nichts so läuft, wie ich es mir vor vier Monaten ausgemalt hatte, gibt es wieder oder weiterhin "Schnitte auf Brot".
Natürlich hab ich den Herd benutzt. Und dabei oder danach festgestellt, dass auch er und ich Meinungsverschiedenheiten haben. Die Töpfe, die mir auf Heizplatten so gute Dienste geleistet haben, brennen bei Benutzung von Öl unweigerlich an, egal, wie schnell ich von der höchsten Stufe zurückschalte oder wieviel Flüssigkeit ich zugebe. So richtig weg kriegt man das Angebackene nur, indem man den Topf mit einem Spülmaschinentab einweicht. Seinerzeit war das nur nach dem Kochen von Kohl notwendig. Einmal im Monat kann ich derlei verwinden, aber nicht mehrmals pro Woche, zumal hier auch zwei Spüliflaschen stehen - eine aus der alten Wohnung, eine im Zeitraum zwischen Einzug und Ankunft der Umzugskisten erworbene. Also nix mit großem Aufkochen, bis ich wieder Pfannen habe. In der Zwischenzeit nehme ichggern Tips für Ceran-geeignetes Kochgeschirr entgegen. (Dass meine Eltern auf ihrem Ceranfeld mit ähnlichen Töpfen kochen, ohne Probleme zu haben oder nur halbe Leistung nutzen zu können: geschenkt.)
Gefühlt etwas im Stich gelassen hat mich auch der Backofen. Eine Kohlrabi musste weg. Zu groß für eine Mahlzeit. Ein vegetarisches Kochbuch enthält ein Rezept für Möhrenmuffins, das mich schon immer anzog. Kohlrabi geraspelt, sonst weitgehend ans Rezept gehalten. Sogar Dinkelvollkornmehl ist noch da. Vielleicht ist die Feuchtigkeit zu hoch, vielleicht auch nicht. Muffinblech bereitgestellt, Papierformen rein, Teig rein. Ab in den gemäß Rezept vorgeheizten Ofen. 40 Minuten statt der gewohnten 25 und damit auch mind. 10 Minuten länger als im Rezept. Der Teig danach? Außen wundervoll knusprig, innen der Teig nur gerade so durchgebacken und kaum aus den Formen zu bekommen. Eine Lehre. Angesichts des Backblechs, das etwas zu schmal für den Ofen scheint, und auch sonst unvollständigen Equipments verbieten sich weitere Backversuche fast komplett und finden dann auch nicht statt.
Das Vorratsregal ist gut gefüllt, aber zum Einsatz kommen werden die einzelnen im Überschwang gekauften Sachen sicher nicht so bald.
Gut, dass Brot und Belag und Aufstrich da sind ...
Dienstag, 16. Juli 2013
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Hmmm ... Ceran hatte ich noch nie. Aber ich muss mich bei einem anderen Herd auch immer eingewöhnen.
AntwortenLöschen...ja es braucht immer seine Zeit bis wir uns an einem neuen Herd oder Backofen gewöhnt haben. Ich denke ich habe sehr lange Zeit die schlechten Eigenschaften mit den guten Eigenschaften des alten Backrohrs verglichen. Jetzt merke ich sie zum Glück nicht mehr...
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Anna
Ach ich musste lachen ab deinem Kommentar bei mir :D. Basel-Genf ist definitiv keine Regionalbahn-Strecke ;). Und wenn da diese Zitate im Zug waren, ist es eine Strecke unserer Bundesbahn :D. Bei uns ist eben alles etwas kleiner als bei euch :). Mein Foto stammt wirklich aus einer kleinen Regionalbahn. So eine ohne Toiletten und ohne Zitate :). Liebe Grüsse
AntwortenLöschenHast du mal die Ofentemperatur mit Thermometer nachgemessen? Besonders bei älteren, einfacheren Öfen weicht sie oft erheblich ab, und dann erlebt man böse Überraschungen. 40 Minuten ist für Muffins viel zu lange, ich nehme an, der Ofen erreicht die eingestellte Temperatur gar nicht.
AntwortenLöschenIch habe Ceranfelder, die Töpfe sollten einen schweren Boden haben (guck auf die Symbole auf der Topfunterseite, wenn du neue kaufst).
Ich plane die Anschaffung eines Backofenthermometers, ja. Seit der Backaktion gestern weiß ich, wie der Temperaturgradient verläuft: von hinten links nach vorn rechts. :-/
AntwortenLöschenDie Topfunterseite eines Topfes, den ich zweimal in klein und zweimal in groß habe, sagt "geeignet für alle Herdarten. Nunja.
Doof!
AntwortenLöschenIch rotiere eigentlich alles, was ich backe, in der Mitte der Backzeit um 90 Grad, bzw. von oben nach unten und umgekehrt. Die meisten Öfen heizen nicht ganz gleichmässig.