Letzte Woche hat es mich mal wieder in die Ferne gezogen. Genauer: vom 6.-13. Juli. "Schuld" war eine Veranstaltung über freie Software, bei der ich als Ausstellerin für ein Projekt, das mir am Herzen liegt, mitgeholfen habe.
Irgendwann zwischendrin tauchte dann die Nachricht auf, daß Arthurs tolle Tochter ;) ihren 3. Bloggeburtstag feiert und daraus ein Blogevent rund um die Zahl 3 macht.
Der erste Impuls: drei Mitbringsel finden. Sollte ja nicht so schwer sein. Der Gedanke blieb mir, bis dann die Meldung auftauchte, daß die Tochter nicht selbst beschenkt werden will. Wirklich nicht?
Eingekauft habe ich dann trotzdem, ich werde jetzt aber nicht die Überraschung kaputt machen. ;)
Viel lieber erzähl ich von der Reise. Wer so neugierig war und auf den Link oben geklickt hat, weiß schon: ich war in Genf. Zum ersten Mal übrigens, aber Natas Blogevent ist ja inzwischen vorbei und außerdem habe ich ja auch gar nicht selbst gekocht, leider - mit der erhofften Privatunterkunft ist es nämlich nichts geworden und außerdem ist mein Fotoapparat noch nicht wieder aufgetaucht und ohne kann ich kein Essen (und leider auch keine Städte) fotografieren. Deshalb gibt es hier im Beitrag keine Fotos, auch keine fremden, und wer neugierig ist, muß die Google-Bildersuche bemühen.
Reisen haben ja immer drei Phasen: Anreise, Aufenthalt, Rückreise.
In meinem Fall gehört zur Anreise auch noch der Abend des 6. Juli, den ich im Hause Thullen südlich von Genf verbrachte. Gabriel Thullen ist gehbehindert, aber nicht gehunfähig und ein ziemlich gefragter Rollstuhlbasketballer. Erlebt habe ich ihn, völlig abweichend von dem bißchen, was das Internet so hergibt, im Kreise seiner Familie (bzw. einem Teil davon, denn die Söhne sind fast alle erwachsen und ausgezogen), fast immer auf zwei Beinen, als rücksichtsvollen Autofahrer und kompetenten Gesprächspartner. Später am Abend begannen seine Frau und ich eine Unterhaltung über Patchwork (das Hobby seiner Mutter) und wenn sie auffindbar gewesen wäre, hätte ich auch die gepatchte Weihnachtsdecke zu sehen bekommen.
Am nächsten Tag ging dann die Veranstaltung los, das hieß: 6 Tage am Stück Ausstellung und Vorträge, zunächst im Maison Communale de Plainpalais (und dort im Konzertsaal, der wenig überraschend kaum zu belüften war), dann ab Montag im sog. Uni Mail (auszusprechen wie in "Emaille") der Universität Genf, wo wir dank des durchgehenden Glasdaches von oben beschienen worden, was die Beschäftigung am Rechner gelegentlich erschwerte.
Abgesehen von diesem Manko ist Uni Mail architektonisch schon ziemlich cool und daher auf jeden Fall sehenswert. Es gibt im Gebäude auch zwei Mensen mit einem sehr beachtlichen Angebot. Ob das Wahlmenü am Mittag nur für Studenten verfügbar ist, habe ich nicht recherchiert, aber die Cafeteria (ca. 8 Uhr bis 17 Uhr geöffnet) verkauft auch an Nichtstudenten, z.B. Bircher Müesli (mit Waldbeeren statt Äpfeln, in Plastik abgefüllt, für CHF 2.50, aber es schmeckte schon so, wie ich es in Erinnerung habe), aber natürlich auch Gebäck, Getränke, geschnittenes Obst ... den obligatorischen Wasserspender gab es auch. Man kann sich dort auch Flaschen abfüllen, aber der Geschmack des mitgenommenen Wassers leidet dann. Das Genfer Wasser ist schon ziemlich lecker, da ist die zu Werbezwecken entstandene Transkription "Oh! de Genève" (Fotos dazu bei Facebook) durchaus passend.
Wer "Genf" und "Wasser" sagt, kommt nicht am Jet d' eau vorbei. Ich auch nicht. Aber ganz nah rangegangen bin ich nicht, obwohl das durchaus möglich ist. Man muß sich ja etwas für's nächste Mal aufheben. ;)
Überhaupt bin ich nicht groß zum Sightseeing gekommen, da ich mich außer zum Einkaufen nicht von der Veranstaltung gelöst habe, aber drei wichtige Punkte habe ich doch abgehakt:
- die Perle du Lac bzw. die Nacht der Wissenschaften im gleichnamigen Museum
- die andere Seite des Sees: am Bootsanleger Genève Plage kann man den Bus verlassen zu einem Ausguckpunkt am See laufen und von dort aus Wassersportler zusehen, aber auch Flugzeuge beim Anflug beobachten
- eine Schiffahrt mit den kleinen Booten der Genfer Verkehrsbetriebe
Weiterhin möchte ich noch folgende 3 Gärten und Parks empfehlen:
- den Botanischen Garten (Endhaltestelle des Buses der Linie 1)
- den Parc des Bastions (hier gibt es Freiluftschach!)
- den Parc La Grange (hier finden regelmäßig Konzerte statt)
Fortsetzung folgt ...
Dienstag, 17. Juli 2012
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Hallo, das war ja richtig viel heute. Ich freu mich von Dir zu lesen, die "Reise" scheint Dir gutgetan zu haben.
AntwortenLöschenNochmal "danke" für das Telefonat, ich hab hinterher lang drüber nachgedacht.
herzliche Grüsse
Elisabeth
Liebe Hesting,
AntwortenLöschenDanke für den schönen ausführlichen Bericht!
Ist das ein offizieller Beitrag zum Geschenke-Event? Bist Du dann so lieb und verlinkst in den Beitrag oder fügst das Banner ein? Und hast Du vielleicht noch ein Bild für mich?
Es hätte einer werden können. Aber ich krieg Teil 3 nicht mehr zusammen. Bzw. wollte ich den ja gestern abend schreiben, jetzt bin ich gedanklich schon wieder woanders ...
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